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Neuer Megawatt-Containerspeicher

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Quelle: Tesvolt

Der Hersteller von Stromspeichern für Gewerbe und Industrie Tesvolt stellt auf der diesjährigen Electrical Energy Storage EES in München erstmals seinen Megawatt-Containerspeicher TPS 2.0 vor. „Weiterentwickelte Batteriemodule und technische Innovationen sorgen für maximale Wirtschaftlichkeit des Lithium-Hochvoltspeichers, so dass er rund 40 Prozent preisgünstiger ist als sein Vorläufermodell. Der 4,4 MWh-Container ist für jeden Anwendungszweck geeignet und kann überall auf der Welt aufgestellt werden, da er Temperaturen zwischen -40 bis +55° Celsius standhält. Der TPS 2.0 ist schwarzstartfähig, KI ready und kann aus der Ferne gewartet werden“, teilte hierzu Tesvolt im April 2019 mit.

Mehr Leistung für Containerspeicher

„Wir wollen bezahlbare Energie überall auf der Welt ermöglichen. Preisgünstige und dennoch sehr leistungsfähige Batteriespeicher sind dafür eine wichtige Voraussetzung“, erklärt Daniel Hannemann, der Tesvolt vor fünf Jahren zusammen mit Simon Schandert gegründet hat. „Das ist für uns ständige Motivation, unsere Speichersysteme weiter zu optimieren.“ Der Containerspeicher verfüge über doppelt so viel Leistung pro Kubikmeter wie sein Vorläufermodell. Möglich machten dies weiterentwickelte Batteriemodule von Samsung SDI. Dazu steigere ein innovatives Thermomanagement die Leistung und Wirtschaftlichkeit. „Im Vergleich zu ähnlichen Großspeichern spart der TPS 2.0 rund 35 Prozent der Betriebskosten ein.“ Der TPS 2.0 eigne sich für die Erhöhung des Eigenverbrauchs ebenso wie für die Kappung teurer Lastspitzen, Netzdienstleistungen, Ersatzstromversorgung oder die Nutzung an netzfernen Standorten.

Erste Gigafactory in Europa

Aktuell baut Tesvolt in Wittenberg Europas erste Gigafactory für Batteriespeichersysteme. Hier entsteht eine Fertigung für Lithiumspeicher mit einer jährlichen Produktionskapazität von über einer Gigawattstunde. Auf Basis von Innovationen im Produktionsprozess sollen Speicher flexibel und effizient in Serie gefertigt werden können. Die millionenschwere Investition in die Gigafactory finanziert Tesvolt eigenen Angaben nach ohne Fördermittelunterstützung. Lediglich die Fertigungslinien fördere die EU zu rund zehn Prozent. Die neue Fertigung, Lager und Büros sollen zu 100 Prozent mit Solarenergie versorgt werden. Dementsprechend soll eine Photovoltaikanlage mit 200 Kilowatt Peak Leistung den Strom erzeugen. Den überschüssigen Strom speichern indessen werkseigene Tesvolt Batterien mit einer Kapazität von 350 kWh. Auch für den Heizungsbetrieb will Tesvolt den Solarstrom nutzen.

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