Lieber Internet als Heizung und Warmwasser

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    E.ON
    Heizungsstudie Herbst 2018

    Rund ein Viertel der Deutschen würde lieber frieren als auf das Internet zu verzichten, zeigt eine aktuelle repräsentative Heizungsstudie vom Energieversorger E.ON zum Start in die Heizsaison. 23 Prozent der Befragten würden demnach lieber kalt duschen und wohnen als offline zu sein. „Noch höher ist der Wert bei den 18 bis 29-Jährigen: Ganze 34 Prozent – und demnach mehr als jeder Dritte in der Altersgruppe – würde lieber die Heizung abdrehen als die Internetverbindung zu kappen“, informierte E.ON zur Studie im Oktober 2018. Im Bundesländervergleich kämen die Sachsen-Anhalter mit 29 Prozent diesem Wert am nächsten. Den höchsten Stellenwert nehme die Heizung noch im hohen Norden ein: „Nur rund jeder fünfte Schleswig-Holsteiner würde zu Gunsten des Internets auf seine Heizung verzichten (21 Prozent).“

    Wenig Wissen zur Heizung

    Darüber hinaus weiß mehr als jeder zweite Befragte in der Studie nicht, wie viel er für Heizung und Warmwasser zahlt, obgleich 78 Prozent angeben, dass die Nebenkosten eine wichtige oder sehr zentrale Rolle bei der Wahl einer Immobilie spielen. „Das lässt darauf schließen, dass sich viele Deutsche nur einmal – etwa beim Umzug – mit ihrer Heizung beschäftigen“, stellt Jonas Prudlo fest, Senior Vice President Solutions bei E.ON. „Dabei lohnt es sich, regelmäßig einen Blick auf die Abrechnung zu werfen. Denn die Modernisierung einer alten Heizungsanlage birgt ein Einsparpotenzial von bis zu 30 Prozent“, so Prudlo. Das Einsparpotenzial dürfte weit höher sein als viele denken. 93 Prozent unterschätzen den Anteil von Heizung und Warmwasser am Gesamtenergieverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts. Dieser setzt sich zu drei Vierteln aus Heizung und Warmwasser und zu einem Viertel aus Strom zusammen. Für Privathaushalte sollte die Energiewende demnach vor allem eine Wärmewende sein. Dieses fehlende Bewusstsein könnte auch einer der Gründe für den Sanierungsstau in Deutschland sein. Denn aktuell sind in rund zwölf Millionen Immobilien noch immer mehr als 20 Jahre alte Heizanlagen im Einsatz.

    Umweltschutz beim Heizungskauf Nebensache

    61 Prozent achten im Alltag laut Studie darauf, der Umwelt zuliebe so wenig wie möglich zu heizen. Jedoch spiele die Umweltverträglichkeit beim Kauf einer Heizungsanlage nur für 16 Prozent die wichtigste Rolle, obwohl 83 Prozent von sich sagen, der Umweltschutz sei ihnen generell wichtigoder sehr wichtig. Bei der Auswahl einer neuen Immobilie sei es nur 28 Prozent besonders wichtig wählen zu können, ob sie mit Öl, Strom, Erdgas oder Holz heizen. Dabei könnten moderne, umweltfreundliche Heizungsarten wie etwa die Wärmepumpe gegenüber veralteten, herkömmlichen Ölheizungen jährlich tonnenweise CO2 und gleichzeitig bares Geld einsparen. Die repräsentative Heizungsstudie führte E.ON im Herbst 2018 zusammen mit Statista durch. Dazu befragten die beiden Unternehmen online 3.997 Teilnehmer.

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