Start Afrika Ostafrikazentrum in Äthiopien eröffnet

Ostafrikazentrum in Äthiopien eröffnet

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Symbolische Schlüsselübergabe für den neuen Voith Hydro East Africa Hub in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba. Auf dem Bild (v.l.n.r.): Mark Claessen; Geschäftsführer Voith Hydro East Africa; Dr. Frehiwot Woldehanna, Staatsenergieminister in Äthiopien; Brita Wagener, Deutsche Botschafterin in Äthiopien; Heike Bergmann, Senior Vice President Sales Africa; Uwe Wehnhardt, Vorsitzender der Voith Hydro Geschäftsführung und Mitglied der Konzerngeschäftsführung

Der Technologiekonzern Voith eröffnete am 11. Mai 2018 in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba sein Ostafrikazentrum und „unterstreicht damit seinen aktiven Beitrag bei der Entwicklung der Stromproduktion aus Wasserkraft in Ostafrika“, teilte das Unternehmen mit. Vom neuen Standort aus will Voith ab sofort seine Projekte in neun Ländern im Osten des Kontinents planen und koordinieren. Dazu gehören Schulungsmaßnahmen, um das umfassende Know-how des Unternehmens im Bereich Wasserkraft an lokale Experten weiterzugeben An der Eröffnungsfeier nahmen neben Äthiopiens Staatsenergieminister Dr. Frehiwot Woldehanna die Deutsche Botschafterin in Äthiopien Brita Wagener und Uwe Wehnhardt, Vorsitzender der Voith Hydro Geschäftsführung und Mitglied der Konzerngeschäftsführung sowie zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Politik teil.

Gründe für Äthiopien als Standort

„Gute Marktbedingungen und die Nähe zu unseren Kunden und Partnern machen Äthiopien neben dem Wasserkraftmarktpotenzial und der beeindruckenden wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre zu einer idealen Basis für unseren neuen Standort in Äthiopien“, erklärt Uwe Wehnhardt. So verfügt das Land über ein Wasserkraftpotenzial von 45.000 Megawatt. Seit 2011 stärkt Äthiopien den Ausbau erneuerbarer Energien und will mittelfristig Energie-Hub für Ostafrika werden. „Durch die langjährige Tradition von Wasserkraftprojekten in Äthiopien gibt es im Land eine Vielzahl von gut ausgebildeten Experten. Einige davon unterstützen uns nun in unserem neuen East Africa Hub“, so Wehnhardt. Auch die guten logistischen Voraussetzungen sprächen für Äthiopien. Alle betreuten Länder Ägypten, Kenia, Sudan, Süd-Sudan, Ruanda, Tansania, Uganda und Sambia ließen sich in wenigen Stunden mit Direktflügen erreichen.

Wasserkraftwerke mit Voith-Technik

Äthiopische Wasserkraftwerke mit Voith-Technik versorgen heute bis zu 900.000 Haushalte des Landes mit Ökostrom. Das Wasserkraftwerk Gilgel Gibe I ging 2004 ans Netz. Seine drei Francis-Turbinen von Voith weisen eine Kapazität von mehr als 180 Megawatt auf, die ausreicht, um über 120.000 Haushalte in der ländlich geprägten Oromia-Region rund 260 Kilometer südwestlich von Addis Abeba mit Strom zu versorgen. Für das Wasserkraftwerk Gilgel Gibe II lieferte Voith vier Pelton-Turbinen und Generatoren sowie die elektromechanische Kraftwerksausrüstung. Zudem schulte der Technologiekonzern das Kraftwerkspersonal. Bevor Gilgel Gibe II ans Netz ging, hatten nur 15 Prozent der äthiopischen Dörfer elektrischen Strom. Heute sind die Hälfte aller ländlichen Siedlungen an das Stromnetz angeschlossen.

Zahlreiche Kraftwerksprojekte

Zahlreiche weitere Wasserkraftprojekte befinden sich in Äthiopien im Bau. In den kommenden Jahren erhöhen sie den Umfang der installierten Leistung um weitere 1.500 Megawatt und Voiths Anteil an der Stromproduktion aus Wasserkraft in Äthiopien auf rund neun Prozent der gesamten Stromerzeugung des ostafrikanischen Landes. In Kenia modernisiert Voith aktuell das Kleinwasserkraftwerk Wanjii und tauscht hier dementsprechend die Turbinen, Generatoren, Leitechnik sowie die gesamte elektromechanische Ausrüstung der Anlage aus. Dadurch steigt die Leistung des Kraftwerks um rund 20 Prozent. Geplant ist, bis Mitte nächsten Jahres die Modernisierungsarbeiten abzuschließen.

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