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Energienetze der Zukunft im Reallabor

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Bildquelle: Markus Breig / Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Wie Energienetze der Zukunft intelligent verknüpft werden können, erproben Forscher vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammen mit Projektpartnern der Helmholtz-Gemeinschaft, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie dem Forschungszentrum Jülich (FZJ). Mit ihrer neuen Infrastrukturplattform Energy Lab 2.0, die vom Bund und vom Land Baden-Württemberg gefördert wird, erforschen sie das komplexe Zusammenspiel der Komponenten künftiger Energiesysteme. In diesem  „Reallabor“ und auf dieser Simulationsplattform wollen die Forscher neue Ansätze zur Integration unterschiedlichster Technologien in das Energiesystem testen. Hier widmen sie sich auch der Fragestellung, wie unterschiedliche Speichertechnologien mit der Erzeugung und dem Verbrauch von Strom verknüpft werden können. Ebenso wichtig ist, wie das hierfür benötigte Informations- und Datennetz gestaltet werden muss. Die Verantwortlichen des Energy Lab 2.0 werden das Projekt am 1. Juni 2017 im Smart Renewable Energy Forum auf der Intersolar Europe in München vorstellen und dort Fachbesuchern Rede und Antwort stehen.

Energienetze im Anlagenverbund in Europa

„Die Veränderungen in der Energiewelt erfordern auch eine neue Netzarchitektur und informationstechnische Ansätze, um die verschiedenen Akteure intelligent verknüpfen und steuern zu können. Mit dem Energy Lab 2.0 werden wir diese Fragestellungen in den kommenden Jahren umfassend untersuchen. Die Intersolar Europe ist für uns eine tolle Möglichkeit, das Projekt dem Fachpublikum vorzustellen und Impulse zu geben, wie wir die Rahmenbedingungen gestalten können“, erklärt Projektleiter Professor Dr.-Ing. Roland Dittmeyer vom Institut für Mikroverfahrenstechnik am KIT gegenüber dem Messeveranstalter im April 2017. Herzstück des Energy Lab 2.0 ist laut Projektpartner das „Smart Energy System Simulation and Control Center“. Hier liefen die Daten aus dem Anlagenverbund zusammen, werden analysiert, gespeichert und für Simulationen genutzt. Erstmals seien dafür in Europa größere Versuchsanlagen zur Erzeugung erneuerbarer elektrischer Energie, zur Speicherung und Umwandlung in Gas, Kraftstoffe und Wärme sowie zur Rückverstromung chemischer Energieträger in einem Anlagenverbund miteinander vernetzt.

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