Start China China und Russland vertiefen Gasallianz

China und Russland vertiefen Gasallianz

Gazprom ebnet Weg über das Altargebirge

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Bildquelle: Gazprom

Im russischen Fernsehen sprach der Chef des russischen Gaskonzerns Gazprom Alexej Miller am 8. Mai über Verhandlungsfortschritte mit den chinesischen Partnern und verwies auf ein neues Abkommen, das die grundlegenden Bedingungen für Gaslieferungen über das Altaigebirge nach Westchina regelt. Noch im letzten November hatten sein Unternehmen und die Chinesische Nationale Ölgesellschaft CNPC ein Rahmenabkommen  hierzu geschlossen. „Das Abkommen“, das er und der Vizepräsident der CNPC Wang Dongjin heute unterzeichnet haben, „wird faktisch Teil des künftigen Vertrages sein“, erklärte Miller weiter. Es enthalte mehr als 10 Artikel, die juristischen Charakter hätten. Sie legten den Lieferumfang auf 30 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr und die Vertragslaufzeit auf 30 Jahre fest. Dafür soll ein erster Leitungsstrang durch den Naturschutzpark der goldenen Berge des Altai verlegt werden. Ein zweiter und dritter Strang kann Millers Worten nach folgen, so dass sich die Transportkapazität auf bis zu 100 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr erhöht. Einen Gaspreis für die Lieferungen nach Westchina nannte Miller im Fernsehinterview nicht. Darüber hinaus vereinbarten Miller und Dongjin  ein neues Abkommen zur strategischen Zusammenarbeit, da das alte zehnjährige Kooperationsabkommen im letzten Jahr ausgelaufen ist.

Kraft Sibiriens für China auf Kurs

Der Anschluss Chinas an die westsibirischen Gasquellen habe keinen Einfluss auf den Bau der Gasleitung Kraft Sibiriens im Osten Russlands, bekräftigte Miller. Über Kraft Sibiriens soll China laut Liefervertrag vom Mai 2014 von ostsibirischen Feldern 38 Milliarden Kubikmeter im Jahr Gas erhalten. Die Laufzeit umfasst 30 Jahre und das Vertragsvolumen  beträgt 400 Milliarden US-Dollar, woraus sich ein rechnerischer Gaspreis von 350 US- Dollar je 1000 Kubikmeter Gas ergibt. Im September 2014 erfolgte der offizielle Baustart für die rund 4000 Kilometer lange Gasleitung, die von Jakutien und Irkutsk bis zur bestehenden Sachalin-Chabarowsk-Wladiwostok-Pipeline am Pazifik verlaufen soll. Auf ihrem Weg dahin wird sie den russisch-chinesischen Grenzort Blagoweshchensk passieren, der etwa 700 Kilometer von Chabarowsk entfernt liegt und als Gasübergabepunkt für China vorgesehen ist. Von der Insel Sachalin im Pazifik könnte Russland ebenso Gas dorthin liefern, sofern Kraft Sibirien dafür bereit steht. Auf der heutigen Pressekonferenz mit Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping bot der russische Präsident Wladimir Putin chinesischen Unternehmen an, sich an der Gasförderung vor Sachalin in der Tiefsee zu beteiligen.

 

 

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