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Route für die Gasleitung Turkish Stream
Quelle: South Stream Transport

Hier erfahren Sie Aktuelles rund um laufende Pipeline-Projekte auf der Welt:

31. Dezember

Der russische Gaskonzern Gazprom stellt seinem Tochterunternehmen South Stream Transport für den Bau der Gasleitung Turkish Stream im Schwarzen Meer einen Kredit in Höhe von 310 Millionen Euro bereit. Darüber berichteten russische Medien am 30. Dezember 2016.

28. Dezember

Noch einmal fasste der russische Gaskonzern Gazprom die Ergebnisse zum Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 zusammen und wies daraufhin, dass alles planmäßig verlaufe. So sei etwa Anfang letzten September mit der Wasco-Gruppe ein Vertrag zur Betonummantelung, Logistik und Lagerung der Pipeline-Rohre geschlossen worden. Erste Großrohre lieferte das Vereinigte Metallurgische Werk von Tscheljabinsk und der deutsche Hersteller Europipe im September 2016 aus. Ergänzende Untersuchungen liefen aktuell an der Pipeline-Trasse. Ende 2019 sollen die beiden neuen Leitungsstränge von Nord Stream 2 in Betrieb gehen, so dass sich die Transportkapazität auf 110 Milliarden Kubikmeter im Jahr erhöht. Zum abschlägigen Beschluss der schwedischen Inselkommune zur Monatsmitte zum Nutzen ihres Hafens zur Grohrohrentladung des Monats teilte Gaszprom indessen nichts mit. Die Ausschreibung für die Leitungslesung gewann die Schweizer Alleeas-Gruppe, mit der Anfang Dezember 2016 eine dementsprechende Absichtserklärung unterzeichnet wurde.

22. Dezember

Die Asiatiche Infrastruktur- und Investitionsbank AIIB bewilligte für das Projekt der Transanatolischen Gasleitung Tanap quer durch die Türkei einen Kredit in Höhe von 600 Millionen US-Dollar, teilte die Bank am 21. Dezember 2016 mit. Insgesamt liegen die Kosten für den Bau der 1850 Kilometer langen Gasleitung bei 8,6 Milliarden US-Dollar. An der Finanzierung beteiligen sich außerdem die Weltmarkt, Europäische Investitionsbank EIB und die Europäische Bank für Rekonstruktion und Entwicklung EBRD. Die Tanap gehört zum Südlichen Gaskorridor, über den 10 Milliarden Kubikmeter Gas ab 2020 von Aserbaidschan bis nach Italien transportiert werden soll.

20. Dezember

Die Investitionen, die für die Umsetzung des Gasleitungsprojektes Turkish Stream benötigt werden, umfassten schätzungsweise rund 7 Milliarden Euro, hieß es in Dokumenten zum russischen Gesetzentwurf zur Ratifizierung des zwischenstaatlichen Abkommens zum Bau der Schwarzmeer-Pipeline. Im Oktober 2016 unterzeichneten der russische und türkische Energieminister das Abkommen in Istanbul. Die Türkei ihrerseits ratifizierte es bereits.

19. Dezember

Welche Stolpersteine der Transadria-TAP-Gasleitung in Italien nach dem Verfassungsreferendum in Italien und dem folgenden Rücktritt von Regierungschef Matteo Renzi im Weg liegen, fasste Ilgar Gurbanov kürzlich Mitte Dezember in einem Bericht bei der Jamestown Foundation. So stoße etwa Baukonsortium auf den Widerstand der Lokalregierung Puglia, die den Anlandepunkt der TAP an die italienische Küste nach Brindisi verlegen will. Renzi hatte dem Pipeline-Projekt seine Unterstützung zugesagt. Das TAP-Konsortium signalisierte unterdessen Bereitschaft, 231 Olivenbäume umzupflanzen und einen Mikrotunnel an der Küste zu bauen, um Umweltauswirkungen klein zu halten. Hinzu kommt laut Bericht eine Anti-TAP-Bewegung von Nichtregierungsorganisationen NGOs. Das wiederum führe dazu, nach Alternativen Ausschau zu halten. Eine davon sei die Ionisch-Adriatische Pipeline, die von Fira an der Küste in Albanien bis nach Kroatien verlaufen soll. Zugleich bekomme Poseidon durch die Widerstände gegen die TAP in Italien Auftrieb. Hier hat sich der russische Gaskonzern Gazprom mit den Projektbetreibern geeinigt, Poseidon als Anschlussleitung für die Schwarzmeer-Pipeline Turkish Stream zu nutzen.

16. Dezember

Die Region Gotland stimmte im Fachausschuss gegen den Vertrag mit Nord Stream 2 zur Nutzung ihres Hafens für Großrohrverladearbeiten, teilte die schwedische Inselgemeinde am 15. Dezember 2015 mit. Wie die Gemeinde Karlshamn erhofften sich laut Medien Gotlands Gemeindevertreter vom Nutzen ihres Hafens durch Nord Stream 2 lukrative Einnahmen. Doch fand ein Treffen mit Regierungsvertretern in Stockholm statt, nach dem die zweite Ostseegasleitung als Bedrohung für die eigene Sicherheit betrachtet wird.

14. Dezember

In der Finanzierung der Gasleitung Nord Stream 2 sieht Gazpromchef Alexej Miller russischen Medien zufolge keine Risiken. Alle Projektpartner bestätigten, sich zu beteiligen. Beide Leitungsstränge sollen Millers Worten nach bis Ende 2019 von der russischen an die deutsche Ostseeküste verlegt werden und in Betrieb gehen. „Was die Fristen zur Umsetzung des Nord-Stream 2-Projektes betrifft, gehen wir streng nach Plan vor“, zitierte die Nachrichtenagentur Tass Miller. Im Ergebnis von Ausschreibungen sei mit der Schweizer Allseas Gruppe ein Abkommen zum ersten Leitungsstrang mit einer Option auf den zweiten Leitungsstrang von Nord Stream 2 vereinbart worden. Aktuell würden die Pipelinerohre an Standorte zur Betonummantelung angeliefert werden. Die jährliche Transportleistung ist in Summe wie bei ersten Ostseegasleitung auf 55 Milliarden Kubikmeter veranschlagt. Die Gesamtkosten der geplanten Pipeline inklusive Projektfinanzierungskosten liegen bei 9,9 Milliarden Euro. Am Betreiber Unternehmen Nord Stream 2 ist Gazprom zu 100 Prozent beteiligt. Die Behörden der schwedischen Insel Gotland könnten Nord Stream 2 das Leasen eines Piers im Hafen für Verladearbeiten verweigern. Eine Abstimmung hierzu ist für den 15. Dezember 2016 geplant.

12. Dezember

12 Mythen kursieren in der Debatte zum Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 derzeit in Schweden. Diese trug Nord Stream 2 Seniorberater Lars O Grönstedt in einem Beitrag im schwedischen Wirtschaftsportal Dagens Industrie zusammen. Dazu gehört u.a. die Ansicht, dass die zweite Ostseegasleitung gar nicht gebraucht werde, da die bestehende  Pipeline Nord Stream nur zu 50 Prozent ausgelastet sei. Im ersten Halbjahr 2016 erreichte ihre Auslastungsquote indes 80 Prozent. Dass Nord Stream 2 zur Umgehung von Gastransiten über die Ukraine gebaut werden soll, stehe entgegen, dass der Transport über die Ostsee angesichts der ukrainischen Transitgebühren kostengünstiger sei. Dazu kursiere die Meinung, dass Schweden an die Russen keine Insel vermieten könne. Dabei gehe es um einen Vertrag zwischen der Regen Gotland und dem Schweizer Unternehmen Nord Stream 2, nach dem ein Hafenpier von dreien zu Verladezwecken genutzt werden sollen. Hierfür plant Nord Stream 2, die holländische Firma Wasco zu beauftragen, die die Arbeiten mit Personal aus Holland und Malaysia ausführt. Russische Arbeitskräfte seien nicht dabei.

10. Dezember

Im schweizerischen Zug unterzeichneten das Konsortium Nord Stream 2 und die Schweizer Allseas-Gruppe am 9. Dezember 2016 eine Absichtserklärung zur Verlegung des ersten Stranges der zweiten Ostseegasleitung. Beide Unternehmen vereinbarten dazu die Option, bis Ende des 1. Quartals 2017 entsprechende Kapazitäten für die Verlegung des zweiten Strangs ähnlich wie beim kürzlichen Bauvertrag zur Schwarzmeerpipeline Turkish Stream zu buchen. Der Vertrag zu Nord Stream 2 soll bis Ende März 2017 verhandelt werden. Aufträge, darunter die für die Bauarbeiten in den Anlandegebieten in Russland und Deutschland, seien noch in der Ausschreibungsphase.

8. Dezember

In Amsterdam unterzeichneten die Gazprom Tochter South Stream Transport und die Schweizer Allseas Gruppe zum Bau des ersten Stranges der Gasleitung Turkish Stream mit Option auf das Verlegen des zweiten Leitungsstranges eine Vertrag, teilte Gazprom mit. Allseas ist demnach beauftragt, über 900 Kilometer Pipeline im Schwarzen Meer zu verlegen. Dafür soll das neue weltweit größte Bauschiff Pioneering Spirit zum Einsatz kommen. Geplant ist, dass Allseas mit den Verlegearbeiten in der zweiten Jahreshälfte 2017 startet. Beide Leitungsstränge mit einer Jahrestransportkapazität von je 15,75 Milliarden Kubikmetern sollen Ende 2019 in Betrieb gehen, hatte kürzlich Gazprom-Chef Alexej Miller noch einmal betont, als die Türkei das zwischenstaatliche Abkommen zu Turkish Stream ratifizierte. Darüber hinaus zeigte sich der italienische Energieversorger Eni laut Medien bereit, künftig statt über die Ukraine  über Turkish Stream Gas zu beziehen.

7. Dezember

Nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum in Italien und dem Rücktritt von Premier Matteo Renzi könnten regionale Streitigkeiten zu Verzögerungen beim Projekt der Transadriagasleitung TAP führen. Die TAP soll in Italien in der Region Puglia anlanden. Alte   Olivenbäume im Trassenverlauf an Land veranlassten Bewohner zu Widerstand gegen dieses europäische Pipelineprojekt, für das Renzi den Projektbetreibern, darunter Aserbaidschans Nationaler Ölgesellschaft Socar Unterstützung zusagte. Darüber sprach im Oktober 2016 Socar-Vizepräsident Vitaly Baylarbayov in einem Medieninterview. Hier zeigte er auch Bereitschaft zu einer Umpflanzaktion von 2000 Olivenbäumen respektablen Alters. Wenn die Pipeline dann unter der Erde verlegt sei, sollen die Olivenbäume wieder an ihrem ursprünglichen Standort eingepflanzt werden, so dass nichts zu sehen ist.

6. Dezember

Die Verlegung der Gasleitung Turkish Stream im Schwarzen Meer soll nach Worten von Gazprom-Chef Alexej Miller im zweiten Halbjahr 2017 starten. Die Inbetriebnahme der zwei Leitungsstränge mit einer Transportleistung von je 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr sei für Ende 2019 vorgesehen, zitierten Medien Miller. Zugleich hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Medienberichten zufolge das Ratifizierungsgesetz zum zwischenstaatlichen Abkommen zu Turkish Stream vom Oktober 2016 unterzeichnet.

3. Dezember

Das türkische Parlament nahm das Gesetz zur Ratifizierung des Abkommens mit Russland zum Bau der Gasleitung Turkish Stream an, berichteten Medien am 2. Dezember 2016. 210 Abgeordnete stimmten für das Gesetz. Sieben Parlamentarier lehnten es ab, und sechs Abgeordnete enthielten sich. Nach Unterschrift des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan soll das Ratifizierungsgesetz mit der Veröffentlichung in Kraft treten. Zum Turkish-Stream-Abkommen erklärte der ukrainische Gasversorger Naftogaz, dass er keine Kompressorstationen für russische Gaslieferungen in die Türkei mehr instandsetzen werde, da dies nicht zweckmäßig sei.

30. November

Der türkische parlamentarische Ausschuss für Außenbeziehungen billigte den Gesetzentwurf zur Ratifizierung des Regierungsabkommens von Russland und der Türkei zum Gasleitungsprojekt Turkish Stream, berichteten Medien am 29. November.

25. November

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission Maros Sefcovic sprach in Moskau mit dem russischen stellvertretenden Vorsitzenden der Regierung Arkadij Dworkowitsch über die Entwicklung der Gastransportinfrastruktur, meldete das russische Regierungsamt. Hier sei es auch um die Gasleitungsprojekte Nord Stream und Turkish Stream gegangen. Beim Treffen mit dem russischen Energieminister Alexander Nowak stand der Gastransit über die Ukraine in diesem Winter im Mittelpunkt. Zur Wirtschaftlichkeit zu den Projekten Nord Stream 2 und Turkish Stream versprach Nowak, mehr Informationen zur Verfügung zu stellen.

24. November

97 Prozent der Brücken – und Straßenbauarbeiten an der Trasse der Transadria-Pipeline TAP in Albanien sind nach Angaben des Konsortiums TAP auf Twitter am 23. November 2016 abgeschlossen. Die Gesamtarbeit für die erste Phase der Rekonstruktion der Straßeninfrastruktur entlang der gesamten TAP-Route umfasst 12 Straßen und 42 Brücken (davon 3 neue). Sie begann im Sommer 2015.

11. November

Der Rat der Direktoren des russischen Gaskonzerns Gazprom billigte in seiner Sitzung am 9. November die Aufhebung des Aktionärsabkommens zum Konsortium Nord Stream 2 mit den europäischen Partnern, berichteten Medien. Hatten die deutschen Behörden die Gründung des Konsortiums durchgewinkt, lehnte dies die polnische Wettbewerbsbehörde ab. Shell, OMV, Wintershall, Engie und Uniper sollten laut Aktionärsabkommen je 10 Prozent am Konsortium übernehmen. Die fünf Unternehmen wollen sich am Ausbau in der Ostsee nun auf anderem Wege beteiligen. Gazprom indes ist alleiniger Eigentümer der Nord Stream 2 AG in Zug ins der Schweiz. 2019 sollen die beiden Leitungsstränge von Nord Stream 2 fertig werden und wie die bestehende Ostseegasleitung 55 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr transportieren können.

10. November

Die Europäische Union habe gegen das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine verstoßen, indem sie dem russischen Gaskonzern Gazprom erlaubte, die deutsche Gasleitung Opal stärker zu nutzen, kritisierte das ukrainische Außenministerium in einer offiziellen Erklärung am 9. November 2016. Diese Entscheidung stehe dem europäischen Wettbewerbsrecht entgegen. Anfang November 2016 erklärte die Europäische Kommission ihr Einverständnis, dass Gazprom mehr Gas durch Opal durchleiten kann. Diese Gasleitung dient als Anschlussleitung für die Ostseepipeline Nord Stream und verfügt über eine Transportkapazität von 36 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr. Eine komplette Nutzung von Opal durch Gazprom schließt die europäische Gesetzgebung jedoch durch das sogenannte Dritte Energiepaket aus, da es den Zugang Dritter vorschreibt. In Medienberichten ist die Rede davon, dass nach 39,1 Milliarden Kubikmeter Gas im letzten Jahr über die zwei Leitungsstränge in der Ostsee 47 Milliarden Kubikmeter transportiert werden könnten, so dass diese damit zu 85 Prozent ausgelastet sind. 

7. November

In diesem Jahr will Gazprom in das Gasleitungsprojekt Turkish Stream Medien zufolge 23,5 Milliarden Rubel (365 Millionen US-Dollar) investieren. Dies gehe aus einem Memorandum zur neuen Ausgabe von Euro-Anleihen des russischen Gaskonzern hervor. Zugleich sollen die Investitionen 2016 in den Bau der Gasleitung Kraft Sibiriens statt 92,1 Milliarden Rubel (1,4 Milliarden US-Dollar) nur noch 76,2 Milliarden Rubel (fast 1,2 Milliarden US-Dollar) betragen.

27. Oktober

Der erste Bahntransport mit Rohren für die Nord Stream 2-Pipeline 2016 sei in Mukran auf der Insel Rügen angekommen, teilte die russische Gazprom-Tochter Nord Stream 2 mit. Die Rohre produziere die Europipe GmbH in Mülheim an der Ruhr.  In den nächsten Wochen soll täglich ein Zug mit 37 Waggons und insgesamt 148 Rohren den Standort erreichen. Jedes der Rohre ist zirka 12 Meter lang und wiegt rund 12 Tonnen. Insgesamt sollen ab Frühjahr nächsten Jahres von Wasco Coatings Europe in Mukran bis zu 90.000 Rohre ummantelt und gelagert werden. Danach werden sie gelagert und per Schiff zu den Lagerplätzen in Schweden transportiert. Dementsprechend starteten Ende September 2016 die Rohrlieferungen der russischen Produzenten Chelpipe und OMK nach Kotka in Finnland. Der Start der Leitungslegung ist für 2018 geplant, obgleich das Europäische Parlament sich kürzlich in seiner Strategie zu Lieferungen von Verflüssigtem Erdgas LNG und Erdgasspeichern gegen die zweite Ostseegasleitung ausgesprochen hat, da sie nicht die Unabhängigkeit von russischen Gaslieferungen reduziere. Die beiden jeweils 1224 Kilometer langen Leitungsstränge mit einer Jahreslieferkapazität von insgesamt 55 Milliarden Kubikmeter Gas will Nord Stream 2 Ende 2019 in Betrieb nehmen. Die Anschlussleitungen auf dem Festland werde von europäischen Unternehmen ganz nach Maßgabe der Energie-, Umwelt- und Wettbewerbsbestimmungen der Europäischen Union gebaut, erklärte Gazprom-Vizevorstand Alexander Medwedew jüngst im Oktober 2016.

25. Oktober

Angesichts des unglücklichen Verlaufs von South Stream sei Russland bereit, den zweiten Strang der Gasleitung Turkish Stream dann zu verlängern, wenn die Europäische Union zur Umsetzung dieses Projektes eine schriftliche Garantie abgebe, erklärte Medien zufolge der russische Außenminister Sergej Lawrow.

24. Oktober

Beide Stränge der Gasleitung Turkish Stream mit einer gesamten Jahrestransportleistung von 31,5 Milliarden Kubikmeter Gas sollen entsprechend dem zwischenstaatlichen Abkommen mit der Türkei bis Ende 2019 gebaut sein, bekräftigte der Chef von Russlands Gasmarktführer Gazprom Alexej Miller in einem Arbeitstreffen gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Alles verlaufe nach Plan. Die Baumaßnahmen auf der russischen Festlandsseite für die Schwarzmeer-Gasleitung könnten zum Jahresende 2016 abgeschlossen werden. Genehmigungen, die die türkische Seite seinerzeit für South Stream in ihren Hoheitsgewässern erteilt habe, seien auch für Turkish Stream gültig. Dazu lägen für die 250 Kilometer von der Grenze der Hoheitsgewässer der Türkei und Bulgariens zum westtürkischen Bosporus Genehmigungen zur Durchführung von Untersuchungen vor. Ein Leitungsstrang mit einer Transportkapazität von 15,74 Milliarden Kubikmeter im Jahr sei für den türkischen Bedarf vorgesehen.

21. Oktober

Der geplante Balticconector soll bis 2020 eine Gasverbindung zwischen den Ostseeanrainerstaaten Estland und Finnland schaffen. In Brüssel unterzeichneten Taavi Veskimagi, Vorstandsvorsitzender des estnischen Gasnetzbetreibers Elering AS, Andreas Boschen, Abteilungsleiter bei der Europäischen Kommission für die Agentur Innovation und Netze und Herkko Plit, Präsident vom finnischen Staatsunternehmen Baltic Connector OY, im Beisein ihrer Regierungschefs und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker das Finanzierungsabkommen zum Balticconnector. Die Gesamtkosten für die 152 Kilometer lange Gasverbindung sind auf 250 Millionen Euro veranschlagt. 187,5 Millionen Euro steuert die Europäische Union nun bei. 2014 hatte sie bereits 5,4 Millionen Euro für eine Machbarkeitsstudie zur Verfügung gestellt. Die 80 Kilometer Gasleitung in der Ostsee wollen Elering und Baltic Connector gemeinsam legen. Für die jeweiligen Abschnitte an Land sind sie indessen allein zuständig. Die Gasverbindung soll in beide Richtungen genutzt werden und bis zu 7,2 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag transportieren. Das Projekt zählt bei der EU als sogenanntes Projekt Gemeinsamen Interesses PCI, weil Finnland dadurch an den europäischen Energiemarkt angeschlossen wird und so aus der Isolation herauskommt.

20. Oktober

Das Schweißen von Abschnitten der Gasleitung Nord Stream 2 aus Russland nach Europa habe bereits begonnen. Erste Abschnitte sollen im kommenden November ausgeliefert werden, erklärte Ulrich Lissek, Unternehmenssprecher bei Nord Stream 2 auf dem Eurasischen Forum in Verona in Italien.

17. Oktober

Die Fertigstellung der Gasleitung Turkish Stream von Russland in die Türkei erfolge synchron zur Geltungsdauer des Transitvertrages von Gazprom mit der ukrainischen Gasgesellschaft Naftogaz. Dieser laufe Ende 2019 aus, stellte der russische Energieminister Alexander Nowak Medien zufolge am 15. Oktober 2016 heraus. Aktuell bezieht die Türkei aus Russland Gas über die Gasleitung Blue Stream im Schwarzen Meer und über die Transbalkan-Pipeline, die über die Ukraine, Rumänien und Bulgarien an der Schwarzmeerküste verläuft. Im Jahr importiert die Türkei über beide Pipeline-Routen jeweils rund 14 Milliarden Kubikmeter Gas. Ein Strang von Turkish Stream ist auf 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas veranschlagt. Geplant sind laut zwischenstaatlichem Abkommen vom 10. Oktober 2016 zwei Leitungsstränge, wovon einer für die Türkei und der andere für Transitlieferungen nach Europa vorgesehen ist. Vereinbart ist hier auch, dass Russland der Türkei Aufwandsausgleich gewährt, wenn der Leitungsstrang zum Transit nach Europa nicht zustande kommt.

12. Oktober

Mit der Legung der Gasleitung Turkish Stream soll es bereits im nächsten Jahr losgehen, erklärte laut Medien der russische Energieminister Alexander Nowak. Geplant sei, die beiden Leitungsstränge im Schwarzen Meer und auf dem türkischen Festland bis Ende 2019 fertig zu stellen. Der Leitungsabschnitt des ersten Pipeline-Stranges auf dem Festland der Türkei mit einer jährlichen Transportleistung von 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas werde dem türkischen Gasimporteure zu 100 Prozent gehören. Für den Festlandsabschnitt der Transitleitung nach Europa sei ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen Gazprom und Botas zu gleichen Teilen geplant. Der russische Gaslieferant finanziert nach Worten von Gazprom-Chef Alexej Miller im russischen Fernsehen am 11. Oktober 2016 den Bau der beiden Leitungsstränge im Schwarzen Meer indessen komplett selbst.

11. Oktober

Auf dem diesjährigen Weltenergiekongress in Istanbul schlossen die türkische und russische Regierung zum Bau der Gasleitung Turkish Stream ein Abkommen. Es sieht den Bau von zwei Leitungssträngen von der russischen Schwarzküste an den westlichen Bosporus der Türkei mit einer Transportleistung von je 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr vor, informierte der russische Gaskonzern Gazprom am 10. Oktober 2016 mit. Ein Leitungsstrang ist für Transitlieferungen nach Europa geplant, so dass dieser auf dem türkischen Festland bis an die griechische Grenze verlängert werden soll. Turkish Stream erhöhe die Zuverlässigkeit der Gasversorgung für die Türkei und Europa, erklärt Alexej Miller, Vorstandsvorsitzender von Gazprom. Beide Leitungsstränge sollen bis Ende 2019 fertig sein.

8. Oktober

An der Jahrestag des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank jetzt im Oktober in der US-amerikansichen Hauptstadt Washington nahm auch eine Delegation aus Aserbaidschan teil. Sie führte der aserbaidschanische Finanzminister Samir Sharifov an, teilte sein Ministerium mit. In den Gesprächen Sharifovs mit Spitzenvertretern der Weltbank, der Asiatischen Entwicklungsbank und der Europäischen Investitionsbank ging es um die Finanzierung des Südlichen Gaskorridors, auf dem ab 2020 vom Gasfeld Shah Deniz der zweite Ausbaustufe 10 Milliarden Kubikmeter Gas über Georgien, die Türkei, Griechenland, Albanien durch die Adria nach Italien transportiert werden soll und Perspektiven der Zusammenarbeit. Hier unterstrich Sharifov die Betdeutung der Zusammenarbeit in diesem wichtigen Projekt.

6. Oktober

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin wollen sich auf dem diesjährigen Weltenergiekongress in Istanbul am 10. Oktober 2016 treffen, um hier auch über das Gasleitungsprojekt Turkish Stream zu sprechen, informierte das russische Präsidentenamt am 5. Oktober 2016. Russlands Vizepremier Arkadij Dworkowitsch erklärte Medien zufolge, dass das italienische Unternehmen Saipem Interesse habe, mit seinen Speziallegeschiffen, den Bau von Türkish Stream und Nord Stream 2 vorzunehmen. Saipem beteilige sich an den dementsprechenden Vorgängen hierzu.

5. Oktober

Altkanzler Gerhard Schröder hat nach Tagesspiegel-Informationen den Vorsitz des Verwaltungsrates der Betreibergesellschaft Nord Stream 2 mit Sitz in Zug in der Schweiz übernommen. Alleiniger Inhaber der Betreibergesellschaft ist der russische Gaskonzern Gazprom. Wie die fünf europäischen Partner OMV, Uniper, Wintershall und Engie den Ausbau der Gasleitung Nord Stream unterstützen wollen, ist noch nicht geklärt. Aus dem dementsprechenden Handelsregister Auszug geht hervor, dass Schröder seit Juli 2016 als Präsident des Verwaltungsrates von Nord Stream 2 amtiert. Die Geschäftsführung hat  hier Matthias Wrang bereits im September 2015 übernommen. Bis Mai diesen Jahres war er ebenso Geschäftsführer vom Betreiber der bestehenden Ostseegasleitung Nord Stream. Ihn löste Alexey Zagorovskiy ab. Gerhard Schröder steht dem Aktionärsausschuss von Nord Stream indessen zugleich weiter vor.

4. Oktober

Auf dem Petersburger internationalen Gasforum trafen sich die Unternehmensspitzen von Gazprom, Alexej Miller und Gasunie, Han Fennema. Sie sprachen über die Aktualität, neue Infrastruktur für russische Gaslieferungen nach Europa zu schaffen, teilte Gazprom mit. Von Januar bis jetzt Anfang Oktober transportierte die bestehende Gasleitung Nord Stream 32 Milliarden Kubikmeter und somit 13 Prozent mehr Gas durch die Ostsee als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die jährliche Transportkapazität der Ostseegasleitung beträgt 55 Milliarden Kubikmeter Gas. Gazprom plant, sie mit der Unterstützung europäischer Unternehmen auszubauen, so dass auf diesem Weg das doppelte Volumen nach Europa an die deutsche Ostseeküste transportiert werden kann.

29. September

Über diplomatische Kanäle erhielt Gazprom aus der Türkei die Genehmigung, in türkischen Hoheitsgewässern Erschließungsarbeiten für zwei Stränge der Gasleitung Turkish Stream durchzuführen, meldete der russische Gasmarktführer. Gazprom-Chef Alexej Miller würdigte die konstruktive Zusammenarbeit mit den türkischen Partnern und unterstrich, dass diese jetzige Genehmigung außerordentlich wichtig, um das Gasleitungsprojekt umzusetzen. Erste Genehmigungen für Turkish Stream erteilte die Türkei in der ersten Septemberhälfte. Gespräche zum zwischenstaatlichen Abkommen laufen. Der russische Energieminister Alexander Nowak erwartet Mitte Oktober 2016 ein dementsprechendes Ergebnis.

28. September

Der russische Energieminister Alexander Nowak rechnet mit einem Abkommen mit der Türkei zur Schwarzmeergasleitung Turkish Stream Mitte Oktober 2016, ließ er Medien zufolge wissen. Diese Woche liefen die Gespräche hierzu weiter. Letzte Woche besuchte eine Delegation des russischen Energieministeriums und von Gazprom die Türkei, um dort  das zwischenstaatliche Abkommen und den Fahrplan des Pipeline-Projektes zu besprechen.

23. September

Die russischen Vereinigten Metallurgischen Werke OMK lieferten aus ihrem Werk in Wysk die erste Charge von Stahlrohren für die geplante Gasleitung Nord Stream 2 aus, teilte OMK am 22. September 2016 mit. „Die Rohre werden auf dem Schienenweg zum Ummantelungswerk in Kotka (Finnland) transportiert und werden am 26. September im Hafen von HaminaKotka eintreffen“, informierte Betreiber Nord Stream 2. Chelpipe, einer der drei ausgewählten Rohrlieferanten, werde morgen mit den Auslieferungen an das Werk in Kotka beginnen. Pro Zugtransport könnten aus den russischen Werken jeweils rund 300 Rohre geliefert werden. Fast die Hälfte aller insgesamt 200.000 Rohre, die für die beiden neuen Leitungsstränge in Ostsee benötigte werden, soll in Kotka ummantelt werden. Bei der EUROPIPE GmbH in Mülheim an der Ruhr ist geplant, im kommenden Oktober mit der Rohrfertigung zu beginnen. Erste Lieferung von dort zum Ummantelungswerk in Mukran in Deutschland könnten Anfang November 2016 erfolgen.

20. September

Anfang August 2016 sei die erste Phase und somit der Bau der transanatolischen Gasleitung Tanap quer durch die Türkei zu 31,4 Prozent abgeschlossen worden, erklärte laut aserbaidschanischen Medien der Chef von Aserbaidschans Nationaler Ölgesellschaft Socar, Rownag Adullajew. Aktuell liefen die Arbeiten der zweiten Phase erfolgreich nach Plan. Im März 2015 war der offizielle Baustart der 1850 Kilometer langen Gasleitung in der nordosttürkischen Provinz Kars nahe der georgischen Grenze. Die Tanap soll ab 2018 erstes Gas aus Aserbaidschan über die Südkaukasus-Pipline durch Georgien in die Türkei und ab 2020 Gas zur Transadriagasleitung zum Weitertransport über Griechenland, Albanien durch die Adria nach Italien transportieren. Die geschätzten Kosten für den südlichen Gaskorridor liegen bei bis zu 48 Milliarden US-Dollar. Abdullajews Worten nach soll der südliche Gaskorridor 16 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr transportieren können. Ein Ausbau auf 31 Milliarden Kubikmeter Gas sei geplant.

17. September

Die Nord Stream 2 AG reichte die Antragsunterlagen für den Bau der zweiten Ostseegasleitung bei der schwedischen Regierung ein, teilte die russische Projektgesellschaft und Gazprom-Tochter am 16. September 2016 mit. Die geplante Trasse soll sich über rund 510 Kilometer auf dem schwedischen Festlandsockel, außerhalb des schwedischen Hoheitsgebiets, erstrecken und in etwa parallel zur bestehenden Nord Stream-Pipeline verlaufen. Damit „erreicht das Nord Stream 2-Projekt einen wichtigen Meilenstein, der die verschiedenen nationalen Genehmigungsverfahren in Gang setzt“, sagt Matthias Warnig, Chief Executive Officer von Nord Stream 2. Denn das schwedische Genehmigungsverfahren sehe zunächst eine Vorabentscheidung seitens der Behörden vor. Das zuständige schwedische Ministerium für Unternehmen und Innovation erhielt dafür die Unterlagen, darunter eine detaillierte technische Beschreibung, eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und zahlreiche geographische Karten. Die Anträge in Russland, Finnland, Dänemark und Deutschland sollen voraussichtlich Anfang 2017 bei den jeweils zuständigen Behörden eingereicht werden. „Die fünf nationalen Genehmigungsverfahren und die internationalen Konsultationen werden damit parallel durchgeführt“, so Nord Stream 2 zum Prozedere der Genehmigungen.

15. September

Zum Bau der Gasleitung Turkish Stream erwartet Gazprom weitere Genehmigungen von den türkischen Partnern, teilte der russische Gaskonzern am 14. September mit. In Paris sprach Unternehmenschef Alexej Miller mit dem Vorstandsvorsitzenden von Frankreichs EDF, Jean-Bernard Levy, über neue Transportmöglichkeiten nach Europa, die sich mit Turkish Stream ergeben. Frankreich erhöhte den Gasimport von Januar bis 13. September in diesem Jahr gegenüber 2015 für diesen Zeitraum um 27,3 Prozent auf 8 Milliarden Kubikmeter Gas. Ebenso traf sich Miller mit Gerard Mestrallet, Chef von ENGIE, über die künftige Zusammenarbeit inklusive das Projekt Nord Stream 2 zu sprechen.

13. September

Im Verlauf ihrer Gespräche in Thessaloniki nannten der griechische Premier Alexis Tsipras und der russische Vizepremier Arkakadij Dworkowitsch Parameter zu einer Gasleitung aus Russland bis an die türkisch-griechische Grenze, erklärte laut Medien am 12. September 2016 Tsipras-Berater Dimitrios Velonis. Ein Leitungsstrang sei für die Türkei und einer für Gaslieferungen nach Europa inklusive Griechenland vorgesehen.

7. September

Gazprom erhielt über diplomatische Kanäle von türkischen Behörden erste Genehmigungen zur Umsetzung des Gasleitungsprojektes Turkish Stream, teilte der russische Gaskonzern mit. Nach den Gesprächen des Gazprom-Chefs Alexej Miller und türkischen Energieministers Berat Albayrak Ende August 2016 sei vereinbart worden, alsbaldig alle notwendigen Vorbereitungen zum Start der Projektdurchführung zu treffen. Die ersten Genehmigungen wertete Miller als eine positive Neuigkeit, die das Interesse der türkischen Regierung am Projekt zeige und den Übergang zur praktischen Umsetzung bestätige.

6. September

In Brüssel sei die Einsicht gewachsen, dass Erdgas wichtig sei, was eine Bedarfsanalyse und Infrastrukturprojekte wie Interkonnektoren zeigten, sagte Mario Mehren, Vorstandschef der deutschen Wintershall Holding, auf dem diesjährigen Deutschen Energiekongress in München. Darin sieht er ein Bekenntnis zur Realität und zum Erdgas Nur manchmal werde davon abgewichen, siehe Nord Stream. Die abschlägige Entscheidung zum Konsortium Nord Stream 2 in Polen sei kartellrechtlich relevant, erklärte Klaus Schäfer, Vorstandsvorsitzender der E.on Tochter Uniper in München. Da sein Unternehmen den Ausbau in der Ostsee für Europa für wichtig hält, werde derzeit an Schritten zu einer möglichen Projektbeteiligung gearbeitet.

Griechenland sei am Bau der Gasleitung Turkish Stream im Schwarzen Meer interessiert, erklärte laut Medien der griechische Energieminister Panos Skourletis. Doch hänge dies auch von der Europäischen Kommission ab. Dabei erinnerte er an das Abkommen, das Gazprom, die EDF-Tochter Edison und Griechenlands Depa mit Blick auf das Projekt Turkish Stream unterzeichneten. Der Interconnector Turkey-Greece-Italy ITGI soll das russische Gas von der türkisch-griechischen Grenze weiter bis nach Italien transportieren. Die Türkei signalisierte Bereitschaft, auf dem Festland auf ihrem Territorium eine Anschlussleitung für Turkish Stream zu legen.

5. September

Die türkische Seite habe die Möglichkeit angeboten, Gaslieferungen über die Schwarzmeergasleitung Turkish Stream auf dem Festland bis an die griechische Grenze für Europa weiter zu transportieren, erklärte russischen Agenturen zufolge Alexej Miller, Chef des russischen Gaskonzerns Gazprom. Bei den Genehmigungen gehe es ausschließlich um diejenigen, die für Turkish Stream vorgesehen sind. Erteilte Genehmigungen für das Vorgängerprojekt South Stream seien kein Thema. Der russische Energieminister Alexander Nowak erwartet die Unterschrift des zwischenstaatlichen Abkommens zum Projekt im kommenden Oktober.

Im Rahmen des G20-Gipfels im chinesischen Shanghai unterzeichneten die Unternehmensspitzen von Russlands Gaskonzern Gazprom, Alexej Miller und Wang Yilin von Chinas Nationaler Ölgesellschaft CNPC einen Vertrag zum Bau des Leitungsabschnittes der Gasleitung Kraft Sibiriens, der den Fluß Amur quert. Dies teilte Gazprom am 4. September 2016 mit.

2. September

„Wir planen, alle Fragen zu diskutieren, die die Energiewirtschaft berühren: Öl, Gas und den Bau der Gasleitungen Nord Stream 2 und Turkish Stream“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass Russlands Energieminister Alexander Nowak. Die Gespräche sollen im Rahmen des Treffens mit dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission und Verantwortlichen für die europäische Energieunion Maros Sefocovic Ende September Anfang Oktober 2016 stattfinden.

1. September

Für das Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 fielen Kosten in Höhe von 400 Millionen Euro an, erklärte laut Medien Dmitrij Handoga von der Außenhandelsabteilung des russischen Gaskonzerns Gazprom Ende August 2016. Bis Jahresende sollen es bis zu 700 Millionen Euro werden. Bis dahin plane Gazprom, den Vertrag für die Verlegung der beiden Leitungsstränge in der Ostsee abzuschließen. Ihre jährliche Transportkapazität ist auf 55 Milliarden Kubikmeter Gas veranschlagt, wodurch sich das Transportvolumen in der Ostsee verdoppelt.

31. August

Der Türkei werde demnächst alle Genehmigungen für das Gasleitunsgprojekt Turkish Stream im Schwarzen Meer erteilen, teilte der russische Gaskonzern Gazprom zu den Gesprächsergebnissen von Unternehmenschef Alexej Miller und dem türkischen Energieminister Berat Albayrak in Istanbul mit.

Quelle: Turkstream Media
Quelle: Turkstream Media

Im italienischen Mailand trafen sich am 30. August 2016 Miller, und der Vizepräsident von Frankreichs EDF und Chef der Tochter Edison, Marc Benayoun, um über das Projekt zum Interconnector Turkey-Greece-Italy ITGI zu sprechen. Im letzten Februar unterzeichneten Gazprom, Edison und und Griechenlands Depa ein Abkommen. ITGI ist als Anschluss für die Schwarzmeergasleitung Turkish Stream im Gespräch.

27. August

Aserbaidschans Nationale Ölgesellschaft Socar und die vier europäischen Länder Albanien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina und Kroatien unterzeichneten im Rahmen des Dubrovnik-Forums am 26. August 2016 ein Abkommen zum Bau der Ionisch-Adriatischen Gasleitung -IAP, berichteten Medien. Die IAP-Gasleitung soll auf einer Strecke von 516 Kilometer von Fier in Albanien bis nach Split in Kroatien verlaufen. Sie ist als Anschluss zur Transadria-Gasleitung vorgesehen, über die ab 2020 von der türkischen Westgrenze 10 Milliarden Kubikmeter Gas aus Aserbaidschan weiter nach Europa transportiert werden sollen. Ihre Transportleistung ist auf 5 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr veranschlagt.

24. August

In Moskau trafen sich die Vorstandschefs von OMV Rainer Seele und von Gazprom Alexej Miller in der Unternehmenszentrale des russischen Gaskonzerns am 23. August 2016. Beide bekräftigten mit Blick auf eine steigende Gasnachfrage in vielen Ländern Europas die Bedeutung der geplanten Gasleitung Nord Stream 2 in der Ostsee für das europäische Energiesystem, hieß es bei Gazprom zum Treffen. Auch der Export von russischem Gas nach Österreich erhöhte sich von Januar bis August 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 17,8 Prozent. Im letzten Jahr bezog Österreich 4,4 Milliarden Kubikmeter Gas aus Russland und somit 11,5 Prozent mehr als 2014.

22. August

Bis Jahresende soll ein neues Modell zur Finanzierung des Gasleitungsprojektes Nord Stream 2 stehen, erklärte laut russischer Nachrichtenagentur Tass Gazprom-Chef Alexej Miller. Derzeit werde an möglichen Modellen gearbeitet. Die Partner hätten bestätigt, sich am Ausbau in der Ostsee zu beteiligen. Das Projekt laufe nach Plan weiter. An der Nord Stream 2 AG sei Gazprom allein zu 100 Prozent beteiligt. Die Ausschreibung für Rohrlieferanten sei entschieden. Alles sei in Arbeit, so Miller.

20. August

„Ein Verbot war es nicht. Wir antworteten auf die Fragen zu den Einwänden. Wir entschieden uns, nicht zu warten“, sagte Gazprom-Vizevorstand Alexander Medwedew russischen Medien zufolge zum abschlägigen Entscheid von Polens Wettbewerbsbehörde zur Gründung des Konsortiums Nord Stream 2. Das Unternehmen Nord Stream 2 existiere und arbeite. Die europäischen Partner suchten nun nach Möglichkeiten, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Wie sie sich beteiligen, entschieden sie jedoch selbst. Sie eruierten ihre Beteiligungsmöglichkeiten. Das Projekt Nord Stream 2 zum Ausbau der Transportleistung in der Ostsee laufe indessen nach Plan, was auch im Sinn der Partner sei.

19. August

Die ukrainische Kartellbehörde forderte beim russischen Gaskonzern Gazprom und seinen europäischen Partnern Shell, OMV, Wintershall, E.on und Engie Mitspracherecht am Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 ein und veröffentlichte hierzu eine dementsprechende Erklärung. Um die Verletzung des Gesetzes zum Schutz des wirtschaftlichen Wettbewerbs zu verhindern, sollten sich die Projektteilnehmer von Nord Stream 2 an die ukrainische Behörde mit einem entsprechenden Antrag wenden. Derweil erwartet der russische Energieminister Alexander Nowak laut Medien, dass bereits im Oktober das zwischenstaatliche Abkommen zur Gasleitung im Schwarzen Meer Turkish Stream mit der Türkei unterzeichnet werden kann. Im türkischen Fernsehen erklärte sein Amtskollege Berat Albayrak, dass Russland und die Türkei die Gespräche wieder aufgenommen hätten und die Beziehungen zwischen den Ländern auf das Vorkrisenniveau zurückkehren. Die Ukraine beklagt ihrerseits rückläufige Transite durch den russischen Gaskonzern Gazprom und will hier schiedsgerichtlich Strafzahlungen in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar einfordern.

Bildquelle: TAP-Konsortium
Bildquelle: TAP-Konsortium

Im griechischen Hafen Alexandroupoli seien weitere über 700 Pipeline-Rohre zum Bau der Transadria-TAP-Gasleitung eingetroffen, meldete das TAP-Konsortium über Twitter am 18. August 2016. Für den Bau der TAP-Gasleitung von der türkischen Westgrenze über Griechenland, Albanien durch die Adria nach Italien werden rund 45000 Rohre benötigt. Die TAP ist die Anschlussleitung für die Transanatolische Gasleitung Tanap quer durch die Türkei und die Südkaukasus-Pipeline, um ab 2020 aus Aserbaidschan 10 Milliarden Kubikmeter Gas transportieren zu können.

18. August

Die jährlichen Wartungsarbeiten bei der Gasleitung Nord Stream seien erfolgreich beendet, teilte das Konsortium Nord Stream AG mit. Sie liefen in diesem Jahr zwischen dem 9. und 17. August. Beide Stränge der Pipeline seien vorübergehend gleichzeitig für die routinemäßigen Wartungsarbeiten abgeschaltet worden. Der Gastransport seitens des russischen Upstream-Partners soll jetzt wieder aufgenommen werden. Die volle Kapazität der Nord Stream-Pipeline steht laut Konsortium dann wieder zur Verfügung. „Eine umfassende und langfristige Integritätsmanagements-Strategie der Pipelines ist ein wesentlicher Teil der Aktivitäten der Nord Stream AG“, erklärt der Maintenance Director der Nord Stream AG, Ruurd Hoekstra, zum Abschluss der Wartungsarbeiten und betont: „Dank dieser Strategie und der Expertise unserer Mitarbeiter konnten die geplanten Wartungsmaßnahmen an der Pipeline im vierten Jahr in Folge auf höchstem technischem Standard sicher und innerhalb des Zeitplans durchgeführt werden.“ Die Transportkapazität der beiden Leitungsstränge umfasst im Jahr 55 Milliarden Kubikmeter Gas. Am Konsortium ist der russische Gaskonzern Gazprom mit einer 51-Prozent-Beteiligung Hauptaktionär des Pipeline-Projekts. Die zwei deutschen Energieunternehmen Wintershall und E.ON sind mit jeweils 15,5 Prozent beteiligt, die niederländische N.V. Nederlandse Gasunie und der französische Energieversorger Engie mit jeweils 9 Prozent.

12. August

Die Partner des Gasleitungsprojektes Nord Stream 2 Gazprom, Shell, OMV, Wintershall, Engie und Uniper zogen ihre Anmeldung zum Fusionskontrollverfahren bei der polnischen Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbhörde zurück, teilte das Konsortium mit. Damit reagierten die Partner auf den abschlägigen Bescheid der Behörde zur Gründung ihres Konsortiums Nord Stream 2 vom Juli 2016. Dies werde sich nicht auf den planmäßigen Bau der Nord Stream 2-Pipeline auswirken.

Die Türkei werde sich zur Hälfte an der Finanzierung des Abschnittes von der Gasleitung Turkish Stream auf dem türkischen Festland beteiligen. Das bekräftige der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan im Interview mit Haberturk am 11. August 2016. Sie ist für Gastransporte nach Europa vorgesehen.

9. August

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bekräftigte auf der Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin in St. Petersburg die Absicht, das Gasleitungsprojekt Turkish Stream umzusetzen. Dieses Projekt zu beschleunigen, ist eine unserer aktuellen Aufgaben. Ich denke, dass dies richtig ist“, erklärte Erdogan. Hier seien auch russische Gaslieferungen weiter nach Europa vorgesehen. Seinen Worten nach importiert die Türkei im Jahr 28 Milliarden Kubikmeter Gas aus Russland. 10 Milliarden Kubikmeter Gas importierten private Unternehmen und 18 Milliarden Kubikmeter Gas staatliche Organisationen.

8. August

Am Vorabend seines Besuches in Russland bekundete der türkische Präsident Recep Tayyep Erdogan in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Tass Bereitschaft, zügig alle notwendigen Schritte zur Umsetzung des Nachfolgeprojektes Turkish Stream im Schwarzen Meer zu unternehmen. Hindernisse sieht Erdogan hierfür nicht. Zugleich hoffe Bugarien auf eine Wiederauflage des Gasleitungsprojektes South Stream im Schwarzen Meer, berichteten Medien jüngst im August. In einem Telefonat hätten sich der bulgarische Premier Bojko Borisow und Russlands Präsident Wladimir Putin auf eine Arbeitsgruppe zu gemeinsamen Energieprojekten verständigt. Hier sei es auch um South Stream gegangen. Offizielle Vorschläge zu Arbeitsgruppen seien von der bulgarischen Seiten jedoch noch nicht eingegangen, ließ das russische Energieministerium zuletzt zum aktuellen Sachstand wissen.

2. August

Die Pläne zur Wiederbelebung des Gasleitungsprojektes Turkish Stream vonseiten Russlands und der Türkei rufe bei Diplomaten der Europäischen Union Sorgen hervor, meldete die Nachrichtenagentur Reuters am 1. August 2016. Diese fürchteten, dass Turkish Stream ausgebaut werde, um die Ukraine als Transitland zu umgehen, die Abhängigkeit vom russischen Gaslieferanten Gazprom zu erhöhen und alternative Lieferungen aus der kaspischen Region zu versperren. „Es macht für die Türkei Sinn, aus Russland billiges Gas zu bekommen, aber es wird mit Folgen verbunden sein: für uns kann das ein Problem werden“, zitierte Reuters einen EU-Vertreter. Zugleich hielten Experten die Pläne für mehr rhetorisch als realistisch.

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