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Big-Data für die Energiewelt von morgen

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Siemens ermöglicht Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreibern einen tieferen Einblick in ihre Smart-Grid-Daten. Dazu hat Siemens EnergyIP Analytics, eine Applikation, die auf seiner hochskalierbaren Smart-Grid-Applikationsplattform EnergyIP läuft, um eine Big-Data-Option erweitert.
Quelle: Siemens

Zur E-World energy & water in Essen vom 16. bis 18. Februar hat der deutsche Technologiekonzern Siemens wegweisende Neuheiten vorgelegt, in denen Datenlösungen für optimierte Prozesse in der Energieweit von morgen sorgen können. So hat Siemens EnergyIP Analytics, eine Applikation, die auf seiner hochskalierbaren Smart-Grid-Applikationsplattform EnergyIP läuft, um eine Big-Data-Option erweitert. Dadurch erhalten Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber einen tieferen Einblick in ihre Smart-Grid-Daten. Jetzt verfügt die Analytics-Anwendung über verschiedene Big-Data-Optionen, um bei der Administration von Smart Meter Gateways und der Messdatenverarbeitung für externe Marktteilnehmer auf dem deutschen Markt datenintensive Prozesse durchzuführen. Dabei werden komplexe Datenmuster zur Identifikation von Energiediebstahl ebenso analysiert wie gefährdete oder überlastete Geräte und Anlage im Verteilnetz identifiziert sowie Lastprognosen für verschiedene Ebenen im Verteilnetz auf der Basis feingranulärer Zählerraten erstellt.

Noch mehr als Big-Data

Nicht nur die neue Big-Data-Option erweitert das Anwendungsspektrum der Smart-Grid-Applikationsplattform EnergyIP des Unternehmens. Hinzu gekommen ist auf der Plattform das dezentrale Energiemanagementsystem DEMS von Siemens. Damit können Energieversorger, Netzbetreiber und Stadtwerke ein virtuelles Kraftwerk einer neuen Generation aufbauen. Solch ein virtuelles Kraftwerk plant, optimiert, vermarktet und steuert zentral nicht nur wie bisher, dezentrale Stromerzeugungsanlagen an, sondern auch in Kombination thermische Kraftwerksanlagen. Der Zusammenschluss von thermischen Anlagen mit verteilten erneuerbaren Energiequellen und flexiblen Erzeugern, Lasten und Speichern bietet zusätzliche Vermarktungschancen bei schwankenden Preisen auf dem Intraday-Markt oder den Regelenergiemärkten. Intelligente Last- und Preisprognosen und verbesserte Demand-Response-Funktionen ermöglichen die Vorhersage und Anpassung der angeschlossenen Anlagen, um kurzfristig etwa bei Handel, Regelenergie und Verteilnetz einzugreifen. Außerdem lassen sich neue Dienstleistungen als „Utility 4.0“ anbieten, indem heute einzelne Prozessschritte neu geordnet oder unwichtige Teile ausgegliedert werden.

Smart Grid im virtuellen Kraftwerk vereint

Mit dem dezentralen Energiemanagementsystem DEMS auf EnergyIP können Energieversorger, Netzbetreiber und Stadtwerke nicht ein virtuelles Kraftwerk der neuen Generation einrichten, sondern diese Software als Datendrehscheibe und Plattform für Smart-Grid-Applikationen einsetzen, da EnergyIP die Integration aller beteiligten Systeme von der Smart-Meter-Infrastruktur bis zum unternehmensweiten ERP-System unterstützt und dazu Zählerdaten in relevante Informationen für den Betrieb des Versorgers und dessen Kunden umwandelt. „Die Smart-Grid-Applikationsplattform sammelt, verarbeitet und verknüpft Verbrauchsdaten mit Informationen aus unterschiedlichen Bereichen eines Energieversorgers und stellt sie einer Vielzahl von Applikationen zur Verfügung wie EnergyIP Analytics, Outage-Management, Asset-Optimierung, Lastmanagement sowie Kundenmanagement- und -informationssystemen“, so Siemens zur EnergyIP mit den neu integrierten Funktionen Big-Data und DEMS.

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