Start Gas Miller erwartet mehr Export nach Europa

Miller erwartet mehr Export nach Europa

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Miller erläutert Exportperspektiven in Europa
Bildquelle: Gazprom

Auf einer Energiekonferenz in der serbischen Hauptstadt Belgrad zieht der Chef des russischen Gaslieferanten Gazprom Alexej Miller aus dem Exportgeschäft für Europa positive Bilanz. Gaslieferungen nach Europa fielen im Mai 2015 über 5 Prozent höher aus als im Mai des Vorjahres. Im letzten Jahr habe sein Unternehmen auf dem europäischen Markt einen Anteil von 30 Prozent erreicht. Hier rechnet Miller mit weiteren Wachstum. 2014 exportierte Gazprom nach Angaben im Quartalsbericht 147 Milliarden Kubikmeter Gas. Im ersten Quartal 2015 lagen sie ein Fünftel unter dem Niveau des vergleichbaren Quartals 2014. Ungeachtet dessen rechnet Miller mit steigenden Exporten nach Europa. Zum einen habe sich der Verbrauch von Flüssigerdgas LNG in Europa seit 2010 von 30 auf 18 Prozent verringert, so dass LNG in den nächsten Jahrzehnten auf dem europäischen Gasmarkt kaum eine Rolle spielen werde. Zum anderen rechnet Miller damit, dass bis 2030 der Gaseinsatz in der Stromerzeugung in Europa 12 Prozent steigen werde, weil Kohle neubewertet werde.

Miller macht die Rechnung auf

Neue Gasleitungsprojekte hält der Gazprom-Chef ebenfalls insgesamt für positiv, nur dass er den Ostring von der Slowakei zur Verbindung der südosteuropäischen Nachbarstaaten für nicht so perspektivenreich hält wie die Tranasadriatische Gasleitung TAP. Vom einstigen Großabnehmer Ukraine fordert Gazprom Millers Worten nach für den Zeitraum Januar bis Oktober 2014 Strafzahlungen für vertraglich nicht abgenommene Gasmengen in Höhe von 8,2 Milliarden US-Dollar. Die Gesamtsumme belaufe sich hier von 2014 bis heute auf 29,5 Milliarden US-Dollar.

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