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Pipeline-Ticker 2017

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Die Erdgasförderung in Sibirien stellt besondere Herausforderungen an Mensch und Material. Bei Temperaturen von bis zu -65 Grad erfordern Kälte, Schnee und Eis innovative technologische Lösungen und neue Wege, um die anspruchsvollen Lagerstätten zu erschließen. Abdruck honorarfrei. Copyright by BASF. Producing natural gas in Siberia poses particular challenges for people and equipment. With temperatures as low as -65 degrees, the cold, snow and ice demand innovative technological solutions and new approaches for developing difficult reservoirs. Print free of charge. Copyright by BASF.
Bildquelle: BASF

Im Pipeline-Ticker erfahren Sie Neues über laufende Pipelineprojekte.

22. März

Das Hauptprojekt in der Energiekooperation mit Russland ist für den Chef des deutschen Chemiekonzerns BASF, Kurt Bock, das Gasleitungsprojekt Nord Stream 2. Dies bekräftigte er beim Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Moskauer Kreml. „Wir haben das Projekt Nord Stream 1 zum Erfolg geführt.“ Das werde auch mit Nord Stream 2 gelingen, zeigte sich Bock überzeugt. Bereits am Vortag hatte er sich mit Gazprom-Vorstandschef Alexej Miller noch einmal über den Leitungsausbau in der Ostsee verständigt.

15. März

Der russische Gaskonzern Gazprom will mit der Inbetriebnahme des erstes Leitungsstranges der Schwarzmeerpipeline Turkish Stream Ende 2019 die Gaslieferungen über die Ukraine, Rumänien und Bulgarien in die Türkei einstellen. Darüber informiert das Regierungsabkommen zwischen der Türkei und Russland, das im offiziellen russischen Internetportal zu Rechtsdokumenten veröffentlicht wurde. Hier heißt es in Artikel 1 Absatz 1, dass die Seiten davon ausgingen, dass das russische Gas, das aktuell an die bulgarisch-türkische Grenze geliefert werde, mit dem Datum der Inbetriebnahme über den ersten Leitungsstrang der Offshore-Gaselitung an türkische Küste transportiert werden soll.  Er ist auf eine Jahrestransptortleistung von 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas veranschlagt und für die türkische Versorgung vorgehen. Für den Bauabschnittt auf dem türkischen Festland ist laut Abkommen Botas komplett zuständig. Die Pipeline-Verlegearbeiten im Schwarzen Meer sollen in diesem Jahr erfolgen, bestätigte Russlands Präsident Wladimir Putin jüngst beim Besuch seines türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan in Moskau. Hierzu beauftragt ist die Schweizer Alleeas Gruppe.

14. März

Nachdem der russische Gaskonzern Gazprom und die Europäische Kommission sich auf eine Regelung zu zentral- und osteuropäischen Gasmärkten verständigt haben, könnte die Kommission nun auch das Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 unterstützen, berichteten Medien. Mit dieser Regelung endet das Verfahren der EU gegen Gazprom wegen Wettbewerbsverstöße in Zentral- und Osteuropa.

10. März

„Gazprom plant, in diesem Jahr den Bau einer weiteren wichtigen Energieroute – Turkish Stream – zu beginnen“, bekräftigte der russische Präsident Wladimir Putin auf der Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan in Moskau. Im Vorfeld hatte Energieminister Alexander Nowak erklärt, dass die nötigen Dokumente vorlägen und daher zum Bau des ersten Leitungsstranges durch das Schwarze Meer alles vorbereitet sei inklusive der Vertrag mit der Schweizer Allseas Gruppe, die mit den Vorlegearbeiten beauftragt wurde. Die Transportkapazität ist auf 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr veranschlagt. Das Gas des erstes Leitungsstranges ist für den türkischen Markt vorgesehen, so dass keine Gaslieferungen über die Ukraine mehr nötig sind.

Der italienische Gasnetzbetreiber Snam will laut seinem Investionsplan 2017-2021 in den Bau der Transadriagasleitung TAP 270 Millionen Euro investieren. Den Plan stellte am 7. März 2017 Snam-Chef Marco Alvera vor.

Bildquelle: Snam

Insgesamt plant sein Unternehmen, 5 Milliarden in die Hand zu nehmen, um das italienische Gasnetz und seine Anschlüsse an europäische Gasleitungen auszubauen. Das stärke die Sicherheit und Flexibilität der Versorgung. Die TAP soll ab 2020 10 Milliarden Kubikmeter Gas aus Aserbaidschan von der türkischen Westgrenze über Griechenland, Albanien durch die Adria nach Italien transportieren. Am TAP-Konsortium ist Snam wie die britische BP und Aserbaidschans Ölgesellschaft Socar mit 20 Prozent beteiligt. Der Rest entfällt auf die belgische Fluxys (19 Prozent), Spaniens Enagas (16 Prozent) und die Schweizer AXPO (5 Prozent).

8. März

Ein Modell zur Finanzierung des Gasleitungsprojektes Nord Stream 2 erwartet der Vorstandschef der deutschen Wintershall Holding Mario Mehren bis Ende des ersten Halbjahres 2017. Dies erklärte er Medien zufolge im Rahmen der Energiekonferenz CERAweek in Houston in den USA. Finanzvorstand der Nord Stream 2 AG, Paul Corcoran sagte in Houston, dass in den nächsten Wochen die Genehmigungsanträge zum Bau der beiden Leitungsstränge in der Ostsee bei den betreffenden europäischen Ländern eingereicht werden sollen, berichtete die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti. Dies seien die vier Länder Dänemark, Deutschland, Finnland und Russland. In Schweden laufe das Genehmigungsverfahren bereits. Corcoran erwartet, dass die Genehmigungen bis Anfang 2018 vorliegen, so dass der Bau beginnen kann.

3. März

Das neue Finanzierungsmodell zur Umsetzung des 9,9 Milliarden Euro teuren Gasleitungsprojektes Nord Stream 2 soll noch in diesem März vorgelegt werden. Darüber sprach der Vizevorstand des russischen Gaskonzerns Gazprom in einem Interview mit der Tageszeitung Financial Times Anfang März. Die europäischen Partnern prüften noch, wie sie sich am Bau beteiligen könnten. Gemeint sind die deutschen Unternehmen Wintershall und E.on, der österreichische Mineralölkonzern OMV, der britisch-holländische Gasmulti Shell und Frankreichs Energiegesellschaft Engie. Geplant war, dass diese fünf Unternehmen je 10 Prozent am Konsortium Nord Stream 2 in Zug in der Schweiz übernehmen, während Gazprom die andere Hälfte innehat. Dagegen sprach sich im letzten Jahr die polnische Wettbewerbsbehörde aus, so dass Gazprom nun alleiniger Anteilseigner der Nord Stream 2 AG ist. Durch die zwei neuen Leitungsstränge zu je 27,5 Milliarden Kubikmeter Transportleistung erhöht sich der mögliche Transportumfang durch die Ostsee auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas.

28. Februar

Es bestehe keine Notwendigkeit für die russische Gasleitung Nord Stream 2, da die Schaffung eines diversifizierten Gasmarktes für die Europäische Kommission Priorität habe, sagte der EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie Miguel Canete auf der Pressekonferenz nach der Tagung des Rates Verkehr, Telekommunikation und Energie am 27. Februar 2017 in Brüssel. Die EU werde auch weiterhin den Transit von russischem Gas durch die Ukraine zu unterstützen. Die geplante Pipeline „ist nicht in Einklang mit den Zielen“ der EU. In jedem Fall seien die Regeln des europäischen Energiebinnenmarktes zu respektieren, vor allem diejenigen des dritten Energiepaketes.

23. Februar

Die Kosten zum Bau des Südlichen Gaskorridors für Gastransporte aus Aserbaidschan über Georgien und die Türkei nach Europa sollen nicht höher als 40 Milliarden Euro sein, erklärte der aserbaidschanische Energieminister Natig Alijew laut Medien in Baku auf einer Pressekonferenz. In Baku tagt aktuell der Southern Gas Corridor Advisory Council. Der Vizepräsident der Europäischen Kommission Maros Sefcovic ist aus diesem Anlass in die aserbaidschanische Hauptstadt gereist. Seinen Worten nach muss alles Mögliche getan werden, damit die Gaslieferungen über den Südlichen Gaskorridor nach Europa 2020 aufgenommen werden können.

22. Februar

Die Nord Stream 2 AG beauftragte in einem internationalen Ausschreibungsverfahren das Schweizer Unternehmen Allseas, die beiden neuen Leitungsstränge durch die Ostsee von 2018 bis 2019 zu verlegen, teilte die Gazpromtochter mit Sitz in Zug in der Schweiz mit. Die drei Rohrverlegeschiffe Pioneering Spirit, Solitaire und Audacia sollen dabei zum Einsatz kommen. Diese dynamisch positionierten Rohrverlegeschiffe, die auch ohne Anker höchst präzise manövriert werden können, sollen Umweltauswirkungen reduzieren und für mehr Sicherheit in der verkehrsreichen Ostsee sorgen. Die Solitäre war bereits bei den Verlegearbeiten der ersten Nord-Stream-Pipeline mit im Einsatz. Den Vertrag wollen die Unternehmen in den nächsten Tagen unterzeichnen. Im Dezember 2016 hatten sie hierzu eine Absichtserklärung geschlossen. Weitere Ausschreibungen für Baumaßnahmen zur Rohrverlegung in küstennahen Gewässern und in den Anlandungsbereichen in Russland und Deutschland, liefen noch. Durch die Gasleitung Nord Stream 2 verdoppelt sich die Transportkapazität in der Ostsee auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr.

20. Februar

Eine direkte Verbindung für die Europäische Union von den Erdgasvorkommen im Levante-Becken vor der israelischen Küste zum Südlichen Gaskorridor sollte oberste Priorität haben, angesichts dessen, dass die dort entdecken Vorräte mit bis zu 1200 Milliarden Kubikmeter Gas dem Umfang der aserbaidschanischen Gasreserven im Shah-Deniz-Gebiet entsprechen, erklärte der griechische Energie- und Umweltminister Giorgos Stathakis mit Aserbaidschans Nachrichtenagentur Trend anlässlich der Sitzung des Southern Gas Corridor Advisory Council in Baku am 23.Februar 2017. Außer der Transadriagasleitung TAP als Anschlussleitung für Gastransporte aus Aserbaidschan über Georgien und die Türkei unterstütze Griechenland besonders die Gasverbindungsleitung IGB nach Bulgarien und die Ionisch-Adriatische Gasleitung von Albanien nach Kroatien, um ein süd-östliches Energiedrehkreuz einzurichten.

19. Februar

Das Pipelineprojekt Nord Stream 2 sei abzulehnen, da Russland Energie als politisches Instrument einsetze, erklärte laut Medien Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaitė in Diskussionen auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 17. Februar 2017. Dies zeige die Erfahrung mit Russland bei der langjährigen Monopolstellung als Gaslieferant. Ihr Ziel ist daher die Diversifizierung. Mit dem Gasleitungsprojekt soll jetzt auf die Pläne zur Schaffung einer europäischen Energieunion Einfluss genommen werden.

17. Februar

In Berlin sprachen Gazprom-Vorstandschef Alexej Miller und die deutsche Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries auf einem Arbeitstreffen über das Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 und gestiegene Gasexporte nach Deutschland, teilte der russische Gaskonzern mit. So legten diese laut Gazprom im Januar 2017 um 23,2 Prozent und jetzt vom 1. bis 15. Februar sogar um 37 Prozent im Vergleich zu den vergleichbaren Monatszeiträumen 2016 zu. Im letzten Jahr exportierte Gazprom nach Deutschland 49,8 Milliarden Kubikmeter Gas. Die Nord-Stream-Pipeline sei diesen Januar maximal ausgelastet worden, da Verbraucher Gaslieferungen ohne Transit über die Ostsee sehr stark nachfragten. Auch Nord Stream 2 soll wie die bestehende Ostseegasleitung an die deutsche Ostseeküste 55 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr transportieren können.

14. Februar

Erneut wandte sich die Ukraine gegen den Bau der Gasleitung Nord Stream 2. Dementsprechend betonte der ukrainische Premier Wladimir Groisman kürzlich auf seinem Besuch in Brüssel beim Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Maros Sefcovic im Februar, dass die Ukraine auf die Unterstützung und Solidarität der EU zähle, wenn es darum geht, auf die politisch motivierten Projekte Nord Stream 2 und die erhöhte Kapazitäten der OPAL-Pipeline für russische Gaslieferungen zu reagieren. Die Ukraine sei ein zuverlässiger Transitpartner. Der Chef des russischen Gasleiferanten Gazprom Alexej Miller hegt daran indes Zweifel und verwies laut russischen Medien auf eine angespannte Lage bei den Gasspeichern in der Ukraine. Sie enthielten nur noch rund 8,97 Milliarden Kubikmeter Gas und somit 15,1 Prozent weniger als im letzten Jahr.

13. Februar

Der Aufsichtsrat des russischen Gasmarktführers Gazprom genehmigte am 9. Februar 2017 den Erwerb von weiteren Aktienanteilen am Betreiber Nord Stream 2 im Wert von 1,425 Milliarden Euro zu erwerben, berichteten russische Agenturen. Dementsprechend werde Gazprom 71250 zusätzliche Namensaktien an Nord Stream 2 zu einem Nennwert von 1000 Franken je Aktie erwerben, die in diesem Jahr ausgegeben und bezahlt werden sollen. Dies soll zur Kapitalerhöhung des Nord-Stream 2-Betreibers in Zug in der Schweiz beitragen.

10. Februar

Die Türkei und Israel beabsichtigten, vom Gasfeld Leviathan vor der israelischen Küste bis an das türkische Festland eine Gasleitung für Gastransporte nach Europa zu verlegen, erklärte laut aserbaidschanischen Medien Matthew James Bryza, Aufsichtsratsmitglied im türkischen Unternehmen Turcas Petrol und ehemaliger US-Botschafter in Aserbaidschan. Zunächst sollen auf diesem Weg 8 bis 10 Milliarden Kubikmeter Gas in die Türkei für den Eigenbedarf exportiert werden. Die Gespräche hierzu sollen bis 2020 abgeschlossen sein, so Bryza. Das israelische Gas könne in den Südosten der Türkei geliefert werden und von dort über die Transanatolische Gasleitung Tanap weiter nach Europa transportiert werden, sagte Professorin Brenda Shaffer von der Georgetown Universität in den USA.

8. Februar

Der russische Präsident Wladimir Putin unterzeichnete das Ratifizierungsgesetz zum zwischenstaatlichen Abkommen über das Gasleitungsprojekt Turkish Stream, teilte der russische Kreml am 7. Februar 2017 mit. Im Oktober letzten Jahres hatten Russland und die Türkei das Abkommen geschlossen, das die Parlamente beider Länder ratifizierten. Geplant ist, zwei Leitungsstrenge von russischen Schwarzmeerküste an den türkischen westlichen Bosporus zu verlegen. Die Transportleistung ist auf je 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr veranschlagt. Ein Leitungsstrang ist für den türkischen Bedarf vorgesehen, während der andere Leitungsstrang bis an die Grenze zu Griechenland fortgeführt werden soll, um von dort aus russisches Gas nach Europa weiter zu transportieren. Der Baustart ist für die zweite Jahreshälfte 2017 angesetzt. Die Schweizer Allseas Gruppe ist beauftragt, die Verlegearbeiten im Schwarzen Meer vorzunehmen.

3. Februar

Der russische Mutterkonzern Gazprom übernimmt nun auch die übrigen 50 Prozent Anteile an der Nord Stream 2 AG in Zug von seiner niederländischen Tochter Gazprom Gerosgaz Holdings B.V., heißt es in russischen Medien. Dem stimmte der Aufsichtsrat Anfang Februar 2017 zu. Im letzten Dezember hatte Gazprom die erste Hälfte von Gerogaz erworben. Die niederländische Tochtergesellschaft hielt davor alle Anteile am Betreiberunternehmen in der Schweiz, das die zweite Gasleitung in der Ostsee plant. Die Gasleitung Nord Stream 2 soll die Transportkapazität von 55 auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr verdoppeln. Um ab Ende 2019 alle vier Leitungsstränge in der Ostsee füllen zu können, baut Gazprom sein Förderzentrum auf der nordsibirischen Halbinsel Jamal und die Transportinfrastruktur dahin kräftig aus.

2. Februar

Gaslieferungen für Ungarn über die Gasleitungen Nord Stream 2 und Turkish Stream seien technisch möglich, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin zu den Gesprächsergebnissen mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban am 2. Februar 2017 in Budapest. Das Nord-Stream-Gas könne über die Slowakei und Österreich nach Ungarn transportiert werden. Orban seinerseits verwies auf ungenutzte Transportkapazitäten seines Landes im Norden, die dann dafür in Anschlag kämen. Zugleich zeigte er sich an einem Einstieg in das Projekt Turkish Stream interessiert. Das Vorgängerprojekt South Stream habe schon den nationalen Interessen Ungarns entsprochen.

1. Februar

Russlands Präsidentenberater Juri Uschakow schließe nicht aus, dass Ungarn an die neuen Gasleitungen Nord Stream 2 und Turkish Stream von Gazprom angeschlossen werden kann, berichteten russische Agenturen. Dafür müsse geklärt werden, welcher Anschluss von Nord Stream 2 sich für Ungarn anbiete, erläuterte zudem Uschakow. Zugleich senkte der russische Gaskonzern Medien zufolge seine Gaslieferungen über die bestehende Ostseegasleitung Nord Stream und die Anschlussleitung Opal.

30. Januar

„Ich hoffe, dass wir auch in der Frage der Energie unterstützt werden. Wir versuchen, zusammen bestimmte Beschlüsse zu finden, was Nord Stream 2 angeht“, erklärte in Berlin der ukrainische Präsident Petro Poroschenko vor seinen Gesprächen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Poroschenko lud Merkel hier ebenso zu einem Gegenbesuch in der Ukraine ein.

26. Januar

„Wir haben gehört, dass Polen beabsichtigt, das Transitgeschäft nicht zu verlängern. Dies bringt Lieferisiken für die europäischen Länder, inklusive Deutschland“, warnte Gazprom-Vizevorstand Alexander Medwedew in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters am 25. Januar 2016. Der Transitvertrag mit Polen läuft noch bis 2022. Über die Jamal-Europa-Gasleitung können im Jahr 33 Milliarden Kubikmeter Gas über Polen nach Deutschland  transportiert werden. Es gebe keine Pläne hier den Transit zu begrenzen oder zu stoppen, sagte Medwedew. Mit der geplanten Gasleitung Nord Stream 2 laufe es nach Plan. Medwedew erwartet von den europäischen Partnern, dass sie sich in diesem Jahr an der Finanzierung beteiligen. Ende 2019 sollen die zwei Leitungsträge mit einer jährlichen Transportkapazität von insgesamt 55 Milliarden Kubikmeter in Betrieb gehen. Widerstand gegen das Projekt gibt es vornehmlich aus der Ukraine und Polen. Der polnische Energieminister Krzysztof Tchórzewski sieht laut polnischer Nachrichtenagentur  PAP kein Transitrisiko. Der Vertrag werde verlängert, sofern keiner der Partner 2019 eine Nachverhandlung zu den Vereinbarungen beantrage.

25. Januar

Gazprom erörtere die Möglichkeit, die Gasleitung Poseidon und die Transadria-Pipeline TAP für Gasexporte nach Europa zu nutzen, sagte laut Medien der Vizevorstand des russischen Gaskonzerns Alexander Medwedew auf der diesjährigen Europäischen Gaskonferenz in Wien am 24. Januar. Dementsprechend stellte Federico Ermoli, Vizepräsident vom italienischen Gasnetzbetreiber Snam, laut russischer Nachrichtenagentur Interfax in Aussicht, dass die TAP ausgebaut werden und dann aserbaidschanisches und russisches Gas transponieren könne. Gulmira Rzayeva, Expertin am Zentrum für strategische Studien zu Energiefragen beim aserbaidschanischen Präsidenten und Oxford-Institut für Energiestudien schloss diese Möglichkeit indes aus. Snam hält am TAP-Konsortium wie die britische BP und Aserbaidschans Nationale Ölgesellschaft 20 Prozent. Belgiens Fluxys ist zu 19 Prozent beteiligt. Spaniens Enagás verfügt über 16 Prozent und die Schweizer Expo über 5 Prozent.

23. Januar

Um die Staatsauflage, an kleine und mittelständische Unternehmen Aufträge zum Bau der Gasleitung Kraft Sibiriens zu vergeben, beauftragte laut russischen Medien Russlands Gasmarktführer Gazprom das Tomsker Unternehmen TomPromGaz mit dem Bau von Hilfseinrichtungen an der Pipeline-Trasse. Die 40 Verträge zu einem Gesamtwert von 7,9 Milliarden Rubel umfassen Bauprojekte zum Betrieb von Kraft Sibiriens wie Bürogebäude, Wohn- und soziale Einrichtungen, Produktionsanlagen und Energieinfrastruktur in der Stadt Aldan in Jakutien.

18. Januar

Die Gasleitung Bowanenkowo-Uchta 2 ging in Betrieb, meldete der russische Gaskonzern Gazprom. An der feierlichen Inbetriebnahme am Gasfeld Bowanenkowo auf der Jamal-halbinsel nahm Russlands Präsident Wladimir Putin per Video-Übertragung teil. Die neue Gasleitung gehört zu Gazproms nördlichen Transportkorridor, um vom Förderzentrum Bowanenkowo auf Jamal Gas nach Europa über die Ostseegasleitung Nord Stream zu exportieren. Sie erstreckt sich nach Worten von Gazprom-Chef Alexej Miller auf 1265 Kilometer Länge. Die jährliche Transportkapazität ist im Endausbau auf 57,5 Milliarden Kubikmeter Gas veranschlagt. Zusammen mit der bestehenden Bowanenkowo-Uchta-Pipeline können in Summe dann 115 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr vom Bowanenkowo-Vorkommen abtransportiert werden. Auch die Anschlusslinien von Uchta bis Ust-Luga an der Ostsee sollen ausgebaut werden, um genügend Gas für die geplante Gasleitung Nord Stream 2 heran transportieren zu können, die den Transportumfang über die Ostsee auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas verdoppeln soll.

8. Januar

Seit Jahresbeginn exportiert Russlands Gasmarktführer Gazprom laut russischen Medien aufgrund hoher Nachfrage in Europa über die Gasleitung Nord Stream täglich über 160 Millionen Kubikmeter Gas. An drei Tagen waren es je 165,5 Millionen Kubikmeter Gas. Bei dieser Liefermenge könnte Gazprom im Jahr über 60 Milliarden Kubikmeter Gas über die Ostsee nach Europa liefern, vorausgesetzt der Umfang bliebe an 365 Tagen im Jahr konstant. „Derzeit ist das Auslastungsvolumen von Nord Stream auf Jahresbasis 10 Prozent höher ist als das projektierte Volumen der Gaspipeline.“ Die europäischen Abnehmer wählten den sehr zuverlässigen Gastransport über diese direkte und technisch moderne Gasverbindung ohne Transitgebühren. Auch die geplante Gasleitung Nord Stream 2 werde diese Vorteile bieten, erklärte Gazprom-Chef Alexej Miller.

2. Januar

Der russische Gaskonzern Gazprom verkündete zum Jahresauftakt einen Transportrekord über die bestehende Gasleitung Nord Stream in der Ostsee. Dementsprechend wurden am 1. Januar 2016 160,75 Millionen Kubikmeter Gas nach Lublin an die deutsche Ostseeküste  durchgeleitet. Gazprom sieht darin ein wichtiges Signal, die Transportkapazität über die Ostsee auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr bis Ende 2019 zu verdoppeln.

Quelle: Naftogaz

Die ukrainische Gasversorger Naftogaz meldete derweil einen rückläufigen Transitumfang von russischem Gas nach Europa um 19 Prozent seit 22. Dezember 2016 und führte dies auf höhere Durchleitungsvolumina durch die Nord-Stream-Anschlussgasleitung Opal zurück.

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