Start Pipeline ++Pipeline-Ticker bis Oktober 2015++

++Pipeline-Ticker bis Oktober 2015++

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The terminating point of the Nord Stream Pipeline is located at the energy hub Lubminer Heide near Greifswald, which covers an area of about 12 hectares, including the receiving terminal of the connecting pipelines OPAL and NEL. The onshore part of Nord Stream’s twin pipelines was built to include an omega-shaped expansion loop, capable of compensating for any possible pipeline expansion or contractions due to pressure and temperature variations. This is connected to huge valves, and the pipeline eventually ends in the PIG (Pipeline Inspection Gauges) trap. The arriving gas is fed into the receiving station of OPAL and NEL via a cross-connection. The gas is then prepared for further transport through the connecting pipelines.
Bildquelle: Gazprom

Hier lesen Sie die neusten Entwicklungen zu Pipeline-Projekten in der Welt:

31. Oktober 

Bildquelle: Gazprom
Bildquelle: Gazprom

Der deutsche Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel besuchte auf seiner Russlandreise Ende Oktober 2015 auch die Moskauer Konzernzentrale von Gazprom. Hier traf er Konzernchef Alexej Miller. Besonderes Augenmerk lag in den Gesprächen auf dem Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 und seine Bedeutung für eine zuverlässige europäische Versorgung angesichts dessen, dass die Gasproduktion in Europa zurückgeht, teilte Gazprom am 29. Oktober 2015 mit. Außerdem bekam Gabriel Einblick in die Arbeit in die Moskauer Leitzentrale, in der das Pipelinenetz von Gazprom gesteuert und überwacht wird.

29. Oktober

Die Trans Adriatic Pipeline AG spricht der deutschen Salzgitter Mannesmann International GmbH den Auftrag zu, Pipelinerohre für die geplante Gasleitung TAP von der türkischen Westgrenze über Griechenland, Albanien durch die Adria nach Italien zu liefern, teilte das Konsortium mit. Dabei geht es 48“ Pipeline-Rohre für Abschnitte an Land und 36“ Rohre für den Abschnitt in der Adria. Die Transadria-Pipeline st Teil des Südlichen Gaskorridors, auf dem ab 2020 im Jahr 10 Milliarden Kubikmeter Gas aus der Kaspisee in Aserbaidschan  über die Türkei bis nach Italien geliefert werden sollen.

28. Oktober

Um politische Einflussnahme auf das Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 zu begrenzen, müsse die Rolle der Ukraine als Transitland einschließlich nach 2019 geklärt werden, erklärte der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel zum Treffen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Nord Stream 2 sei nicht nur im Interesse Deutschlands, sondern auch außerhalb Deutschlands ein sehr interessantes Projekt. Wenn Rechtsfragen in der Kompetenz deutscher Organe blieben, ließe sich ein Eingreifen von außen begrenzen. Hierzu liefen dementsprechende Bemühungen und Gespräche.

27. Oktober

Kritik an Nord Stream 2 kam aus Lettland. Europa sollte konsequenter sein, wenn es um die Energieunabhängigkeit von Russland geht, erklärte die lettische Premierministerin Laimdota Straujuma laut Agenturen. „Ich habe es unseren europäischen Kollegen schon gesagt, dass es in unserem Handeln keine Folgerichtigkeit gibt. Mit der rechten Hand schreiben wir die Energiestrategie, mit der linken bauen wir Nord Stream 2, was in keiner Weise von Europas Fähigkeit zeugt, in entscheidenen Momenten solidarisch zu sein“, machte zum Ausbau der Ostseegasleitung Wirtschaftsministerin Dana Reizniece-Ozola im lettischen Fernsehinterview deutlich.

Grafikquelle: Gazprom
Grafikquelle: Gazprom

Der russische Präsident Wladimir Putin gab den Startschuss zum Bau der Gasleitung Uchta-Torschok 2. Diese Gasleitung ist auf russischem Territorium zur Verstärkung von Gazproms nördlichem Transportkorridor vorgesehen, um auf diesem Weg Gas für die zweite Ostseegasleitung anzuliefern. Ihre jährliche Transportleistung ist auf 45 Milliarden Kubikmeter Gas veranschlagt. Nord Stream 2 soll nach ihrer Fertigstellung 2019 wie die erste Ostseegasleitung 55 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr transportieren können. Außerdem ist laut Gazprom-Chef Alexej Miller eine zweite Gasleitung Bowanenkowo-Torschok geplant, um künftig mehr Gas vom Gasfeld Bowanenkowo auf der Jamal-Halbinsel abtransportieren zu können. Die Entfernung von Bowanenkowo bis Torschok beträgt rund 2400 Kilometer. Uchta-Torschok 2 wird sich dabei auf eine Länge von 970 Kilometer erstrecken.

24. Oktober

Nord Stream entspricht aus Sicht des Präsidenten vom Verband Eurogas Gertjan Lankhorst der einheitlichen Energiepolitik der Europäischen Union. Denn russisches Gas könne über die Ostsee auf Grundlage von Marktpreisen nach Deutschland und Osteuropa geliefert werden. „Deutschland ist ein Staat mit hoher Kompetenz und freiem Markt“, zitierten Medien Lankhorst. Für den Bau der russischen Schwarzmeergasleitung Turkish Stream sieht er keine politischen Hindernisse.

22. Oktober

Der russische Gaskonzern Gazprom will eine zweite Gasleitung von Uchta nach Torschok legen, um ab Ende 2019 von der nördlichen Halbinsel Jamal vom Bowanenkowo-Vorkommen Gas für Nord Stream 2 bereitzustellen. Darüber sprach Unternehmenschef Alexej Miller am 21. Oktober 2015 auf einer Konferenz in Uchta. Die Länge von Uchta-Torschok 2 ist auf 970 Kilometer veranschlagt. Im Jahr soll sie 45 Milliarden Kubikmeter Gas transportieren können. Dazu sind an der Strecke acht Verdichterstationen mit einer Leistung von 689 Megawatt geplant.

21. Oktober

Caspian Routes Map eiaIm nächsten Jahr soll es mit dem Bau der Gaspipeline Turkmenistan-Afganistan-Pakistan-Indien TAPI losgehen, hieß es in turkmenischen und aserbaischanischen Medien am 20. Oktober 2015. Von den 1800 Kilometer der Gasleitung sollen 200 Kilometer in Turkmenistan, 773 Kilometer in Afghanistan und 827 Kilometer in Pakistan nach Fazilka an der indischen Grenze gelegt werden. Als Startort ist das Gasfeld Galkynysh in Turkmenistan vorgesehen. Die Baukosten werden auf 10 Milliarden US-Dollar geschätzt. Unterstützt wird das Projekt von der Asiatischen Entwicklungsbank ADB. Die jährliche Transportleistung ist auf 33 Milliarden Kubikmeter Gas veranschlagt.

15. Oktober 

Der polnische Gasfernleitungsnetzbetreiber Gaz-System und der litauische Transportnetzbetreiber AB Amber Grid schlossen zum Bau des Gasinteerconnectors zwischen Polen und Litauen GIPL mit der EU Innovation Network Executive Agency – INEA ein Finanzhilfeabkommen, teilten beide Unternehmen mit. Demnach erhält Gaz-System europäische Finanzhilfen in Höhe von 240,3 Millionen Euro und AB Amber Grid 55 Millionen Euro. Die gesamten Baukosten für das Projekt liegen bei 558 Millionen Euro. Die 534 Kilometer lange Gasleitung soll das Baltikum mit dem europäischen Gasmarkt verbinden. Geplant ist, sie bis Dezember 2019 fertigzustellen. 357 Kilometer sollen auf polnischen Gebiet verlaufen. Die jährliche Transportkapazität von Polen nach Litauen ist zum Start auf 2,4 Milliarden Kubikmeter Gas und in umgekehrte Richtung auf 1 Milliarde Kubikmeter Gas veranschlagt.

Bildquelle: Eni
Bildquelle: Eni

Die Türkei ist an einem Leitungsstrang der russischen Pipeline Turkish Stream weiterhin interessiert. Darüber sprach der türkische Energieminister Ali Riza Alaboyun laut Medien in einem Interview am 14. Oktober 2015. Ein Leitungsstrang sei für die Türkei bestimmt. Ein anderer könne bis nach Europa gebaut werden und über Griechenland führen, so der Minister. Doch wie Europa in dieser Frage entscheidet, sei unbeantwortet. Alaboyun sprach sich zudem dafür aus, die Verhandlungen zum Preisnachlass für den türkischen Gasimporteur Botas und Turkish Stream im Gegensatz zu russischen Bestrebungen getrennt zu führen. Die Fertigstellung des ersten Leitungsstrenges verschiebt sich aller Voraussicht nach um ein Jahr bis ans Jahresende 2017. Erst kürzlich hatte der russische Gasmarktführer Gazprom bekannt gegeben, statt 4 lediglich 2 Pipeline-Stränge im Schwarzen Meer mit einer maximalen Transportleistung von 32 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr zu verlegen.

12. Oktober

In den Ausbau der Ostseegasleitung will der deutsche Chemiekonzern BASF etwa 2 Milliarden Euro im Verlauf der nächsten 5 Jahren investieren, erklärte Unternehmenschef Kurt Bock auf einer Pressekonferenz zum 25. Jahrestag der Zusammenarbeit mit dem russischen Gaslieferanten Gazprom. BASF-Tochter Wintershall beteiligt sich am Baukonsortium von Nord Stream 2 mit 10 Prozent.

9. Oktober

Südosteuropa könne künftig mit russischem Gas von Nord-Stream-2 über den österreichischen Gashub Baumgarten beliefert werden, erklärte laut Medien Gazprom-Chef Alexej Miller nach seinem Treffen mit dem deutschen Vizekanzler Sigmar Gabriel  in Berlin abends am 8. Oktober 2015.

7. Oktober

Gazprom habe beantragt, dass Nord Stream 2 an europäische Gasleitungen angeschlossen wird, sagte im Rahmen des St. Petersburger Internationalen Gasforums Gazprom-Vorstandsmitglied Alexander Medwedew. Alles laufe nach Zeitplan. Die Ausschreibung zur Lieferung von Pipeline-Rohren für Nord Stream 2 werde vorbereitet. Im nächsten Jahr soll auch die Ausschreibung zur Auftragsvergabe an Pipeline-Verlegeschiffe durchgeführt werden. Die Pipeline-Rohre für Nord Stream 1 lieferte hauptsächlich die Europipe GmbH. Gesellschafter des deutschen Unternehmens sind zu je 50 % die Salzgitter Mannesmann GmbH und die AG der Dillinger Hüttenwerke. Auch für die abgesagte South-Stream-Gasleitung im Schwarzen Meer hatte das Unternehmen in Mühlheim an der Ruhr einen Großauftrag zur Lieferung von Pipeline-Rohren in der Tasche.

6. Oktober 

Gazprom entschied, nur die Hälfte der geplanten Schwarzmeergasleitung Turkish Stream zu verlegen, so dass die jährliche Transportleistung 32 Milliarden Kubikmeter Gas erreiche, machte Gazprom-Chef Alexej Miller beim Internationalen Petersburger Gasforum deutlich. „Angesichts dessen, was wir im Norden schaffen, ist dies eine realistische Verhandlungsposition, an der wir in nächster Zeit arbeiten werden.“ Nord Stream 2 soll nach Millers Worten nach Maßgabe der bestehenden Ostseegasleitung gebaut werden. Bis 2025 werde sich die Gasförderung in Europa auf weniger als 200 Milliarden Kubikmeter reduzieren, erläuterte eben so Miller. Bis 2020 seien Verträge mit einem Lieferumfang von 199 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr geschlossen. Weitere würden folgen. Die Unterzeichnung zum Vertrag mit China zu Gaslieferungen über Kraft Sibiriens 2 erwartet der Gazprom-Chef im nächsten Frühjahr. Hier geht es um 30 Milliarden Kubikmeter Gas, die von westsibirischen Gasvorkommen über das Altaigebirge nach Westchina geliefert werden sollen. Ein Rahmenabkommen hierzu haben Gazprom und Chinas Nationale Ölgesellschaft CNPC im letzten Mai vereinbart.

5. Oktober

Quelle: Tanap-Konsortium
Quelle: Tanap-Konsortium

Die Türkei sei vorerst nicht bereit, Gespräche zur russischen Schwarzmeergasleitung Turkish Stream zu führen, machte der türkische Energieminister Ali Rıza Alaboyun laut aserbaidschanischer Nachrichtenagentur Trend deutlich. Verhandlungen hierzu könnten erst nach den Parlamentswahlen in der Türkei im November 2015 stattfinden. 2019 will  Russland außerdem seine Gaslieferungen über die Ukraine einschränken. „Jedes Jahr erhalten wir über dieses Territorium 14 Milliarden Kubikmeter Gas. Daher können wir im Jahr 2019 auf einen Mangel an Gas stoßen. Ebenso plant die Türkei, 2019 diesen Mangel an Gas über die Tanap zu kompensieren“, erklärte der Minister weiter. Ab 2018 soll die Transanatolische Gasleitung Tanap erstes Gas aus der aserbaidschanischen Kaspisee in die Türkei transportieren. Aktuell bezieht Aserbaidschan wieder Gas aus Russland.

4. Oktober 

A total of about 76,000 pipes (approximately 930 kilometres) will be concrete coated at the EUPEC plant in Kotka, which represents nearly 40 percent of the 2 pipelines.
Bildquelle: Nord Stream

Der polnische Präsident Andrzej Duda und sein slowakischer Amtskollege Andrej Kiska sprachen sich Anfang Oktober nach ihrem Treffen in der Slowakei laut Medien gegen den Ausbau der Ostseegasleitung aus. Dies müsse auf dem bevorstehenden Gipfel der Visegrád-Gruppe im ungarischen Balatonfüred jetzt im Oktober besprochen werden. Zur Visegrád-Gruppe gehören Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Hier hofft Duda auf ein einstimmiges Nein der Gruppe gegen die Verdopplung der Transportkapazität von Nord Stream auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr. Dies sei keine Frage des Geschäfts, sondern eine politische Entscheidung und stehe den Interessen Polens und der Slowakei entgegen, zitierte das polnische Radio Duda am 2. Oktober. Kiska will auf dem Gipfel klären, auf welcher Seite die Gruppe bei Nord Stream 2 steht. Im September 2015 hatte bereits der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk die Ausbaupläne von Nord Stream scharf kritisiert.

3. Oktober 

In Istanbul auf der G20 Energieministerkonferenz trafen sich der russische Energieminister Alexander Nowak und sein türkischer Amtskollege Ali Rıza Alaboyun zu Gesprächen, nachdem zwischen Ankara und Moskau zum Gasleitungsprojekt Turkish Stream, das die russische Schwarzmeerküste mit dem Bosporus verbinden soll, Funkstille herrschte. Beide Minister kamen nach Nowaks Worten überein, dass Turkish Stream nötig sei, berichteten russische Agenturen. Das Regierungsabkommen müsse indes noch bearbeitet werden. Ob es hierbei um ein oder zwei Pipeline-Stränge geht, sei noch nicht entschieden, so Nowak. Der Zweckmäßigkeit halber müssten mindestens zwei der vier geplanten Pipelinesträngen mit einer Transportleistung von je 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr verlegt werden. Dann könne die Türkei mehr Gas beziehen und auch Gas für Europa transportiert werden. Das Abkommen selbst, werde erst nach der Bildung der neuen Regierung unterzeichnet. Die Parlamentswahlen in der Türkei finden am 1. November 2015 statt. Einen neuen Preisnachlass stellte Nowak für die türkische Botas in Aussicht, sofern höhere Gasmengen nachgefragt werden. Im russischen Fernsehen sagte der Minister, dass er mit einer Unterzeichnung des Regierungsabkommens im Dezember 2015 oder Januar 2016 rechnet.

1. Oktober

Der belgische Gastransporteur Fluxys will 8 Prozent vom griechischen Pipelineunternehmen Desfa erwerben, hieß es in griechischen und aserbaidschanischen Medien. Darüber habe Fluxys auch schon Aserbaidschans Nationale Ölgesellschaft Socar informiert. Socar ist derweil dabei, in den kommenden Monaten den Erwerb von 66 Prozent an Desfa abzuschließen. Davon sollen 16 Prozent an europäische Unternehmen wieder veräußert werden. Im Gespräch sind dafür neben Fluxys, die holländische Gasunie und die beiden italienischen Unternehmen Infrastrutture Trasporto Gas und Snam Rete Gas, die 17 Prozent von Desfa übernehmen wollen. Fluxys ist zugleich mit 19 Prozent am Transadria-Pipeline-TAP-Konsortium beteiligt. Socar hält 20 Prozent. Die TAP ist für aserbaidschanische Gaslieferungen von der türkischen Westgrenze, über Griechenland, Albanien durch die Adria nach Italien vorgesehen.

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