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++Pipeline-Ticker bis Oktober 2015++

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30. Juni

Medienberichten zufolge kann sich der Bau der Gasleitung Turkish Stream verschieben, weil die türkische Botas und Russlands Gaskonzern Gazprom immer noch keine Einigung zum Gaspreis erzielet haben. Auch die Saipem 7000 ankert noch am Eingang der Bucht von Burgas. Geplant war, Ende Juni mit den Verlegearbeiten zu beginnen. Dafür hatte die Saipem 7000 den Hafen und die Bucht von Burgas rechtzeitig verlassen, kehrte aber wieder zurück. Auf Kurs nach Anapa an der russischen Schwarzmeerküste befindet sich aktuell die Castoro Sei. Laut Kursanzeige von Marine Traffic ist sie spät mittags aus dem Hafen von Burgas ausgelaufen und hat am Nachmittag die Saipem 7000 am Eingang der Burgas-Bucht passiert. Jetzt ist sie mit über 4 Knoten unterwegs.

29. Juni

Kraft Sibiriens bekommt Anschluss in China
Bildquelle: Russische Regierung

Der russische Premier Dmitri Medwedew nimmt per Videokonferenz an der Feier zum Baustart des chinesischen Zubringers zur ostsibirischen Gasleitung Kraft Sibiriens 1 teil, teilte sein Amt mit. Die Feier findet in China in Heihe nahe dem russisch-chinesischen Grenzort und künftigen Gasübergabepunkt Blagoveshchensk statt. 20 Kilometer von Kraft Sibiriens 1 seien aktuell verlegt, sagte Gazprom-Vorstand Alexander Medwedew im Verlauf der Jahreshauptversammlung von Gazprom in Moskau am 26. Juni. Insgesamt sollen es in diesem Jahr lediglich 42 Kilometer der rund 2500 Kilometer langen Pipelinetrasse von Jakutien bis Blagoveshchensk werden. Chinas Nationale Ölgesellschaft CNPC will ihre Anschlussleitung an Kraft Sibiriens 1 bis 2018 in Betrieb nehmen. Zunächst sind hier Gastransporte von 5 Milliarden Kubikmeter Gas geplant. Die Anbindung der westsibirischen Gasfelder über die „Goldenen Berge des Altai“ mit Westchina heißt seit der Hauptversammlung Kraft Sibiriens 2. Medwedew ist zuversichtlich, dass es zum Bau dieser Gasleitung demnächst zu einer abschließenden Vereinbarung kommt.

28. Juni

Die Saipem 7000 ankert wieder in der Bucht von Burgas. Wieso hat sie gestern gewendet? Weil Sonntag ist?

26. Juni

„Winterhall wird die Gespräche über den Einstieg bei Nord Stream 2 im Juli fortsetzen und bis September einsteigen“, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller auf der Pressekonferenz nach der Jahreshauptversammlung der Aktionäre in Moskau. Wie es mit der Annahme des Gases von der zweiten Ostseegasleitung in Deutschland aussieht, werde noch geprüft. Die Dokumente in St. Petersburg beträfen allein den Abschnitt in der Ostsee. Dazu brauche Nord Stream 2 keine Erlaubnis von der Europäischen Kommission.

25. Juni

Gazprom plant mit Partnern Nord Stream 2
Bildquelle: Gazprom

Die beiden neuen Pipeline-Stränge der Ostsee-Pipeline sollen zu 86 Prozent mit der Route der bestehenden Noe-Stream-Gasleitung übereinstimmen, informierte laut russischer Nachrichtenagentur Ria Nowosti der technische Direktor der Nord Stream AG Sergej Serdjukow. Eine finale Entscheidung über die Zusammensetzung der Teilhaber am Projekt werde bis zum Herbst getroffen. Zur Route hatte Gazprom-Chef Alexej Miller im Interview erläutert, dass der Eintrittsort der Pipeline-Stränge in die Ostsee sich nicht in Wyborg wie bei Nord-Stream 1, sondern in Ust Luga befinden werde. Anlanden soll Nord Stream 2 hingegen an der deutschen Küste nahe der ersten beiden Ostsee-Leitungsstränge. In Ust Luga an der Ostsee will Gazprom ein zweites LNG-Werk errichten. Die Saipem 7000 hat am Vormittag die Bucht von Burgas verlassen und steuert jetzt mit fast 6 Knoten bei einem Kurs von 73 Grad Anapa an der russischen Schwarzmeerküste an.

24. Juni 

Das Pipeline-Verlegeschiff Saipem 7000 macht aktuell keine Fahrt. Es ankert am Eingang der Bucht von Burgas.

23. Juni

Der russische Energieminister Alexander Nowak stellte Agenturen zufolge in Aussicht, dass Russland und die Türkei bis Ende Juni ein Regierungsabkommen zum Turkish Stream vorbereiten.

22. Juni

Quelle: Media Turkstrem
Quelle: Media Turkstrem

Um 18:40 Uhr ist das Pipeline-Verlegeschiff Saipem 7000 aus dem bulgarischen Hafen Burgas ausgelaufen, zeigt die Echtzeitanzeige für Positionen im Schiffsverkehr von Marine Traffic an. Sie nimmt Kurs auf Anapa an der russischen Schwarzmeerküste, dem Startort für die Turkish Stream Gasleitung. Aktuell ist das Schiff mit 6,8 Knoten unterwegs. Bis zum Zielhafen sind per Luftlinie 832 Kilometer zurückzulegen. Dazu teilte Gazprom mit, dass die Türkei die Erlaubnis erteilt habe, für die Verlegung des erstes Stranges von Turkish Stream in ihren Hoheitsgewässern eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Es handelt sich um 250 Kilometer Pipeline im Schwarzen Meer bis an den Bosporus. 660 Kilometer folgen der früher geplanten South Stream Gasleitung. Das zweite Pipeline-Verlege-Schiff Castoro Sei ankert derweil noch im Hafen von Burgas.

19. Juni 

Der russische Energieminister Alexander Nowak und sein griechischer Amtskollege Panagiotis Lafazanis unterzeichneten auf dem Petersburger Wirtschaftsforum ein Memorandum zum Bau und Betrieb einer Anschlussleitung für Turkish Stream in Griechenland. Das Geld für den 2 Milliarden Euro teuren Bau soll demnach von der russischen Außenwirtschaftsbank WEB kommen, berichtete die russische Tageszeitung Kommersant. Zum Betrieb der Südeuropäischen Gasleitung sei die Gründung eines  Gemeinschaftsunternehmens geplant, an dem zu je gleichen Anteilen WEB Kapital und die staatliche Investitionsgesellschaft Enterprise Greece beteiligt sein sollen. Für Gazprom sei keine Beteiligung vorgesehen.

18. Juni

On 4 August 2010 the second pipeline string surfaced from the water at the Russian landfall in Portovaya Bay. Both strings were pulled ashore from the pipelay vessel Castoro Sei, moored approximately one kilometre away from the shoreline. The first string was pulled ashore on 28 July.
Bildquelle: Gazprom

OMV, E.on, Shell und Gazprom vereinbarten im Rahmen des Internationalen Petersburger Wirtschaftsforum ein Memorandum, das die Verlegung zweier Pipeline-Stränge durch die Ostsee von Russland nach Deutschland vorsieht, teilte Gazprom mit. Dadurch wird sich die jährliche Transportleistung von Nord Stream auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas erhöhen. Eine Projektgesellschaft soll demnächst gegründet werden. Österreichs OMV und Hollands Shell sind neue Partner und nicht wie der deutsche Energieversorger E.on und der russische Gasmarktführer Gazprom Mitglieder des Betreiberkonsortiums der bestehenden Nord Stream Gasleitung. „Im Rahmen dieses Projektes setzen wir die erfolgreiche Partnerschaft mit Gazprom fort und erweitern sie sogar“, sagte E.on-Vorstand Klaus Schäfer. Nord Stream biete eine zuverlässige Option, Europas Gasbedarf zu befriedigen. Auch Wintershall-Chef Mario Mehren reagierte laut Medienberichten positiv auf das neue Ostsee-Pipelineprojekt und sieht darin mehr Versorgungssicherheit für Europa. Ein Beteiligungsangebot von Gazprom werde hier gerade geprüft. Am Gasleitungsprojekt Turkish Stream wolle sich Wintershall indes nicht beteiligen. Über dieses Projekt sprach heute Gazprom-Chef Alexej Miller mit griechischen und serbischen Regierungsvertretern.

17. Juni 

Grafikquelle: Gazprom
Grafikquelle: Gazprom

„Ja, wir haben Kandidaten für den Meeresabschnitt“, zitieren russische Medien Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew zum Thema, ob der russische Gaslieferant für sein Schwarz-Pipeline-Projekt Turkish Stream noch Interessenten sucht, die sich als Aktionäre beteiligen wollen. Doch derzeit bestehe hierzu keine Notwenigkeit zu Gesprächen. Zuerst müssten alle notwendigen Beschlüsse und Abkommen vorliegen, so Medwedew weiter. In russischen Medien erklärte Energieminister Alexander Nowak, dass die beiden Präsidenten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan sich auf ihrem Treffen in Baku am 13. Juni für die Unterschrift eines türkisch-russischen Regierungsabkommens zum Pipeline-Projekt Turkish Stream ausgesprochen hätten. Vereinbart sei, dementsprechende rechtliche Dokumente bis Ende Juni vorzubereiten. Derweil will eine griechische Regierungsdelegation zum Petersburger Wirtschaftsforum diese Woche anreisen und mit Russland ein Abkommen zur Anschlussleitung in Griechenland unterzeichnen. Ein Gespräch von Präsident Putin mit dem griechischen Premier Alexis Tsipras zu Turkish Stream sei nach Worten von Präsidentenberater Juri Uschakow für den 19. Juni geplant, hieß es bei der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti

16. Juni

Altai-Pipeline und Kraft Sibiriens von Gazprom
Grafikquelle: Gazprom

Nach Aussage der Generaldirektorin von Gazprom-Export Elena Burmistrowa geht es bei den Gaslieferungen nach China um Transporte über die beiden geplanten Pipelines Altai und Kraft Sibiriens. Verhandlungen mit China zu Flüssigerdgas von der russischen Pazifik-Insel Sakhalin zum Austausch von Pipeline-Liefeungen liefen aktuell nicht, seien aber auch nicht ausgeschlossen. Derzeit seien 30 Milliarden Kubikmeter Gas für China im Gespräch. „Mit steigender Nachfrage können wir diesen Umfang auf bis zu 100 Milliarden Kubikmeter erhöhen“, erklärten unisono Burmistrowa und Gazprom Vize-Chef Alexander Medwedew auf der Unternehmenspressekonferenz. Die Ressourcen ließen das zu. Den Vertrag zu Lieferungen von westsibirischen Gasquellen stellte Gazprom-Chef im Gespräch mit Präsident Wladimir Putin am Vortag bald möglichst in Aussicht. Der Gaspreis werde sich nach den technisch-wirtschaftlichen Bedingungen beider Seiten richten, erläuterte die Gazprom-Generaldirektorin. Die Lieferungen nach Westchina könnten in den nationalen Währungen Rubel und Yuan abgerechnet werden.

15. Juni

Grafikquelle: TANAP-Konsortium
Grafikquelle: TANAP-Konsortium

Erste Scweißarbeiten an der Pipeline-Trasse der Transanatolischen Gasleitung Tanap quer durch die Türkei sollen nach Worten des Bauleiters von der türkischen Firma TEKFEN Levent Kafkasly im August erfolgen, berichteten Agenturen.Offiziell fand der Baustart im März statt. Am Konsortium der Tanap sind mit 58 Prozent Aserbaidschans Nationale Ölgesellschaft Socar, die türkische Botas mit 30 Prozent und seit Mitte April die britische BP mit 12 Prozent beteiligt.

13. Juni

Der russische Präsident Wladimir Putin traf sich in Baku mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan. Beim Treffen dabei waren von russischer Seite Gazprom-Chef Alexej Miller und Energieminister Alexander Nowak.

12. Juni

Die Unterschrift zum Abkommen für den Bau der 180 Kilometer langen Verbindungsgasleitung zwischen Griechenland und Bulgarien IGB soll laut Informationen aus dem griechischen Energieministerium in den nächsten Wochen erfolgen, berichteten Medien. Die geschätzten Baukosten des Interkonnector beliefen sich auf rund 100 Millionen Euro, zu denen die Europäische Union etwa 45 Millionen Euro beisteuere. Die jährliche Transportleistung ist auf 3 Milliarden Kubikmeter veranschlagt. Die Gasleitung ist als Anschluss für den Südlichen Gaskorridor bestimmt, der Gas aus dem kaspischen Raum nach Europa bringen soll. Für den Südlichen Gaskorridor ist nach Worten des aserbaidschanischen Energieministers Natig Alijew eben so im Gespräch, dass er Gas aus dem Iran, Irak und Israel nach Europa bringt.

11. Juni

Der österreichische Mineralölkonzern OMV arbeite an einem Projekt zu einer Gasleitung, die russisches Gas entlang der einstigen Nabucco-Route transportieren soll, hieß es bei Österreichs Die Presse.

8. Juni

Experten der russischen Unternehmensberatung VYGON Consulting gehen in ihrer aktuellen Studie zur Gasleitung Turkish Stream davon aus, dass sich der Gastransit über die Ukraine bis 2020 bestenfalls von 60 auf 10 Milliarden Kubikmeter Gas reduzieren lässt.

5. Juni 

Der ukrainische Netzbetreiber Ukrtransgaz und Ungarns Pipeline-Betreiber FGSZ schlossen Ende Mai ein Abkommen zu ihrer grenzüberschreitenden Verbindungsgasleitung Beregove, teilten beide Unternehmen am 5. Juni mit. Das Abkommen entspricht den Richtlinien des Energiepaketes 3 der Europäischen Union EU und sieht Gastransporte in beide Richtungen vor.

Premier Wladimir Putin hat mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras telefoniert. Sie sprachen noch einmal über die Anschlussleitung von Turkish Stream in Griechenland. Auf dem Petersburger Wirtschaftsforum vom 18. und 20. Juni wollen sie sich treffen.

Der türkische Energieminister Taner Yildiz zeigte laut Medienberichten Bereitschaft, dass die einst für Bulgarien vorgesehene Gasleitung im Rahmen von South Stream nun auf türkischem Gebiet verlegt wird. Es handelt sich seinen Worten nach um 190 Kilometer Pipeline. Aus Russland seien noch genauere Informationen nötig. Zugleich gibt es für den Minister zur Transanatolischen Gasleitung Tanap in seinem Land keine Alternative. Beide Gasleitungsprojekte könnten gleichzeitig realisiert werden, ohne dass sie konkurrierten.

3. Juni

Der russische Energieminister Alexander Nowak wartet laut Medienberichten auf Vorschläge zur Beteiligung an der europäischen Verbindungsgasleitung Ostring.

2. Juni

In Gorki bei Moskau sagte der russische Premier Dmitri Medwedew in der Pressekonferenz mit seinem slowakischen Amtskollegen Robert Fico zu Gazproms Gasleitungsprojekt Turkish Stream: „Risiko besteht, aber alles geht gut.“ Fico und Medwedew loten dabei aus, inwiefern die europäische Verbindungsgasleitung Ostring, russisches Gas von Turkish Stream transportieren kann.

Ende Juni werde China das erste Pipeline-Stück für den Zubringer auf seinem Territorium zur russischen Gasleitung Kraft Sibiriens in Ostsibirien zusammen schweißen, hieß es von Gazprom zum heutigen Treffen des Unternehmens-Chefs Alexej Miller mit Chinas Vize-Ministerpräsidenten Zhang Gaoli in Peking. Offiziell hätten die Bauarbeiten in China bereits begonnen.

In Baku unterschrieben Aserbaidschans Energieminister Natig Aliyev und Iraks Öl-Minister Adil Abdul-Mahdi Anfang Juni ein Abkommen zur Zusammenarbeit im Öl- und Gassektor, berichteten aserbaidschanische Medien. Hier zeigte Minister Abdul-Mahdi Interesse am Projekt der Transanatolischen Pipeline Tanap quer durch die Türkei. Der Irak verfüge über großes Potential, sich diesem Projekt anzuschließen, erläuterte Abdul-Mahdi. Nur kenne die internationale Gemeinschaft die Vorgänge im Irak zumeist aus den Medien, so dass bei vielen der Eindruck entstehe, im Irak herrsche Instabilität.

1. Juni

Die Europäische Kommission verfolge nach Worten einer Sprecherin in Brüssel das russische Pipeline-Projekt Turkish Stream, benötige aber für Gespräche noch mehr Details, berichteten russische Medien. Es gehe nicht darum, die Energiepartnerschaft mit Russland aufzugeben, sondern um Diversifizierung, erklärte die Sprecherin. Außerdem sei ein Treffen einer eingerichteten Arbeitsgruppe der EU im kroatischen Dubrovnik am 10. Juli geplant, um einen Aktionsplan zur Gasversorgung Südosteuropas festzulegen. Nicht nur  Mitgliedssaaten auch Drittstaaten seien eingeladen. Ziel der Energieunion der EU sei es, dass jedes Mitgliedsland über mindestens drei Gasversorgungsquellen verfügt, ergänzte die Sprecherin. Pipelines auf dem Territorium der EU müssten dem europäischen Recht entsprechen.

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