Start Afrika Afrikas Energiekrise mangels Regierungsführung

Afrikas Energiekrise mangels Regierungsführung

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JBK

In Afrika fehle der politische Wille, um gegen die Energiekrise vorzugehen, prangerte jüngst im Mai Max Bankole Jarrett, Direktor vom Africa Progress Panel, an. Dabei verfüge der Kontinent über reiche Ressourcen und Möglichkeiten. Zwei Drittel von 620 Millionen Afrikaner hätten jedoch immer noch keinen Zugang zu einer erschwinglichen, zuverlässigen und nachhaltigen Stromversorgung. Jahrzehnte der Vernachlässigung und Misswirtschaft hinterließen in Afrika eines der weltweit schlechtesten funktionierenden  Stromnetzsysteme. Dazu drossle das Energiedefizit das Wirtschaftswachstum, die Schaffung von Arbeitsplätzen, den landwirtschaftlichen Umbau und die Verbesserung von Gesundheit und Bildung. „Um die Ziele der nachhaltigen Entwicklung in Afrika und global zu erreichen, ist es wichtig, dass die Führungskräfte des Kontinents gegen das globale Energie-Trilemma gleichermaßen angehen: wie man die sozio-ökonomische Umgestaltung ihrer Länder durch Stromversorgung antreibt, dass dies zuverlässig, sauber und für alle erschwinglich ist“, so Jarretts Fazit hieraus.

Mehr Initiative gegen Energiekrise nötig

Neben größeren Investitionen müsse noch viel mehr getan werden, um die vorhandenen Ressourcen Afrikas besser zu nutzen, forderte Jarrett. Dies sei in früheren Berichten des Africa Progress Panels zum Ausdruck gekommen. Die Herausforderungen seien außer finanziell und technisch, hochpolitisch. Es bestehe ein dringender Bedarf an einer kontinuierlichen Verbesserung der Staatsführung im Energiesektor.  Wie der Vorsitzende des Africa Progress Panels, Kofi Annan, sagte: „Die afrikanischen Regierungen haben eine lebenswichtige Aufgabe zu erfüllen, die im Mittelpunkt der Energieprobleme des Kontinents steht: die Reparatur nationaler Energienetze, die unzuverlässig und finanziell fragil sind. Viele Energieversorger leiden unter Missmanagement und Ineffizienz. Ein Mangel an Rechenschaftspflicht und Transparenz nährt Korruption. Das sind ernste und anhaltende Probleme.“ Immerhin erlebten dreißig Länder in Afrika regelmässige Stromausfälle, was ihren Volkswirtschaften im Durchschnitt 2 Prozent ihres BIP und bis zu 5 Prozent in einigen Fällen koste. Die Verluste bei der Stromübertragung und -verteilung lägen weit über dem Weltdurchschnitt von 7 Prozent. Korruption, Missmanagement, Diebstahl und Vandalismus verschärften darüber hinaus die Situation. Besonders der Stromdiebstahl von großen Organisationen, die namentlich Teil der Regierung sind einschließlich die Streitkräfte in einigen Ländern, sei ein großes Problem auf dem ganzen Kontinent.

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