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++Pipeline-Ticker bis Oktober 2015++

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31. Juli

Der deutsche Chemiekonzern BASF und Gazprom haben ein Memorandum zur Zusammenarbeit beim Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 unterzeichnet, teilten beide Unternehmen mit. BASF-Vorstand Hans-Ulrich Engel würdigte die mehr als 20-jährige Zusammenarbeit mit Gazprom und sagte. „Wir sind ebenso froh, dass Gazprom und andere europäische Unternehmenspartner ihre Bereitschaft erklärt haben, sich an diesem wichtigen Infrastrukturprojekt zu beteiligen.“ Die zweite Ostseegasleitung soll wie die erste 55 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr transportieren können.

The terminating point of the Nord Stream Pipeline is located at the energy hub Lubminer Heide near Greifswald, which covers an area of about 12 hectares, including the receiving terminal of the connecting pipelines OPAL and NEL. The onshore part of Nord Stream’s twin pipelines was built to include an omega-shaped expansion loop, capable of compensating for any possible pipeline expansion or contractions due to pressure and temperature variations. This is connected to huge valves, and the pipeline eventually ends in the PIG (Pipeline Inspection Gauges) trap. The arriving gas is fed into the receiving station of OPAL and NEL via a cross-connection. The gas is then prepared for further transport through the connecting pipelines.
Bildquelle: Gazprom

Im Juni hatten sich in St. Petersburg bereits der internationale Öl- und Gasmulti Shell, der österreichische Mineralölkonzern OMV und deutsche Energieversorger E.on bereit erklärt, mit Gazprom den Ausbau der Ostseegasleitung in Angriff zunehmen. Auch Frankreichs ENGIE, ehemals GdF, hat nach Worten von Gazprom-Chef Alexei Miller Interesse am Leitungsausbau in der Ostsee. Am Konsortium der bestehenden Gasleitung Nord Stream 51 Prozent. E.on und die BASF Tochter Wintershall haben je 15,5 Prozent inne. Je 9 Prozent entfallen auf die niederländische Gasunis und ENGIE.

Die Gespräche zum Gasleitungsprojekt Turkish Stream liefen weiter, entgegnete der russische Energieminister Alexander Nowak auf einem Pressebriefing in Moskau. Gazprom und Botas hätten sich über einen Preisnachlass von 10,25 Prozent für russische Gaslieferungen in die Türkei geeinigt, auch wenn das Abkommen hierzu nicht unterzeichnet sei. Offizielle Erklärungen zum Einfrieren der Gespräche hätte es nicht gegeben. Im Herbst soll russischen Medien zufolge ein Treffen zwischen dem türkischen und russischen Präsidenten stattfinden, auf dem sie über Turkish Stream diskutieren.

30. Juli 

Die Verhandlungen zwischen der Türkei und Russland zur Gasleitung Turkish Stream wurden Medienberichten zufolge ausgesetzt, weil beide Seiten sich nicht einigen konnten. Moskau habe das finale Abkommen zum Preisnachlass nicht unterzeichnet. Im Gespräch  war seit Februar ein Preisnachlass von 10,25 Prozent für 28 bis 30 Milliarden Kubikmeter Gas aus Russland. Außerdem habe Russland auf eine Bauerlaubnis für alle vier Pipeline-Stränge bestanden, während die Türkei nur eine Erlaubnis zum Bau des ersten Pipeline-Stranges gewährte.

29. Juli

„Die Fristen werden sich verschieben“, bestätigte der russische Energieminister Alexander Nowak auf die Frage der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti, ob sich die Fristen zum Bau der Gasleitung Turkish Stream verschieben, wenn sich die Unterzeichnung des Regierungsabkommens mit der Türkei verzögert. Russland habe der Türkei zum ersten Pipelinestrang einen Entwurf für ein solches Abkommen vorgelegt, hieß es bei russischen Agenturen am 28. Juli.

Zum Baustart beordert
Bildquelle: South Stream Transport

Zeitgleich hat Saipem, Tochter des italienischen Energiekonzerns Eni, Ergebnisse zum ersten Halbjahr 2015 veröffentlicht. Negativ hat sich auf den Auftragsbestand und die Ergebnisse des Spezialbauunternehmens die Aufhebung des Vertrages zur Verlegung der Schwarzmeergasleitung durch die Gazprom-Tochter South Stream Transport ausgewirkt, weil Saipem dadurch 1232 Millionen Euro verloren hat. In den Jahren 2015 bis 2017 müsse Saipem laut Finanzbericht mittels Turnaround und Kostensenkungsprogramm 1300 Millionen Euro einsparen, um Wettbewerbsfähigkeit zu maximieren und Werte im neuen Marktszenarios zu schaffen. Hierzu gehören Maßnahmen zum Personalabbau in Höhe von 8800 Personen.

28. Juli

Gazprom informierte heute, über alle Möglichkeiten zur Finanzierung von grenzüberschreitenden Gastransportprojekten zu verfügen. Als strategische Pipeline-Projekte nannte der russische Gaskonzern den Bau von Turkish Stream im Schwarzen Meer, die Erweiterung von Nord Stream, Kraft Sibiriens in Ostsibirien und Kraftsibiriens 2 zur Anbindung Chinas an die westsibirischen Gasquellen. 17,2 Milliarden Dollar seien im letzten Jahr als freie Geldmittel generiert worden.

Wie Medien berichteten, verübten in der osttürkischen Provinz Agri Terroristen einen Anschlag auf eine Gastransportleitung. Die Explosion ereignete sich 15 Kilometer von der iranischen Grenze entfernt. Nördlich von Agri befindet sich die Provinz Kars. Hier fand im März 2015 der offizielle Baustart der Transanatolischen Gasleitung Tanap quer durch die Türkei statt. Die Tanap ist Teil des 3500 kilometerlangen Südlichen Gaskorridors, auf dem ab 2020 Gas aus Aserbaidschan nach Italien transportiert werden soll.

27. Juli

Slowenien könne sich an Projekten, darunter das Projekt zur Gasleitung Turkish Stream, beteiligen, erklärte Russlands Premier Dmitri Medwedew zu den Gesprächen mit seinem slowenischen Amtskollegen Miro Cerar. Zuvor hatte der slowenische Botschafter in Moskau Primosch Scheligo im Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti eine Beteiligung seines Landes an Turkish Stream ausgeschlossen. Slowenien erhalte aus sechs unterschiedlichen Quellen Gas. Das meiste Gas sei im letzten Jahr aus Österreich gekommen. Danach folgten Russland und Italien. Der slowenische Premier Cerar seinerseits schloss eine Beteiligung dagegen nicht gänzlich aus und sprach von einer vorausgehenden Einschätzung, als Transitland aktiv zu werden. Doch noch sei die ganze Angelegenheit zu fern, um Konkretes zu sagen.

25. Juli 

Im Interview mit der slowenischen Zeitung Delo erklärte Russlands Premier Dmitri Medwedew, dass demnächst Verhandlungen mit Unternehmen, die den ersten Strang der Gasleitung Turkish Stream von der russischen an die türkische Schwarzmeerküste verlegen sollen, begännen. Für ihn ist Turkish Stream ein Schlüsselprojekt, um eine kontinuierliche Versorgung Europas zu gewährleisten. Außer der Türkei seien Griechenland,  Serbien, Mazedonien und Ungarn an diesem Projekt interessiert.

23. Juli

Ostring Route
Grafikquelle: www.eastring.eu

Wie Medien berichten, rechnet Tomáš Mareček, Spitzenmanager des slowakischen Transportnetzbetreibers Eustream, damit, dass die Europäische Union das Gasleitungsprojekt Ostring den Status eines Prioritätsprojektes zuerkennt. In diesem Fall könnten europäische Finanzhilfen in Anspruch genommen werden. In der Liste des europäischen Aktionsplanes, den Spitzen der Europäischen Kommission und 15 Zentralost- und südosteuropäische im kroatischen Dubrovnik jüngst vereinbart haben, ist der Ostring nicht als Prioritätsprojekt ausgewiesen. Bis Jahresende sollen alle Kandidaten für Prioritätsprojekte geprüft werden. Der Ostring soll von der Slowakei über Ungarn nach Rumänien und Bulgarien führen. Je nach Route ist eine Pipeline-Länge von über 800 Kilometer bis zu gut 1000 Kilometer veranschlagt. Die geplante Transportleistung beträgt 20 Milliarden Kubikmeter im Jahr. Die Baukosten schätzt Mareček auf 2,2 Milliarden Euro. Seinen Worten nach kann der Bau in der Slowakei in 18 Monaten beginnen und 2018 abgeschlossen werden. Der Ostring ist als Anschlussleitung für die kommende russische Gasleitung Turkish Stream im Gespräch.

22. Juli

Die Gespräche zur Gasleitung Kraft Sibirien 2, d.h. Gasleitung über das Altai-Gebirge nach Westchina, bewegten sich, zitiert die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti Russlands Vizepremier Arkadi Dworkowitsch. Doch über Fristen zur Vertragsunterzeichnung zu sprechen, dafür sei es noch zu früh.

21. Juli 

Südosteuropa soll Gas aus Aserbaidschan über den Südlichen Gaskorridor erhalten.
Grafikquelle: TAP-Konsortium

Den Baufortschritt am Südlichen Gaskorridor beziffert  der Präsident von Aserbaidschans Nationaler Ölgesellchaft Socar Rownag Abdullajew laut Medien auf 30 Prozent. „Es wurden bereits 162 Verträge über 10 Milliarden Euro mit Lieferanten aus 23 Ländern unterzeichnet“, erklärte Abdullajew. „Am Projekt arbeiten gegenwärtig über 9500 Leute.“ Im Kaspischen Meer am Shah Denis Feld seien 7 Förderbohrungen nieder gebracht. In Georgien werde gerade eine Kompressorstation installiert, und der Leitungsbau verlaufe nach Plan.

20. Juli

Das Saipem-Schiff Castoro Sei liegt seit 19. Juli wieder im bulgarischen Scharzmeerhafen Burgas. Das Spezialschiff der italienischen Baufirma Saipem sollte mit der Verlegung der Gasleitung Turkish Stream auf der russischen Seite vor Anapa beginnen. Doch Gazprom kündigte den Vertrag mit Saipem.

16. Juli

Auch der französische Energiegruppe ENGIE (früher GdF-Suez) habe Interesse gezeigt, sich am Projekt Nord Stream 2 zu beteiligen, zitierten Medien den Gazprom-Chef Alexej Miller. ENGIE hat am Betreiber der ersten Ostseegasleitung mit 9 Prozent inne.

15. Juli

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission für die Energieunion Maros Sefcovic erwartet den Iran nach dem Abschluss des Nuklearabkommens laut Pressemeldungen zuerst auf dem Weltölmarkt zurück. Dass der Iran nach einem diplomatischen Durchbruch als Lieferquelle für den Südlichen Gaskorridor infrage komme, hatte Vizepräsident Sefcovic auf dem BDEW-Jahreskongress jüngst in Berlin im Juni zum Ausdruck gebracht. Der iranische Botschafter in Aserbaidschan Mohsun Pakayin erklärte seinerseits in einem Pressebriefing, dass sein Land mit den weltweit zweitgrößten Gasvorkommen Interesse habe, sich an unterschiedlichen Projekten zu beteiligen und unterstrich: „Besonders interessant ist der Beitritt zur Tanap und TAP für den Iran.“ Mit dieser Frage beschäftige sich derzeit das iranische Ölministerium und die Nationale Iranische Ölgesellschaft NIOC. Gespräche mit Aserbaidschans Nationaler Ölgesellschaft Socar sollen demnächst stattfinden. Socar ist sowohl an der Transantalischen Pipeline Tanap als auch an der Trans-Adria-Gasleitung TAP beteiligt. Im Shah Deniz Konsortium, das Vorkommen im Kaspischen Meer erschließt und Gas für die Tanap ab 2018 und TAP ab 2020 bereitstellen wird, ist NIOC bereits mit 10 Prozent vertreten.

13. Juli

Im Schwarzen Meer herrscht nach Gazproms Vertragskündigung mit Saipem Stillstand. Beide Verlegeschiffe ankern an ihren Plätzen, die Castoro Sei vor Anapa an der russischen Schwarzmeerküste, und die Saipem ist nach einer Fahrt aufs Meer wieder zurück in der Burgas Bucht vor der bulgarischen Küste. Die Griechenlandkrise beherrscht die Medien, so dass die Krise in der Ukraine nahezu im Verborgenen vor sich hin köchelt. Geplant ist laut russischer Tageszeitung Kommersant diese Woche ein Treffen der Europäischen Kommission mit Führungsspitzen der europäischen Energieversorger E.ON, Engie (ehemals GdF), OMV, PGNiG, RWE, ENI, SPP и Statoil. Sie sollen aufgerufen werden, in der Ukraine Gas für den Winter einzuspeichern.

10. Juli

In der kroatischen Stadt Dubrovnik einigten sich heute 15 zentralost- und südosteuropäische Staaten auf eine Absichtserklärung, um einen integrierten Gasmarkt zu schaffen. Dabei geht es sowohl um den Bau neuer Gasleitungen als auch die effizientere Nutzung und den Ausbau bestehender Gasleitungen, die Gas in beide Richtungen transportieren sollen. Zu den Projekten, die im dazugehörigen europäischen Aktionsplan höchste Priorität haben, zählen die Trans-Adria-Pipeline – TAP, ein Flüssiggas-Terminal auf der kroatischen Insel Krk, eine verbesserte Leitungstechnik in Bulgarien und Rumänien sowie je ein Interkonnektor zwischen Griechenland und Bulgarien und zwischen Serbien und Bulgarien.

Medienberichten zufolge treibt Gazprom die Ausbaupläne der Ostseepipeline voran, so dass die Verlegung der Schwarzmeergasleitung Turkish Stream stockt. Die Kündigung des Vertrages von Gazprom mit Saipem zum Verlegen des ersten Pipeline-Stranges von Russland zum Bosporus spreche dafür, auch wenn die russische Seite betont, das Projekt fortzusetzen. Ebenso hält Griechenland offenbar an einer griechischen Anschlussleitung für Turkish Stream fest. Baupläne für die geschätzt 2 Milliarden Euro teure Gasleitung habe der griechische Energiemister Panagiotis Lafazanis der Regierung vorgelegt, berichteten Agenturen.

Auf YouTube zeigt die Nord Stream AG, wie die erste Ostseepipeline verlegt wurde. Das Saipem Schiff Castoro Sei und die Solitaire von der Allseas-Gruppe verlegten 2010 bis 2012 die Rohre für beide Leitungsstränge von Nord Stream 1, die zusammen eine Transportkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr aufweisen. Gazprom sondiert jetzt, welche Verlege-Schiffe wo und wann zum Einsatz kommen sollen.

9. Juli

Die bauführende Gazprom-Tochter South Stream Transport bestätigt auf Anfrage, dass der Vertrag mit Italiens Verlegefirma Saipem zum Bau des ersten Turkish-Stream-Leitungsstranges am 8. Juli endete. Der Vertag sei 2014 im Rahmen des zuvor geplanten  South-Stream-Projektes geschlossen worden. Die Vertragskündigung begründet South Stream Transport damit, dass sich beide Seiten über zahlreiche operative und kommerzielle Fragen zum neuen Turkish Stream-Projekt nicht einigen konnten. Die Projektarbeiten gingen dennoch weiter, und zeitnah sollen Gespräche mit Vertragsunternehmen zur Pipeline-Verlegung geführt werden. Allerdings drohen Gazprom Vertragsstrafen. Dazu betragen die Kosten für die beiden Pipeline-Verlegeschiffe Castro Sei und Saipem 7000, die Gazprom bei Saipem seit letztem Herbst unter Vertrag hat, jetzt schon mehrere Millionen US-Dollar. Auch Saipem selbst informiert über die Vertragskündigung von South Stream Transport.  Die Castro Sei befindet sich nach Marine Traffic aktuell vor Anapa an der russischen Küste, während die Saipem 7000 zuletzt in der Bucht von Burgas geankert hatte. Gegen Mittag ist sie heute ausgelaufen.

8. Juli 

The terminating point of the Nord Stream Pipeline is located at the energy hub Lubminer Heide near Greifswald, which covers an area of about 12 hectares, including the receiving terminal of the connecting pipelines OPAL and NEL. The onshore part of Nord Stream’s twin pipelines was built to include an omega-shaped expansion loop, capable of compensating for any possible pipeline expansion or contractions due to pressure and temperature variations. This is connected to huge valves, and the pipeline eventually ends in the PIG (Pipeline Inspection Gauges) trap. The arriving gas is fed into the receiving station of OPAL and NEL via a cross-connection. The gas is then prepared for further transport through the connecting pipelines.
Bildquelle: Gazprom

Wie Gazprom heute mitteilte, erörterten der deutsche Vize-Kanzler Sigmar Gabriel und Gazprom-Chef Alexej Miller auf ihrem gestrigen Treffen in Berlin Fragen, wie das neue Projekt Nord Stream 2 zur zuverlässigen Energieversorgung Europas beitragen kann. Dabei würdigten sie die Erfahrungen mit der bestehenden Nord-Stream-Gasleitung.

7. Juli

Gazprom-Chef Alexej Miller sprach in Berlin mit dem Vorstandsvorsitzenden des deutschen Chemiekonzerns BASF Kurt Bock über eine mögliche Beteiligung von BASF am Projekt der Gasleitung Nord Stream 2, teilte der russische Gaskonzern mit. Auch mit dem Chef des österreichischen Mineralölkonzerns OMV Rainer Seele traf sich Miller in der deutschen Hauptstadt, um weitere Projektschritte zu Nord Stream 2 zu besprechen. Dabei ging es um die Gründung einer gemeinsamen Projektgesellschaft.

6. Juli

Bei beiden Pipeline-Projekten, die Griechenland in der Routenführung einschließen, sind nach dem gestrigen Referendum und Nein-Votum zu den zuletzt vorgeschlagenen Maßnahmen der Europäischen Union zum Hilfspaket keine negativen Reaktionen zu vernehmen. Die  Castoro Sei bereite sich auf die Verlegearbeiten des ersten Leitungsstranges von Turkish Stream vor der russischen Schwarzmeerküste von Anapa vor, informiert South-Stream-Transport-Sprecher Jasper Jansen auf Anfrage. Der genaue Starttermin hierzu werde noch bekannt gegeben. Die South Stream Transport AG überwache die Bauarbeiten im Schwarzen Meer. Auch das Konsortium der TAP meldete am 3. Juli, dass in Albanien Bauarbeiten für Straßen und Brücken für die Anschlussleitung des Südlichen Gaskorridors von der türkischen Westgrenze über Griechenland, Albanien durch die Adria nach Italien begonnen hätten. War dies zwar vor der Abstimmung in Griechenland, rechnen die Mitglieder des TAP-Konsortium offenbar mit keinen negativen Folgen. Beide Pipeline-Projekte, Turkish Stream und Südlicher Gaskorridor mit TAP, sind für Griechenland vielversprechend, weil mit den Bauarbeiten Arbeitsplätze verbunden sind. Wieso der griechische Pipeline-Betreiber Desfa immer noch nicht privatisiert ist, steht auf einem anderen Blatt. Aserbaidschans Nationale Ölgesellschaft Socar steht nach dem Zuschlag der Ausschreibung immer noch auf Warteposition. Ob der Preisstreit zwischen der türkischen Botas und dem russischen Gaslieferanten Gazprom zum Schiedsgericht führt, ist derzeit noch offen.

Grafikquelle. Gazprom
Grafikquelle. Gazprom

Außerdem berichtet RBK daily über ein Schreiben von Gazprom-Vorstandsmitglied Sergej Prosorow, in dem er die Unternehmensspitzen von drei Tochtergesellschaften des russischen Gaskonzerns ersucht, ab 1. Juli und bis zu einer Sondererlaubnis das Investitionsprojekt zum Ausbau der Gasleitungen auf dem russischen Festland für Turkish Stream zu stoppen. Hier ist auch die Rede davon, dass die Transportkapazität des so genannten Südlichen Korridors im Jahr zunächst nur für die Hälfte der geplanten 63 Milliarden Kubikmeter Gas veranschlagt ist, um Kosten zu optimieren und für Projekte wie Nord Stream 2 zur Verfügung zu haben.

3. Juli 

Bei drei Knoten im Schnitt braucht die Castoro Sei bis zum Hafengebiet von Anapa an der russischen Schwarzmeerküste nach Marine Traffic gut zwei Tage. Sie soll entsprechend dem Vertrag von Saipem den ersten Leitungsstrang von Turkish Stream im flacheren Wasser verlegen. Für die Verlegearbeiten in der Tiefsee wird dann die Saipem 7000 hinzugezogen. Sie ankert noch in die Bucht von Burgas.

2. Juli

Der ukrainische Gasnetzbetreiber Ukrtransgaz meldet einen reibungslosen Gastransport an die Verbraucher in der Ukraine und nach Europa. Nach wie vor importiert die Ukraine nur Gas aus der Slowakei. Nach Urktransgaz sind dies 13,9 Millionen Kubikmeter Gas am Tag, während die Verbraucher im Land aktuell rund 33 Millionen Kubikmeter Gas täglich benötigen. Ins Gastransportnetz wurden 54 Millionen Gas eingespeist, die aus der heimischen Förderung kommen. Im ersten Halbjahr betrug der Gastransit nach Europa nach Angaben von Ukrtransgaz in Medienberichten 28,7 Milliarden Kubikmeter Gas und ging somit im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 um 21,4 Prozent zurück. Insgesamt belief sich im letzten Jahr der gesamte Gastransit auf 62,2 Milliarden Kubikmeter Gas. In den letzten zehn Jahren hat sich dieser mehr als halbiert. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko unterzeichnete darüber hinaus ein Gesetz zu einem Kredit von der Europäischen Union, teilte sein Amt mit. Es handele sich um einen Finanzhilfskredit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Mitte Juli hatte das Parlament dieses Gesetz angenommen. Damit dürften dann auch wieder Mittel für Gasbezüge über Polen und aus Ungarn zur Verfügung stehen.

1. Juli 

Die Castoro Sei nimmt weiter mit über 4 Knoten Kurs auf Anapa. Sie hat seinerzeit zusammen mit der Solitaire die beiden Nord-Stream-Pipeline-Stränge von der russischen an die deutsche Ostseeküste verlegt.

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