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Einspeisung von Ökostrom mit neuer Bestmarke

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Im letzen Jahr erzielte die Einspeisung von Ökostrom eine neue Bestmarke, kam Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz auf der Bilanzpressekonferenz am 9. März 2020 in Berlin zum Schluss. Den Großteil der rund 60 Terawattstunden erzeugten dabei Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Insgesamt deckten die Erneuerbaren Energien im Jahresmittel zu 60 Prozent den Strombedarf in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

Zugleich seien Eingriffe in die Fahrweise von Anlagen seltener nötig gewesen. Beim sogenannten Engpassmanagement mittels Einspeisemanagement von Erneuerbaren-Energien-Anlagen und Redispatch mit konventionellen Kraftwerken konnte 50Hertz die Mengen von 4 Terawattstunden (2018) auf nur noch 2,5 Terawattstunden (2019) senken und somit die Kosten von 134 Millionen Euro (2018) auf 84 Millionen Euro (2019).

Mehr Einspeisung von Ökostrom im Nordosten Deutschlands

Nach dem Netzentwicklungsplan 2030 von 2019, den im letzten Dezember die Bundesnetzagentur (BNetzA) bestätigte, werden die drei nordöstlichen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt auch in Zukunft große Stromüberschüsse erzielen. Dies zeige, dass auch nach dem Beginn des Kohleausstiegs gut ausgebaute und sichere Stromnetze für steigenden Ökostrom in Nordostdeutschland benötigt werden.

„Der Nordosten Deutschlands entwickelt sich immer mehr zum “Grünen Kraftwerk” der Energiewende in Deutschland. Auch mit einem kontinuierlich steigenden Anteil von Wind- und Sonnenstrom im Netz haben wir die Kosten im Griff. Und für die Zeit nach dem Ausstieg aus der Stein- und Braunkohleverstromung stehen wir für die Sicherheit des Stromsystems und schaffen dafür die notwendigen Voraussetzungen“, sagte hierzu Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz.

Netzoptimierung und Künstliche Intelligenz

Bei Netzoptimierung, Verstärkung und Ausbau sieht sich 50Hertz unter den gegebenen gesetzgeberischen und planerischen Umständen auf gutem Weg. So gingen im vergangenen Jahr der Windparks Wikinger und Arkona (50Hertz-Projekt Ostwind 1) mit der Netzanbindung an das Umspannwerk Lubmin (Trassenlänge 92 km) offiziell in Betrieb. Außerdem verstärkte der ostdeutsche Übertragungsnetzbetreiber Leitungen und Umspannwerke u.a. durch neue Trafos und Masten. Auch Künstliche Intelligenz (KI) kämen im 50Hertz-Netz zum Einsatz. Damit könnten Netzverluste besser prognostiziert und in der Folge auch Kosten beim Stromeinkauf reduziert werden.

Große Investitionen geplant

Zur wirtschaftlichen Entwicklung fasste Marco Nix, Finanzgeschäftsführer von 50Hertz, zusammen: „Aufgrund unserer Zuverlässigkeit, Effizienz und stabilen Performance haben wir großes Vertrauen der Finanzmärkte in unsere Arbeit erworben. Wir haben unverändert hohe Investment Grade Ratings mit stabilem Ausblick und konnten uns bei den Ratings für die Nachhaltigkeitsperformances verbessern. Insofern packen wir die anstehenden großen Investitionen mit Optimismus an.“

Dementsprechend erzielte das Unternehmen 2019 ein Jahresergebnis in Höhe von 178 Millionen Euro (2018: 238 Millionen Euro) und rechnet im laufenden Jahr mit einer Steigerung der Investitionen um rund 40 Prozent. 2020 bis 2024 sind massive Investitionen in die Strominfrastruktur für die Energiewende geplant. Gegenüber dem Zeitraum 2015 bis 2019 sollen die Investitionen um 1,1 Milliarden Euro auf 4,2 Milliarden Euro ansteigen. Bis zu 60 Prozent des Investitionsprogramms sollen extern finanziert werden, wozu auch neue Finanzierungen erforderlich seien. Durch die Emission eines sogenannten Green Bonds plane demnach 50Hertz, im laufenden Jahr rund 750 Mio. Euro Fremdkapital aufzunehmen.

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