Start Afrika Mehr Kernkraftwerke in Afrika geplant

Mehr Kernkraftwerke in Afrika geplant

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Bildquelle: TEN

Kernkraftwerke sind auf dem afkrikanischen Kontinent als Option im Gespräch, um Energieengpässe zu beseitigen. Insbesondere Kenia will hiervon Gebrauch machen. Dementsprechend plant das ostafrikanische Land, ab 2022 das erste Kernkraftwerk über einen Fünfjahreszeitraum zu einem Kostenumfang von geschätzt 5 Milliarden US-Dollar zu errichten. Eine Reihe von Staaten darunter China, Südkorea, Russland und die Slowakei signalisierten Bereitschaft, Kenia darin zu unterstützen. Nun ist jüngst Frankreich hinzu gekommen. „Wir haben unsere Bereitschaft zum Bau der Anlagen zum Ausdruck gebracht. Unsere Unterstützung umfasst alles von Fachwissen bis hin zur Finanzierung“, sagte der französische Wirtschafts- und Finanzminister Michel Sapin auf seinem zweitägigen Besuch in Kenia im Februar 2017. Südafrika ist derzeit das einzige Land auf dem afrikanischen Kontinent, dass Strom aus Kernenergie nutzt.

Vier Kernkraftwerke in Kenia

Wenige Tage nach Sapins Keniabesuch ereignete sich im Kernkraftwerk Flamanville in der Normandie am Ärmelkanal eine Explosion. Da diese außerhalb des atomaren Bereichs stattfand, habe ein Verstrahlungsrisiko nicht bestanden, hieß es laut Medien von französischen Behörden. Fünf Menschen hätten Vergiftungen erlitten. Auch wenn der Störfall offensichtlich keine Katastrophe wie Fukushima in Japan oder Tschernobyl in der Ukraine zur Folge hatte, zeigt er dennoch, welche großen technischen Herausforderungen die Kernkraft aufbietet. In Kenia scheinen sich die Verantwortlichen indes einig zu sein, dass Kernkraftwerke eine gute Option sind, die Energieengpässe im Land in den Griff zu bekommen. Der kenianische Kernkraftwerksausschuss Kenya Nuclear Electricity Board plane den Bau von mindestens vier Nuklearanlagen mit einer Gesamtleistung von 4000 Megawatt, berichtete Kenias Daily Nation am 8. Februar 2017 aus Anlass von Sapins Besuch im Land. Als Standorte mit ausreichend Kühlwasser für die Reaktoren seien der Turkanasee, der indische Ozean und der Victoriasee im Gespräch.

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