Start Erneuerbare Energien Bedingungen für Windparks am Regelleistungsmarkt

Bedingungen für Windparks am Regelleistungsmarkt

571
0
Windenergie kommt an den Regellesitungsmarkt. Die Bedingungen hierzu sind jetzt veröffentlicht.
Bildquelle: 50Hertz

„50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben Rahmenbedingungen entwickelt, damit Windparks Regelleistung für die Stabilisierung des Stromnetzes bereitstellen können“, teilten die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber am 17. Dezember 2015 mit. Diese beschreiben, welche Anforderungen Windparks erfüllen müssen, um für die Bereitstellung von Minutenreserveleistung präqualifiziert zu werden und gelten zunähst für eine Pilotphase. Veröffentlicht haben die Übertragungsnetzbetreiber die Rahmenbedingungen im Leitfaden zur Präqualifikation von Windenergieanlagen zur Erbringung von Minutenreserveleistung im Rahmen einer Pilotphase auf ihrer gemeinsamen Webseite www.regelleistung.net. In der Pilotphase soll die Erbringung von Regelleistung durch Windkraftanlagen getestet und untersucht werden. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse sind zur Weiterentwicklung der Präqualifikationsbedingungen für Windparks bestimmt.

Bedingungen für die Energiewende wichtig

Für die Übertragungsnetzbetreiber sind die Rahmenbedingungen für Windparks ein weiterer Schritt auf dem Weg zur stärkeren Systemintegration der erneuerbaren Energien. Denn Regelleistung zur Stabilisierung der Stromnetze und damit der Stromversorgung werde bislang vor allem von konventionellen Kraftwerken bereitgestellt. Doch mit wachsendem Anteil der erneuerbaren Energien müssten diese an der Stromerzeugung eine stärkere Verantwortung übernehmen, so dass mittel- bis langfristig immer weniger Regelleistung durch konventionelle Kraftwerke vorgehalten werden müsse. Dabei habe gerade die Einbindung der Windparks angesichts der hohen installierten Leistung der Windenergie eine sehr große Bedeutung für die Energiewende.

Bedingungen im Gemeinschaftsprojekt entwickelt

Die Bedingungen zur Präqualifizierung zur Minutenreserve aus Windkraft, die die Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichten, basierten auf der Zusammenarbeit von Anlagenhersteller, Vermarkter, Betreiber, IT-Entwickler und Übertragungsnetzbetreiber, informierte die deutsche Tochter des norwegischen Energieerzeugers Statkraft. In einem interdisziplinären Projekt in der 50Hertz-Regelzone übersetzten Mitarbeiter von energy & meteo systems, ENERCON, WIND-projekt und Statkraft die technischen Anforderungen in ein wirtschaftliches Verfahren. Zwei Jahre lang arbeiteten die Projektpartner daran, die theoretischen Annahmen in die Praxis umzusetzen. Hierzu führten sie in einem Windparkpool, der aus fünf Einzelparks besteht, Feldtests durch und erbrachten Nachweisführungen und Erbringungskonzepte. Es geht um die Erbringung von negativer Minutenregelleistung, bei der im Windparkpool die Erzeugungsleistung innerhalb von 15 Minuten abregelt wird, wenn der Stromverbrauch unter den eingespeisten Strommengen liegt. Der Windparkpool befindet sich regional über die 50Hertz-Regelzone verteilt und weist in Summe eine installierte Leistung von rund 170 Megawatt auf. Statkraft geht davon aus, nach der abgeschlossenen Präqualifizierung Anfang 2016 aus diesem Windparkpool des Betreibers WIND-projekt Regelleistung anbieten zu können.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here