Start Pipeline ++Pipeline-Ticker bis Juni 2016 ++

++Pipeline-Ticker bis Juni 2016 ++

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29. Februar

Ian Bradshaw, Chef des TAP-Konsortiums, nannte in Baku als Baustart für die Transadria-Gaspipeline im Rahmen der zweiten Ministertreffen des Konsultativrates zum Südlichen Gaskorridor Ende Mai-Anfang Juni 2016, berichteten Agenturen. Große Fortschritte erreichte das Konsortium in Griechenland. Dank der Regierung Griechenlands würden die Rohre bis Ende April dieses Jahren geliefert, so dass der Bau der Pipeline zur Jahresmitte beginnen könne. Griechenland habe die notwendigen Voraussetzungen für den erfolgreichen Start des Projekts geschaffen, würdigte Gradshow. Auch in Albanien sollen die Pipeline-Rohre bis spätestens Anfang Mai 2016 angeliefert sein.

28. Februar

Wie Medien jüngst im Februar berichteten, erklärte ein Vertreter der Europäischen Kommission für Energie, dass der Südliche Gaskorridor für Gaslieferungen aus dem östlichen Mittelmeer, der Kaspischen Region und dem Nahen Osten in Betracht komme und für Europa Priorität habe. Das Abkommen Russlands mit Griechenland und Italien zum Interconnector Türkei-Griechenland-Italien ITGI am 24. Februar 2016 stehe nicht so hoch im Rang wie der Südliche Gaskorridor aus Südkaukasus-Gaspiepipeline, Tanap und TAP zum Transport von zunächst 10 Milliarden Kubikmeter aus dem Kaspischen Meer in Aserbaidschan ab 2020. Griechenland ist sowohl an der TAP als auch am Projekt ITGI interessiert. Am Konsortium IGI Poseidon ist der griechische Gasversorger DEPA im Gegensatz zum TAP-Konsortium zur Hälfte beteiligt.

27. Februar

Der Bau der Transadria-Gasleitung TAP soll jetzt im März beginnen. Dies erklärte Aserbaidschans Energieminister Natig Alijew dem amerikanischen Botschafter Robert Cekuta laut aserbaidschanischen Medien am 26. Februar 2016. Die TAP ist als Anschlussleitung der transanatolischen Gaspipeline Tanap quer durch die Türkei zum Transport von jährlich 10 Milliarden Kubikmeter Gas aus Aserbaidschan über Griechenland, Albanien durch die Adria nach Italien ab 2020 vorgesehen. 20 Prozent der Bauarbeiten im Rahmen der Tanap seien ausgeführt, erklärte Alijew. Der Minister schätzt die Position der USA zu diesem Projekt. Südkaukasusgasleitung, Tanap und TAP bilden den südlichen Gaskorridor. Der Botschafter empfahl auf einer Sitzung des Konsultativrates das Projekt zu diskutieren, um die Durchführung zu beschleunigen. Für die Europäische Union ist der Südliche Gaskorridor ein Vorzugsprojekt.

25. Februar

Gazprom-Chef Alexej Miller, Marc Benayoun, CEO von Italiens Edison, und Theodoros Kitsakos, CEO von Griechenlands DEPA unterzeichneten in Rom ein Abkommen, um eine südliche Transportroute für russischen Gas nach Europa zu etablieren.

Grafikquelle: Edison
Grafikquelle: Edison

Das Gas soll über das Schwarze Meer via Drittstaaten nach Griechenland und von dort nach Italien transportiert werden, informierte Gazprom am 24. Februar 2016 zum Abkommen. Die  beteiligten Unternehmen hätten sich geeinigt, dafür das Projekt zum Pipeline-Interconnector Türkei-Griechenland-Italien ITGI zu nutzen. Das Vorhaben von Gazprom, Edison und DEPA müsse einen Beitrag zu Europas Strategie zur Diversifizierung und Energieversorgungssicherheit leisten und dazu den Vorschriften des Dritten Energiepaketes entsprechen, ließ ein Sprecher der Europäischen Kommission Medien zufolge wissen.

21. Februar

„Wir unterstützen dieses Projekt absolut“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Außenhandelskammer Michael Harms russischen Agenturen zufolge auf einer Wirtschaftskonferenz in Berlin am 19. Februar 2016 zur geplanten Pipeline Nord Stream 2   und verwies dabei auf die Projektteilnehmer aus Deutschland, Holland, Frankreich und Österreich, die sich darum bemühten, die formalen Anforderungen zu erfüllen. Zwischenstaatliche Abkommen hält er nicht für nötig. Die Politisierung sieht Harms kritisch, handle es sich doch um ein rein wirtschaftliches Projekt, das die Versorgungssicherheit Deutschlands und ganz Europas stärke. Im Interview mit Der Welt betonte der russische Energieminister Alexander Nowak, „dass dieses Projekt vor allem ein wirtschaftliches ist. Die größten Energiekonzerne Europas sind daran interessiert. Denn es ist ein langfristiges Projekt. Und als solches kann es mit anderen Gas- und Flüssiggaslieferanten, auf die jetzt gesetzt wird, konkurrieren.“ Dazu schloss er nicht aus, „dass ein Teil der Lieferungen auch weiterhin über die Ukraine läuft“, wenn dies wirtschaftlich zweckmäßig sei. Alternativpipelines schaffen Nowaks Worten nach Konkurrenz und verbilligen so den Transport auch für die europäischen Kunden. Ein Transitmonopol wirke auf den Transportpreis und schaffe Risiken. Die Ukraine habe gerade eine mehrfache Erhöhung des Transitpreises angekündigt.

18. Februar

Das türkische Bauunternehmen Tekfen Insaat ve Tesisat habe die Ausschreibung zum Bau von Kompressor- und Messstationen an der 1850 Kilometer langen Trasse der transanatolischen Pipeline Tanap gewonnen, teilte das Tanap-Konsortium mit. Hierzu unterzeichneten Tekfen und das Konsortium Tanap Natural Gas Transmission einen dementsprechenden Vertrag. 11 lokale und ausländische Unternehmen nahmen an der Ausschreibung zum Bau von zwei Kompressor- und vier Messstationen teil.

15. Februar

Albanien sei bereit, den Balkan mit dem europäischen Energiemarkt mittels Transadriagasleitung TAP zu verbinden, erklärte der albanische Premier Edi Rama auf einem Besuch des amerikanischen Außenministers John Kerry in Tirana. Dies teilte Kerrys Ministerium am 14. Februar 2016 mit.

13. Februar

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko warnte laut Medien auf der jährlichen Sicherheitskonferenz in München davor, dass die geplante Gaspipeline Nord Stream 2 die Europäische Union von Russland noch abhängiger macht. Dies sei ihr politisches Ziel. Die Ukraine, Polen, die Slowakei, Kroatien und andere europäische Länder würden dadurch geschwächt. Zu Nord Stream 2 werde die Europäische Kommission in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen, erklärte der Kommissionsvizepräsident, verantwortlich für die Energieunion, Maros Sefcovic in München. Er erwartet vom Konsortium Nord Stream 2 ergänzende Informationen, da noch nicht alle hierzu vorlägen. Außerdem sei ein dreiseitiges Gespräch zwischen Russland, der Ukraine und der Europäischen Kommission im Gespräch. Der Bau von Nord Stream 2 kann nach Worten von Gazprom-Chef Alexej Miller Anfang 2018 beginnen, hieß es bei russischen Agenturen. Derzeit bereite sich das Konsortium auf den Kauf der Leitungsrohre vor. Alles liefe nach Plan, bekräftigte Miller. Die Ausschreibung zum Legen der Leitung soll im September erfolgen. Mit der Fertigstellung der zweiten Ostseegasleitung rechnet Miller Ende 2019. Dann können 110 Milliarden Kubikmeter von russischen Gasfeldern zum Anleger bei Lubmin an der deutschen Ostseeküste transportiert werden. Bei Nord Stream 1 beträgt die Transpotkazaität 55 Milliarden Kubikmeter Gas. Die Leitungsrohre von Nord Stream 2 sollen entlang der Route von Nord Stream 1 in schnellerer Geschwindigkeit gelegt werden.

12. Februar

Der serbische Slavenko Terzic Botschafter in Russland bedauerte auf einer Pressekonferenz in Moskau, dass das Gasleitungsprojekt South Stream eingestellt wurde. Es liefen verschiedene Gespräche über den Versorgungsweg. Dennoch erwartet er eine Erhöhung der Menge im Gasspeicher.

11. Februar

Das Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 unterscheide sich vom einstigen Schwarzmeerprojekt South Stream darin, dass es hier keine Leitungsabschnitte auf dem Festland von europäischen Mitgliedsstaaten gebe, erklärte laut russischer Nachrichtenagentur Ria Novosti Wladimir Tschischow, Russlands ständiger Vertreter bei der Europäischen Union. Tschischow rechnet damit, dass Nord Stream 2 gebaut wird. Europäische Energieunternehmen hätten daran Interesse. Schlüssel dafür sei die wirtschaftliche Attraktivität dieses Projektes. Die europäischen Verbraucher benötigten ohnehin russisches Gas. Dagegen äußerte deutschen Medien zufolge Maros Sefocovic, Vizepräsident der Europäischen Kommission und für die Energieunion Europas zuständig, gegen das Projekt Bedenken: „Der Bau der Pipeline würde die Gasversorgung Europas grundlegend verändern. 80 Prozent des aus Russland importierten Gases würde über eine einzige Route fließen“. Das kann seiner Ansicht nach nicht im Sinne der Versorgungssicherheit der EU sein. Das Projekt Nord Stream 2 müsse daher noch einmal neu diskutiert werden, um eine „möglichst vernünftige und günstige Lösung“ zu finden.

10. Februar

Die Europäische Union habe den Stopp des Pipelineprojektes South Stream im Schwarzen Meer nicht veranlasst, erklärte Vygaudas Ušackas, EU-Botschafter in Russland, in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti. Sollte das Projekt doch noch realisiert werden, müssten das europäische Energiepaket 3 und weitere Rechtsnormen der EU eingehalten werden. Diese Forderung hatte Russland seinerzeit dazu veranlasst, vom Bau von vier Leitungssträngen von der russischen an die bulgarische Schwarzmeerküste abzusehen und diese dafür zum türkischen Bosporus zu legen. Doch sind die Gespräche aktuell eingestellt. Russland will sie wieder aufnehmen, wenn sich die Beziehungen zur Türkei nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe im letzten November wieder normalisiert haben.

9. Februar

Noch habe Russland das Gasleitungsprojekt Turkish Stream im Schwarzen Meer nicht aufgegeben, erklärte Agenturen zufolge der russische Botschafter Andrej Karpow in der türkischen Hauptstadt Ankara. Der Ball liege hier im Spielfeld der Türkei. Doch wie es mit dem Projekt weiter geht, sei nach der Krise der Beziehungen zwischen den Ländern schwer zu prognostizieren.

Grafikquelle: Gazprom
Grafikquelle: Gazprom

In einem Fernsehinterview erklärte Wladimir Tschischow, Russlands ständiger Vertreter bei der Europäischen Union, dass er eine Rückkehr zum Vorgängerprojekt South Stream im Schwarzen Meer für möglich hält.

8. Februar

Nach Schlussfolgerungen des juristischen Dienstes der Europäischem Kommission erstrecken sich die Rechtsnormen des Energiemarktes der Europäischen Union nicht auf das Gasleitungsprojekt Nord Stream 2, hieß es in Medienberichten. Zugleich untersucht das Generaldirektorat der Europäischen Kommission für Energie, wie das umgangen werden kann, um Druck auf das russische Projekt ausüben zu können. Unter den Mitgliedsstaaten herrschen unterschiedliche Auffassungen zum Pipeline-Ausbau in der Ostsee. Sind die osteuropäischen Länder Polen und Slowakei wie die Ukraine gegen Nord Stream 2, befürworten Deutschland, Österreich und Frankreich die Verdopplung der Transportkapazität auf jährlich 110 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr ab 2019.

6. Februar

Die geplante Gaspipeline Nord Stream 2 könnte nach Aussage von europäischen Juristen auf Hindernisse durch Gesetze der Europäischen Union zur Liberalisierung des Energiemarktes stoßen, hieß es in Agenturberichten am 5. Februar 2016. Dies gelte nicht nur für Nord Stream 2, sondern auch für die betsehende Ostseegasleitung. So lege das europäische Energiepaket 3 fest, dass der Lieferant, in diesem Fall Gazprom, nicht die Transporte durch die Transitländer kontrollieren könne, was sich auf die Nord-Stream-Abschnitte in den Hoheitsgewässern von Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland bezieht. Diese Abschnitte unterständen der europäischen Jurisdiktion und somit dem Prinzip der Entflechtung der Geschäftsbereiche. Gazprom vertrete dagegen die Position, dass das Legen der Pipline-Abschnitte nur mit den betreffenden Länder rechtlich abgestimmt werden müsse.

5. Februar

Die Europäische Investitionsbank EIB stellt Medien zufolge für den Bau der Transanatolischen Gasleitung Tanap in der Türkei 1 Milliarde Euro bereit. Nach Worten von EIB-Vizepräsident Pim Van Ballekom sollen die Mittel eingesetzt werden, um den Anteil der türkischen Botas im TANAP-Projekt zu finanzieren. Einen weiteren Teil der Mittel werde die Weltbank bereitstellen. „Es wird erwartet, dass die Bank bis Ende April 2016 das Darlehen genehmigt, und die erste Tranche im August ausgezahlt wird“, – sagte Van Ballekom. Über die Tanap sollen 16 Milliarden Kubikmeter Gas aus Aserbaidschan transportiert werden. 6 Milliarden Kubikmeter sind für die Türkei und 10 Milliarden Kubikmeter sind für Europa vorgesehen.

4. Februar

Die polnische Antimonopolbehörde entschied, ihre Untersuchung zu Nord Stream 2 um vier Monate zu verlängern. Es sei notwendig, die Auswirkungen auf den polnischen Markt genau zu untersuchen, teilten die Behördenvertreter mit. Im Dezember 2015 hatten Gazprom und die fünf europäischen Partnerunternehmen einen Antrag auf Genehmigung ihres Gemeinschaftsunternehmens Nord Stream 2 eingereicht. Hat das deutsche Bundeskartellamt dem Konsortium inzwischen seine Genehmigung erteilt, planen die polnischen Wettbewerbshüter, Gazproms gestärkte Position, die mit Nord Stream 2 einhergeht, auf dem polnischen Markt und die Praxis im Umgang mit lokalen Unternehmen zu präzisieren. Des öfteren sprachen sich polnische Regierungsvertreter bereits gegen den geplanten Bau der zweiten Ostsee-Gaspipeline.

3. Februar

In Bulgarien lehnte das Parlament den Antrag der nationalen Oppositionspartei Ataka ab, Aktivitäten zum Pipeline-Projekt South Stream mit Russland wieder aufzunehmen, teilte die bulgarische Nachrichtenagentur Novinite mit. Zu Gerüchten aus Bulgarien zu einer möglichen Wiederaufnahme dieses Projektes erklärte Energiesinister Alexander Nowak im Januar 2016, dass keine Verhandlungen liefen.Aus den Gesprächen zum Pipelineprojekt Nord Stream 2 zog der österreichische Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlesner bei seinen Treffen mit Regierungsvertretern und dem Chef von Russlands Gasmarktführer Gazprom in Moskau eine positive Bilanz. Beide Länder wollen jetzt den Ausbau in der Ostsee voranbringen, um die europäische Energieversorgung zu sichern. Der österreichische Mineralölkonzern OMV ist wie die vier anderen europäischen Partner am Konsortium Nord Stream 2 zu 10 Prozent beteiligt. 50 Prozent hat Gazprom inne.

2. Februar

Auf seinem Arbeitsbesuch in Moskau erklärte der österreichische Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, langfristig an guten Beziehungen mit Russland interessiert zu sein. „Zusätzlich unterstützen wir eine Diversifizierung der Transportrouten, um die Versorgungssicherheit Europas und damit Österreichs zu stärken. Das wird für beide Länder Kontinuität bringen“, betonte Mitterlehner unter Verweis auf das Pipelineprojekt Nord Stream 2. Immerhin beziehe Österreich derzeit mehr als 50 Prozent seines Gasverbrauchs aus Russland, teilte sein Ministerium zum Treffen des Vizekanzlers mit Russlands Vizepremier Dmitri Kosak auf der 15. Tagung der Gemischten Kommission für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit. Mitterlehner betrachtet Gas als wichtigen Brückenenergieträger zur Ökoenergie, da der Umbau des Energiesystems seinen Worten nach nicht von heute auf morgen stattfinden kann.

Quelle: Gazprom
Quelle: Gazprom

Über den aktuellen Stand der laufenden Pipelineprojekte beim russischen Gaskonzern Gazprom informierte in New York auf einem Treffen mit Investoren Vorstandsmitglied Oleg Aksjutin. Verlaufe bei Nord Stream 2 und Kraft Sibiriens alles nach Plan, soll die Umsetzung des Gasleitungsprojektes Turkish Stream im Schwarzen Meer soll starten, wenn sich die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei normalisiert hätten und das das zwischenstaatliche Abkommen hierzu unterzeichnet sei, erklärte Aksjutin laut russischer Nachrichtenagentur Ria Novosti. Turkish Stream ist für die Versorgung der Türkei und Südosteuropa vorgesehen. In seiner Präsentation hat Aksjutin hierfür zwei Leitungsstränge mit einer jährlichen Transportleistung von je 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas verzeichnet. Dazu soll das Werk zur Erdgasverflüssigung LNG auf der Pazifikinsel Sakhalin eine dritte Produktionslinie erhalten und an der Ostsee eine neue LNG-Produktionsstätte entstehen, so dass sich die Produktionskapazität in Russland von aktuell 10 auf in Summe jährlich 25 Millionen Tonnen LNG erhöht.

1. Februar

Die Ukraine habe eine Klage gegen Nord Stream 2 beim Sekretariat der Energiegemeinschaft eingereicht, erklärte der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk bei seinem Treffen mit dem slowakischen Vizepremier und Außenminister Miroslav Lajčák. Das Pipeline-Ausbauprojekt in der Ostsee habe nichts mit Wirtschaft zu. Es sei rein politisch motiviert. Wir appellieren an das Sekretariat der Energiegemeinschaft und Europäische Union eine Untersuchung zu initiieren, um das antieuropäische, antiukrainische, antislowakische , antipolnische Projekt zu stoppen, zitierte das Regierungsamt Jazenjuk. Die Vorherrschaft Russland müsse verhindert und das Schaffen eines wirklich transparenten und wettbewerbsfähigen europäischen Gasmarktes sicher gestellt werden, betonte der Premier.

30. Januar

Der deutsche Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sieht eine positive Entwicklung von Nord Stream 2 dann, wenn die Ukraine Transitland für russisches Gas nach 2019 bleibt. Dies erklärte er in Warschau beim Besuch seines polnischen Amtskollegen Mateusz Morawiecki, berichteten Medien. Für Deutschland sei das Gasleitungsprojekt eine Frage des Geschäfts. Außerdem sprach sich Gabriel für Garantien zu fortlaufenden russischen Lieferungen über die Jamal-Gasleitung aus, die über Weissrussland und Polen russisches Gas an die deutsche Grenze transportiert. Polen steht der geplanten zweiten Ostseegasleitung kritisch gegenüber. Dementsprechend erklärte Polens Außenminister Witold Waszczykowski am 29. Januar 2016 im polnischen Parlament, dass er Nord Stream 2 für ein politischen Projekt hält. „Wir sind gegenüber dem Projekt kritisch“, zitierten Medien den Minister. Es sei wirtschaftlich ineffektiv, da sich dadurch die Abhängigkeit von einer Lieferquelle erhöhe. durch den Ausbau in der Ostsee soll sich die Transportkapazität bei Nord Stream auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr verdoppeln. Dafür konnte Gazprom europäische Partner gewinnen. Neue Partner sind Österreichs OMV und der niederländische Öl- und Gasmulti Shell. Wieder an Bord des Projekt-Konsortiums sind Frankreichs Engie und die beiden deutschen Energieversorger E.on und Wintershall. Am Konsortium Nord Stream 2 hat Gazprom 50 Prozent und die fünf europäischen Partner je 10 Prozent inne.

29. Januar

Quelle: PGNiG
Quelle: PGNiG

Die staatlich polnische Gasgesellschaft PGNiG plant laut Medien, eine Gasleitung zwischen Polen und Norwegen zu bauen, um die Abhängigkeit von russischen Gasimporten zu reduzieren. „Bis 2022 wollen wir die technische Möglichkeit haben, vom Norden einige Milliarden Kubikmeter Gas zu transportieren“, erklärte PGNiG in einer Stellungnahme. Details zum Pipeline-Projekt will das Unternehmen im Verlauf des Jahres präsentieren. 10,2 Milliarden Kubikmeter Gas importiert Polen aktuell jährlich aus Russland, womit das Gros des Gasbedarfs von fast 16 Milliarden Kubikmeter Gas im Land abgedeckt wird. Der Liefervertrag läuft im Jahr 2022 aus. 2009 hatte PGNiG den Stopp zum Gasleitungsprojekt Skanled gemeldet. Skanled sollte über Schweden, Dänemark und von dort über die geplante Baltic Pipeline nach Polen führen. Auch die Pläne zur Baltic Pipeline wurden in diesem Jahr eingestellt.

25. Januar

Der russische Gaskonzern Gazprom will  2016 in den Bau der Gasleitung Uchta Torschok 2 eigenen Angaben nach knapp 46 Milliarden Rubel (0,54 Milliarden Euro) von insgesamt 217 Milliarden Rubel (2,5 Milliarden Euro) investieren. Uchta Torschok 2 soll die Nordtransportroute verstärken, um Gas für die geplante zweite Ostseegasleitung Nord Stream 2 bereitstellen zu können. Für die Gasleitung Kraft Sibiriens sind in diesem Jahr 92 Milliarden Rubel (1,1 Milliarden Euro) eingeplant. Die Gesamtsumme der Investitionen für 2016 beträgt laut russischer Nachrichtenagentur Ria Novosti 842 Milliarden Rubel und somit 9,8 Milliarden Euro.

24. Januar

Die aserbaidscchnaische Nachrichtenagentur Trend berichtete am 23. Januar 2016 über Baufortschritte an der Trasse der Transanatolischen Gasleitung Tanap in der Türkei. Trotz schwieriger Gelände- und Klimabedingungen schreite das Legen der Leitungsrohre ohne Probleme voran, ließ hier das Konsortium Tanap wissen. An der Trasse kämen neueste Technologien und Geräte zum Einsatz. Zu berücksichtigen sei, dass die Tanap wichtige Straßen, Schienen- und Telekommunikationswege sowie Hochspannungsleitungen auf ihrer Route kreuzt. Besonders zügig werden derzeit nach Aussage des Konsortiums die 56-Zoll-Rohre gelegt. Für sie seien Grundstücke erworben worden. Für den Abschnitt, der aus 48-Zoll-Rohren bestehen soll, werde der Kauf von Grundstücken fortgesetzt. Am Tanap-Konsortium ist Aserbaidschans Nationale Ölgesellschaft Socar zu 58 Prozent beteiligt. 30 Prozent hält die türkische Botas, und der Rest anfällt auf die britische BP. Die Tanap soll sich auf 1850 Kilometer quer die Türkei von der Ost- zur Westgrenze erstrecken und 2018 die Gaslieferungen aus Aserbaidschan im Umfang von jährlich 6 Milliarden Kubikmeter Gas in die Türkei aufnehmen. Ab 2020 ist sie dann auch für Gastransporte zur Anschlussleitung der Transadria-Pipeline TAP vorgesehen. Die TAP soll von der türkischen Westgrenze über Griechenland, Albanien durch die Adria im Jahr 10 Milliarden Kubikmeter aserbaidschanisches Gas nach Italien transportieren.

22. Januar

Für die britische Öl- und Gasgesellschaft BP ist der Bau der Transadria-Gasleitung TAP aktuell im Pipeline-Bereich das bedeutendste und größte Infrastrukturprojekt der Welt. „Aserbiadschanisches Gas gelangt über Georgen und die Türkei nach Griechenland und wird von dort über die TAP nach Albanien bis nach Italien transportiert. Die TAP ist ein gutes Beispiel einer  wirtschaftlich durchdachten Unterstützung für die griechische Regierung, um Investitionen ins Land zu holen“, zitierten griechische und aserbaidschanische Medien BP-Spitzenmann Bob Dudley nach seinem Treffen mit dem griechischen Staatsminister Nikos Pappas im Schweizer Davos am 21. Januar 2016. Sein Unternehmen sei froh, Teil dieses Projekts zu sein, in dem Dudley heute das größte Infrastrukturprojekt im weltweiten Pipeline-Bau sieht. Zugleich würdigte er die Bemühungen der griechischen Regierung zur Durchführung dieses äußerst wichtigen Investitionsprojektes. BP ist am Projektkonsortium TAP mit 20 Prozent beteiligt. Auch Aserbaidschans Nationale Ölgesellschaft Socar und Italiens Snam halten je 20 Prozent. Belgiens Fluxys hat 19 Prozent inne und Spaniens Fernleitungsnetzbetreiber Enagas 16 Prozent. Auf die Schweizer Axpo entfallen die restlichen 5 Prozent.

21. Januar

Das Europäische Parlament spricht sich in seiner heutigen Resolution dafür aus, das Potenzial der Ukraine als Transitland für russisches Gas umfassend auszuschöpfen und dadurch den Bau der Gasleitung Nord Stream 2 zu verhindern. Derweil hatte tags zuvor Elena Burmistrowa, Generaldirektorin von Gazprom Export, auf der Europäischen Gaskonferenz in Wien nochmals betont, dass die zweite geplante Ostseegasleitung nicht nur Gas für Verbraucher Nordwesteuropas transportieren, sondern auch zum Gashub Baumgarten in Österreich liefern soll. Von Baumgarten aus könnten dann viele andere Länder in zentral- und Südeuropa versorgt werden.

19. Januar

Sollte die ukrainische Staatsführung auf eine 50-prozentige Erhöhung der Transitgebühren bestehen, drohe der Transit von russischem Gas über die Ukraine nach Europa, zur teuersten Transportroute zu werden, fasste die russische Wirtschaftszeitung Kommersant in einem Bericht über die Ereignisse der betreffenden Länder zusammen. Dies wiederum stärke die Argumente derjenigen, die sich für den Bau einer zweiten Ostseegasleitung einsetzen, da der Transport über Nord Stream dann kostengünstiger sei.

17. Januar

Wegen Chinas sinkender Nachfrage nach Energieressourcen könnten sich die Gasexporte über Kraft Sibiriens 2 nach Nordwestchina verschieben, erklärte der russische Minister für Wirtschaftsentwicklung Alexej Uljukaejw russischen Agenturen zufolge. Geplant ist, von westsibirischen Gasfeldern über das Altargebirge jährlich 30 Milliarden Kubikmeter Gas für einen Zeitraum von 30 Jahren zu exportieren. Ohne jedwede Fristveränderungen werde dagegen das Gasleitungsprojekt Kraft Sibiriens umgesetzt, machte Uljukajew deutlich. Über diese Gasleitung sollen spätestens im Mai 2021 die Gaslieferungen von ostsibirischen Gasfeldern nach Ostchina aufgenommen und innerhalb von fünf Jahren auf 38 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr erhöht werden. Außerdem sind Gastransporte von Vorkommen vor der Pazifikinsel Sakhalin im Gespräch. Hierzu unterzeichneten der russische Gaskonzern Gazprom und Chinas Nationale Ölgesellschaft CNPC im letzten September ein dementsprechendes Memorandum.

14. Januar

Russland sei bereit, das Gasleitungsprojekt Turkish Stream im Schwarzen Meer umzusetzen, wenn türkische und europäische Partner daran endgültig Interesse zeigten, machte der russische Energieminister Alexander Nowak in einem Fernsehinterview deutlich. Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe im November 2015 endeten die Gespräche zwischen den beiden Ländern zum Projektvorhaben, das zuletzt den Bau von zwei Pipeline-Stränge von der russischen Schwarzmeerküste an den westlichen Bosporus der Türkei vorsah. Kürzlich kursierte in Bulgarien das Gerücht, dass das Vorgängerprojekt South Stream wieder aufgenommen werden könnte. Von offizieller bulgarischer und russischer Seite folgten hierauf Dementis. Derweil bestätigte Gazprom-Chef Alexej Miller laut russischen Medien, dass die Türkei im letzten Jahr nach Deutschland der zweitgrößte Abnehmer von russischem Gas war.

13. Januar

Das italienische Unternehmen Saipem sei einer der Anwärter für einen Vertrag mit dem Auftrag, die Gasleitung Nord Stream 2 von der russischen an die deutsche Ostseeküste zu legen, erklärte Gazpromchef Alexej Miller Medien zufolge nach seinem Treffen mit dem Chef der österreichischen Mineralölgesellschaft OMV Rainer Seele. Nach einem Zeitungsbericht der russischen Wirtschaftszeitung Kommersant sind im Rennen zur Auftragsvergabe für die zweite Ostseegasleitung außer Saipem, das Schweizer Unternehmen Allsea, Frankreichs Techniq und die holländische Royal IHC. Ende letzten Jahres startete die Ausschreibung. Die beiden Stränge der ersten Ostseegasleitung legten zwei Spezialschiffe, eines für Flachwasser und Tiefsee von Saipem und eines von Allsea für die Tiefsee. 2500 Kilometer Leitung sind in der Ostsee zu legen, damit sich 2019 wie geplant die Transportkapazität auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr erhöht. Im letzten Oktober hatten Gazprom und Saipem sich zu Gesprächen zur laufenden und künftigen Zusammenarbeit ausgetauscht. In Brüssel warb kürzlich erneut der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel im Gespräch mit dem für Energiefragen zuständigen EU-Kommissar Miguel Alias Cañete für Nord Stream 2. „Beide Seiten waren sich einig, dass bei der Bewertung des Projekts die Interessen der EU und aller betroffenen Mitgliedstaaten berücksichtigt werden müssen“, hieß es hierzu lediglich von der Europäischen Kommission. Länder wie die Slowakei oder das Baltikum lehnen das Projekt ab. Aus Polen war zuletzt zu hören, dass Nord Stream 2 polnischen Gebiet passieren solle. Italien zeigte sich im letzten Jahr ablehnend, scheint aber im Verlauf zur Ausschreibung auf Verhandlungsbereitschaft aus zu sein.

12. Januar

Bildquelle: South Stream Transport
Bildquelle: South Stream Transport

In Bulgarien machte das Gerücht die Runde, dass die Arbeiten am russischen Gasleitungsprojekt South Stream wieder aufgenommen werden sollen. Dem hielt laut russischer Nachrichtenagentur Interfax Kreml-Pressesprecher Dmitri Peskow entgegen, dass dieses Projekt eingestellt sei, so dass auch keine Verhandlungen liefen. „South Stream wurde eingefroren, aber nicht eingestellt“, zitierten Medien am Vortag den bulgarischen Wirtschaftsminister Boschidar Lukarski. An dem Projekt werde aktuell nicht gearbeitet, aber es könne jederzeit wieder aufgenommen werden, stellte der Minister zum Gerücht klar. South Stream hatte Russland Ende 2014 auf Eis gelegt. Durch das Schwarze Meer sollten vier Pipeline-Stränge von der russischen an die bulgarische Küste gelegt werden. Die Transportleistung war wie anfänglich beim Nachfolgeprojekt Turkish Stream auf 63 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr veranschlagt. Turkish Stream liegt ebenfalls auf Eis.

10. Januar

Der Iran könne eine Gasleitung bauen, um wie Russland Gas nach Europa zu exportieren, erklärte laut iranischen Medien der Direktor für internationale Angelegenheiten bei der Nationalen Iranischen Gasgesellschaft NIGC Azizollah Ramezani. Wenn der Abwärtstrend des Ölpreises anhalte, seien Gasexporte nach Europa wirtschaftlich. Als Land mit den weltweit größten Reserven verfügt der Iran Ramezanis Worten nach über 34000 Milliarden Kubikmeter Gas, wovon im Jahr jedoch nur 200 Milliarden Kubikmeter gefördert werden könnten. Durch den Einsatz moderner Technik müsse daher die Produktion erhöht werden.

8. Januar

Um durch das Kaspische Meer von der turkmenischen an die aserbaidschanische Küste eine Gasleitung zu legen, sei eine effektive Diplomatie mit Russland nötig, erläuterte Michael Tanchum vom Globalen Energiezentrum des amerikanischen Atlantikrates im Gespräch mit der aserbaidschanischen Nachrichtenagentur Trend. Dass Turkmenistan als Land mit den weltweit viertgrößten Gasreserven Gas nach Europa in Ergänzung zu Gaslieferungen nach Asien exportiert, wäre eine Revolution, so der Experte. Russland habe daran kein Interesse. Der Bau von zunächst nur einem Leitungsstrang sei für Russland weniger bedrohlich. Für die Umsetzung des Transkaspi-Gasleitungprojektes ist Tanchums Worten nach die Zusammenarbeit zwischen Turkmenistan, Russland, der Türkei und Europäischen Union wichtig, damit sich internationale Energieunternehmen dem Projekt-Konsortium anschließen.

7. Januar

Der Bau der 870 Kilometer langen Transadria-Gasleitung TAP von der türkischen Westgrenze über Griechenland und Albanien durch die Adria nach Italien liegt im Ranking der wichtigsten Projekte für die Weltwirtschaft in Jahr 2016 auf Platz 7. Das Ranking durchgeführt hat das italienische Wirtschaftsmedium Il Sole 24 Ore. Die TAP ist als Anschlussleitung der Südkaukasus- und transanatolischen Gasleitung Tanap vorgesehen, über die ab 2020 aus Aserbaidschan 10 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa transportiert werden soll. An ihr sind BP, Socar und Snam S.p.A zu je 20 Prozent beteiligt. Fluxys hat 19 Prozent inne, Enagás 16 Prozent and Axpo 5 Prozent.

Südosteuropa soll Gas aus Aserbaidschan über den Südlichen Gaskorridor erhalten.
Grafikquelle: TAP-Konsortium

Die Tanap erstreckt sich auf 1850 Kilometer von der türkisch-georgischen Grenze bis zur Westgrenze. Bis zur Stadt Eskişehir in Anatolien sind es 1350 Kilometer. Davon seien Pipeline-Rohre für eine Länge von 850 Kilometer hergestellt, getestet und zum Legen der Leitung an die Auftragnehmer geliefert worden, sagte Wagif Alijew, verantwortlich für Investitionen bei Aserbaidschans Nationaler Ölgesellschaft Socar, im Interview des asbaidschanischen Fernsehsenders ANS. Der größte Teil der Rohre werde in der Türkei und der Rest in China hergestellt. Die Arbeiten an der Trasse würden erschwert, weil sie durch bergiges Gelände führt und dort Schnee liegt, so Alijew weiter. Der Abschnitt bis Eskişehir soll seinen Worten nach im Juni 2018 in Betrieb gehen, so dass die Türkei 6 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr aus Aserbaidschan über diese Gasleitung beziehen kann. Auf der ersten Ausbaustufe umfasse die jährliche Transportkapazität der Tanap 16 Milliarden Kubikmeter Gas. Ein Ausbau auf 31 Milliarden Kubikmeter Gas sei geplant. Gespräche über iranische Gaslieferungen erfolgten nur auf politischer und nicht wirtschaftlicher Ebene. Am Betreiberkonsortium der Tanap hat Socar mit 58 Prozent die Mehrheit inne, während die türkische Botas 30 Prozent der Anteile hält, und BP über 12 Prozent verfügt.

6. Januar

Der ukrainische Gasversorger Naftogaz legte bei der Europäischen Kommission Beschwerde gegen Nord Stream 2 ein. Das Ostsee-Pipeline-Projekt von Russlands Gaskonzern Gazprom mit seinen Partnern entspreche nicht dem gesetzlichen Rahmen der europäischen Energiegemeinschaft und stehe dem Wettbewerb entgegen, teilte Naftogaz mit. Derweil sprach sich Polens Außenminister Witold Waszczykowski in einem Interview mit der deutschen Bildzeitung am 4. Januar 2016 dafür aus, dass die künftige Gasleitung russisches Gas über das polnische Territorium nach Westeuropa transportieren soll. Darin sieht er ein Zeichen der Solidarität und Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und den Ländern Ost- und Zentraleuropas. Im letzten Jahr kritisierte sein Land das Projekt Nord Stream 2.

1. Januar

Allen Lesern wünscht Top Energy News – TEN ein gutes Jahr 2016 und Fortschritte in neuen oder bereits begonnenen Projekten. Auch die Pipeline-Planer schauen auf die Umsetzung ihrer großen Gasleitungsvorhaben. In der Türkei wird seit letztem Jahr die transanatolische Gasleitung Tanap gelegt. Neu auf den Plan kam die Verdoppelung der Ostseegasleitung auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas Transportleistung im Jahr. Im Schwarzen Meer liegen dagegen Gazproms Pipeline-Pläne auf Eis. Israel macht sich Hoffnung, zu einem Gasexporteure mit strategischer Bedeutung zu werden. Eine Gasleitung von Gasfeldern vor der Küste könnte an die türkische Mittelmeerküste gelegt und möglicherweise mit der Tanap verbunden werden, die ab 2020 Gas aus Aserbaidschan an die türkische Westgrenze zur Transadria-Anschlussleitung TAP transportieren soll. Die TAP ist für den Weitertransport über Griechenland, Albanien durch die Adria nach Italien vorgesehen. Russlands Präsident Wladimir Putin erwägt derweil, welche Route im Schwarzen Meer sich für Gasexporte nach Europa eignet. Nord Stream 2 scheint gesetzt zu sein, angesichts dessen, dass europäische Energiegesellschaften sich mit dem russischen Gasmarktführer Gazprom darüber verständigt haben. Österreichs OMV, die britisch-holländische Shell, Frankreichs ENGIE und die beiden deutschen Energieversorger E.on und Wintershall unterstützen Gazprom. Gegenwind kommt aus Italien und einer osteuropäischen Allianz mit dem Baltikum, Polen und der Slowakei an der Spitze. Eine Zerreißprobe für Europas Energieunion?

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