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Blockchain-Technologie auf dem Vormarsch

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Quelle: Münchner Kreis

Nach einer Umfrage der European School of Management and Technology ESMT und des Startups Grid Singularcity befindet sich die Blockchain-Technologie im Energiesektor auf dem Vormarsch. Diese Technologie nutzt laut ESMT für Transaktionen eine stetig erweiterbare Liste von Datensätzen, die mithilfe kryptographischer Verfahren verbunden sind. An der Befragung konnten sich über 500 Teilnehmer bei EventHorizon 2017, einer globalen Konferenz zum Thema Blockchain im Energiebereich, beteiligen. Über die Befragungsergebnisse informierte die Berliner internationale, forschungsorientierte Wirtschaftshochschule am 5. Dezember 2017. „Die Umfrage zeigt, dass die Blockchain-Technologie viel Potential birgt und einen signifikanten Beitrag für die Digitalisierung und Dezentralisierung des Energiemarktes leisten kann“, ist Christoph Burger, Forscher der ESMT überzeugt.

Regulator als Zertifikator

Etwa 80 Prozent der Befragten erwarteten, dass Blockchain-basierte Geschäftsmodelle in den nächsten ein bis drei Jahren realisiert werden. Dabei könnten die Prozesskosten zwischen 20 und 60 Prozent reduziert werden könnten. Mehr als die Hälfte hielten durch die Blockchain-Technologie auch gesenkte Netzkosten für möglich. Der Anteil des Peer-to-Peer-Handels werde mit weniger als 20 Prozent erwartet. Zudem sehen die Befragten den Regulator hauptsächlich in der Rolle als Zertifikator von Smart Contacts. „Die nächsten Jahre werden zeigen, ob das Potential unter- oder überschätzt wird und inwiefern zusätzliche Regulierung nötig oder vermeidbar ist“, so Burger zu den Zukunftsaussichten.

Blockchain-Technologie gekommen, um zu bleiben

Die Blockchain-Technologie erlangte besonders durch die jüngsten Kursrekorde der Kryptowährung Bitcoin große Aufmerksamkeit. So bewegt sich der Umrechnungskurs aktuell im fünfstelligen Bereich. Da Blockchain neben dem Finanzsektor auch eine Vielzahl von anderen Branchen revolutionieren kann, widmete sich der MÜNCHNER KREIS dieser Technologieauf einer Fachkonferenz im November 2017. Hier beleuchteten Referenten aus unterschiedlichsten Industrien, aus Start-ups, der Wissenschaft und der Gesetzgebung das Thema, stellten Anwendungsbeispiel aus der Praxis vor und verwiesen auf das disruptive Potenzial dieser Technologie, die viel mehr als nur Bitcoin sei. Einig zeigten sich die Konferenzteilnehmer, dass die Blockchain-Technologie gekommen ist, um zu bleiben, aber dennoch kein Allheilmittel ist und ihre Anwendung wohl überlegt sein sollte.

Zwischen Begeisterung und gedämpften Erwartungen

„Da sich Deutschland momentan noch im Blockchain-Winterschlaf befindet, wollten wir mit dieser Konferenz einen Weckruf starten. Die Erforschung von Use Cases, der Austausch von Erfahrungen und das Dazulernen sollen die Müdigkeit vertreiben“, sagte der Vorsitzende des Forschungsausschusses des MÜNCHNER KREIS Prof. Helmut Krcmar. Der Hype um Blockchain wird in echte Begeisterung für die Technologie umschlagen und das Jahr 2018 zum Blockchain-Jahr werden lassen, ist sich Krcmar sicher. „Die Erwartungen an die Blockchain-Technologie sind immens“, erklärte der Gründer der Blockchain Summer School an der IT-Universität Kopenhagen Prof. Roman Beck in seiner Keynote. „Mithilfe der Blockchain-Technologie können einige Probleme gelöst werden, nichtsdestotrotz ist die Technologie weit davon entfernt perfekt zu sein“, dämpfte er die Erwartungen. Anwendungsbeispiele aus der Praxis reichen vom Stromhandel unter Nachbarn bis hin zu täglich mehreren Tausend Kauf-Transaktionen im Supermarkt eines Flüchtlingscamps in Jordanien. Die Datarella GmbH führt dieses Blockchain-Pilotprojekt im Flüchtlingscamp in Kooperation mit dem World Food Programme (WFP) durch.

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