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Erdgas wichtig zur Energieversorgung

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Quelle: www.bmwi.de

„Der Dialogprozess Gas 2030 hat gezeigt, dass Erdgas noch für viele Jahre ein wichtiger Bestandteil unseres Energieversorgungssystems bleiben wird“, erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, als er jüngst im Oktober in Berlin Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus dem Dialogprozess Gas 2030 vorstellte. Den Dialog hatten Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft auf Initiative seines Ministeriums im Dezember 2018 aufgenommen, um gemeinsam die zukünftige Rolle gasförmiger Energieträger bis 2030 zu diskutieren. 

Erdgas stößt weniger Schadstoff aus

Aus dem Hintergrundpapier zum Dialogprozess Gas2030 von der Deutschen Energieagentur dena geht hervor, dass die Treibhausgaswirkung von Erdgas je nach Herkunft und Gewinnungsart unterschiedlich sei. Grund dafür seien Methanemissionen beim Upstream, was die folgende Grafik auf Seite 18 zeige

Quelle: dena

Außerdem schneide Erdgas hinsichtlich der Emission von anderen Luftschadstoffen im Vergleich zu anderen fossilen Brennstoffen erheblich besser ab.

Ausstieg aus Erdgas gefordert

Laut Ergebnisbericht verzichtete die Bundesregierung in ihrem Energiekonzept 2010/2011 dennoch bewusst auf eine Entscheidung, welche fossilen Energieträger zukünftig welchen Beitrag zur Energieversorgung leisten sollten. Neben dem geplanten Atom- und Kohleausstieg gebe es im politischen Raum auch Forderungen nach einem baldigen Ausstieg aus Erdgas. Ein solcher Schritt hätte nicht nur enorme Risiken für den Industriestandort Deutschland, sondern auch für die Sicherheit der Energieversorgung insgesamt. Dies zeigten Daten zum Energieverbrauch: Vom gesamten Energieverbrauch mit rund 2.500 Terrawattstunden (TWh) pro Jahr entfielen ca. 600 TWh auf den Sektor Energiewirtschaft (v. a. Strom), etwa 700 TWh auf den Verkehrssektor und ca. 1.200 TWh auf Anwendungen in Gebäuden und in der Industrie (v. a. Wärme). Wind und Sonne lieferten zur Stromerzeugung derzeit etwa 180 TWh pro Jahr. Mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen allein ließe sich die Energiewende nicht schaffen.

Infrastruktur für Erdgas vorm Wandel

Gasnetz und Gasspeicher seien essentielle Elemente der europäischen und deutschen Energieversorgung, heißt es im Bericht. Bis 2030 und auch darüber hinaus werde die Gasinfrastruktur eine wichtige Rolle für die Energieversorgungssicherheit und die Deckung der Gasnachfrage spielen. Ausbau und Weiterentwicklung seien daher nötig. In Ausbauplänen zum Fernleitungsnetz in Deutschland und auf europäischer Ebene müssten sich verändernde Transportaufkommen und stärker diversifizierte Lieferstrukturen inklusive Importe von Flüssigerdgas LNG berücksichtigt werden. Gleichzeitig werde mit der Dekarbonisierung der Gasversorgung und damit steigenden Anteilen CO2-freier und CO2-neutraler Gase, darunter insbesondere Wasserstoff, ein Aus- oder Umbau der Infrastruktur notwendig, sowohl auf Fernleitungs- als auch auf Verteilnetzebene.

Wasserstoff als Schlüsselrohstoff

„Aber wenn wir unsere ambitionierten langfristigen Klimaziele erreichen wollen, muss der verbleibende Gasbedarf zunehmend durch CO2-freie beziehungsweise CO2-neutrale gasförmige Energieträger ersetzt werden“, betonte Altmaier. In Wasserstoff sieht er einen Schlüsselrohstoff, der unverzichtbar für die erfolgreiche Dekarbonisierung der Volkswirtschaft in Deutschland und vielen anderen Ländern werden wird. „Die Zeit für Wasserstoff und die dafür nötigen Technologien ist reif. Sie bieten auch enorme industriepolitische Potenziale und können damit neue Arbeitsplätze schaffen. Deshalb müssen wir bereits heute die Weichen dafür stellen, dass Deutschland bei Wasserstofftechnologien die Nummer 1 in der Welt wird“, so der Bundesminister. „Die Bundesregierung wird daher bis Ende des Jahres eine Wasserstoffstrategie beschließen, mit der wir die Rahmenbedingungen schaffen, die es der Wirtschaft ermöglichen, ihre industriellen Potenziale weiter zu entwickeln.“

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