Start Gas Neue Gaspläne auf der Halbinsel Jamal

Neue Gaspläne auf der Halbinsel Jamal

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Gazprom will auf Jamal die Förderung ausbauen.
Quelle Gazprom

Nach der Lagerstätte Bowanenkowskoje will sich der russische Gasmarktführer Gazprom auf der Jamal-Halbinsel weiter nördlich am Obbusen nun die Erschließung der Tambejskij-Gruppe vornehmen und holte sich dafür das russische Unternehmen RusGazDobytscha als Partner ins Boot. Beide Unternehmen unterzeichneten eine dementsprechende Absichtserklärung, teilte Gazprom am 5. Mai 2017 mit. Die Vorkommen im Tambej-Gebiet besteht aus sechs Lagerstätten. Erschließt der russische Gasproduzent Novatek die Lagerstätten Süd-Tambejskoje und Sjadorskoje, verfügt der Gazprom-Konzern über die Lizenzen für Nord-Tambejskoje, West-Tambejskoje, Tassijskoje und Malyginskoje. Die Arbeiten dort starteten 2008, berichtete Alexej Miller Präsident Wladimir Putin im Kreml-Gespräch am Vortag. Komplexe Erkundungsarbeiten der letzten Jahre zeigten, dass die Vorkommen der Tambejskij-Gruppe über 4,1 Milliarden Kubikmeter mehr Gas und somit 6,7 Milliarden Kubikmeter Gas verfügten.

LNG aus dem Tambej-Gebiet

Die Vorräte von Bowanenkowskoje umfassen 4900 Milliarden Kubikmeter Gas. 90 Milliarden Kubikmeter Gas können hier aktuell aus zwei Gasfeldern im Jahr gefördert werden. Der Umfang soll langfristig auf 140 Milliarden Kubikmeter ansteigen. Insgesamt rechnet Gazprom mit einem jährlichen Förderumfang von bis zu 360 Milliarden Kubikmeter Gas auf Jamal. Insofern sind die neuen Zahlen für die Vorkommen der Tambejskij-Gruppe, die Miller nannte, vielversprechend. Novatek will seine Gasressourcen nutzen, um sie im geplanten Jamal-LNG-Werk zu verflüssigen und vom Hafen Sabetta aus zu verschiffen. Drei Produktionslinien mit einer Jahreskapazität von 16,5 Millionen Tonnen in Summe sind geplant. Die erste Linie soll noch in diesem Jahr die Produktion aufnehmen. 87 Prozent waren Ende 2016 fertig gestellt. An Jamal-LNG hält Novatek mit 50,1 Prozent die Mehrheit. Je 20 Prozent entfallen auf Frankreichs Total und Chinas Nationale Ölgesellschaft CNPC. Die restlichen 9,9 Prozent hat der chinesische Seidenstraßen-Fonds inne. Für seine LNG-Pläne benötigt Novatek jedoch mehr Gas als aus seinen zwei Gaslagerstätten im Tambej-Gebiet bei Sabetta und strebt daher eine Verständigung mit Gazprom an.

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