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Bildquelle: Gazprom

Hier lesen Sie die neusten Entwicklungen zu Pipeline-Projekten in der Welt:

29. Dezember

Der Gaskonzern Gazprom cancelte seine Ausschreibung zum Bau von Abschnitten der Gasleitung Kraft Sibiriens im Auftragswert von 156 Milliarden Rubel, meldeten russische Medien. Die russische Bundeskartellbehörde kritisierte die Ausschreibung und wollte Präsident Wladimir Putin in das Verfahren einschalten, weil von Gazprom keine Antwort auf geforderte Nachbesserungen kam. Es ging um den Bau von insgesamt 822,1 Kilometer Pipeline unter der Regie eines Generalunternehmers. Bereits einige Tage zuvor hatte Gazprom zwei Ausschreibungen zu Kraft Sibiriens storniert. Ab 2022 soll die Gasleitung von ostsibirischen Gasfeldern Gas nach China transportieren.

25. Dezember

Der russische Ölkonzern Rosneft plane mit seinem amerikanischen Partner ExxonMobil nun selbst eine Gasleitung zu bauen, um Gas von Vorkommen vor der Pazifikinsel Sakhalin ans russische Festland nach Materik beim Hafen De-Kastri zu transportieren, berichtete die russische Tageszeitung Kommersant. Dort unterhält ihr Konsortium Sakhalin 1 bereits ein Ölexport-Terminal. Ein Terminal zum Verflüssigen von Erdgas LNG und Verschiffen mit LNG-Tankern soll ebenfalls gebaut werden. Gerichtlich versuchte Rosneft vom russischen Gaskonzern Gazprom Transportkapazitäten einzuklagen. Da mindestens 8 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr zu transportieren seien, müsste Gazprom die Trans-Sakhalin-Gasleitung ausbauen. Jetzt bereitet Projekt-Betreiber und ExxonMobil-Tochter Exxon Neftegas laut Kommersant eine Machbarkeitsstudie zu einer Gasleitung vom Chayvo-Gasfeld durch den Golf von Tatar zum Terminal De-Kastri vor. Die Studie soll von 2016 bis 2018 durchgeführt werden.

23. Dezember

In Turkmenistan ging die Ost-West-Gasleitung in Betrieb, berichtete das staatliche turkmenische Öl- und Gasnachrichten-Portal Nebit-Gaz. Die Gasleitung erstreckt sich auf 773 Kilometer Länge von der Kompressorstation Schatlyk im Osten des Landes bis zur Kompressorstation Belek am Kaspischen Meer in der Balkan Region. Die jährliche Transportkapazität ist auf 30 Milliarden Kubikmeter Gas ausgelegt. Als Ressourcenbasis sind die beiden Gasfelder Galkynysh und Dauletabad im Südosten des Landes vorgesehen. Die Ost-West-Gasleitung habe strategische Bedeutung für die Kaspische Region und Erreichbarkeit internationaler Märkte, unterstrich Turkmenistans Präsident Gurbanguly Berdimuhamedow auf der feierlichen Inbetriebnahme in der Balkan Region. Mit ihrer Fertigstellung könne Turkmenistan die Zusammenarbeit mit Asien und Europa im großen Maßstab vielschichtig gestalten.

22. Dezember

Das deutsche Bundeskartellamt hat die Gründung des Gemeinschaftsunternehmen Nord Stream 2 AG durch die Unternehmen Gazprom, Shell, E.on, Wintershall, OMV und Engie genehmigt, die zusammen den Ausbau der Ostseegasleitung planen. Aus der aktuellen Liste über laufende Fusionskontrollverfahren geht hervor, dass die Behörde am 18. Dezember 2015 die Freigabe hierzu erteilte.

20. Dezember

Der italienische Premier Matteo Renzi übte an der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel Kritik, berichteten Medien zum letzten EU-Gipfel in diesem Jahr am 17. und 18. Dezember. Einerseits setze sich Deutschland für Sanktionen gegen Russland ein, die im  Ergebnis auch verlängert wurden. Anderseits arbeiteten deutsche Unternehmen mit Russland beim Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 zusammen. Im letzten Jahr seien die Verhandlungen zu South Stream wegen antirussischer Sanktionen eingestellt worden. An diesem Projekt war Italiens Eni wie auch die deutsche Wintershall Holding beteiligt. Wintershall gehört wieder mit zu den Projektpartnern, die den Pipeline-Ausbau in der Ostsee mit dem russischen Gaskonzern Gazprom planen und durchführen wollen.

Quelle: US Energy Information Agency EIA
Quelle: US Energy Information Agency EIA

In türkischen Medien war am 19. Dezember 2019 die Rede vom Bau einer 475 bzw. 550 Kilometer langen Pipeline im östlichen Mittelmeer, sofern die Türkei und Israel 2016 ein Abkommen unterzeichnen, wieder diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Die Gasleitung soll von Gasvorkommen im Levant-Basin vor der israelischen Küste an die türkische Küste führen und 30 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich transportieren können. Davon seien 10 Milliarden Kubikmeter für die Türkei und der Rest für Europa vorgesehen, berichtete Haber Turk. Als Gaspreis wurden hier 199 US-Dollar je 1000 Kubikmeter Gas genannt und bis zu 3 Milliarden US-Dollar für die Verlegung der Gasleitung. Ab 2019 könne die Türkei Gas aus Israel beziehen. Mit 10 Milliarden Kubikmeter im Jahr kann die Türkei 21 Prozent ihres Bedarfs decken.

18. Dezember 

Laut Medienberichten haben die Türkei und Israel in der Schweiz eine vorläufige Einigung erzielt, nach den Auseinandersetzungen von 2010 wieder diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Im Gespräch sei in diesem Zusammenhang auch der Bau einer Gasleitung von Israels Vorkommen vor der Küste in die Türkei. Premier Benjamin Netanyahu erklärte, dass die Türkei an israelischen Gasbezügen interessiert sei. 2010 hatte die israelische Marine das türkische Schiff Mavi Marmara geentert, das mit Hilfsgütern für den Gazastreifen beladen war. Hier kamen neun türkische Aktivisten ums Leben, an deren Familien Israel jetzt Ausgleich zahlen will. Am 17. Dezember 2015 unterzeichnete Netanyahu ein umstrittenes Gasabkommen, das den Gassektor im Land regeln soll, berichteten israelische Medien.

17. Dezember 

Das Gasleitungsprojekt Turkish Stream könne umgesetzt werden, wenn die Europäische Kommission schriftliche Garantien gebe, dass sie alle Transportrouten einschließlich die mögliche Route durch die Türkei nach Europa unterstützt und als Priorität erachtet, sagte der russische Präsident Wladimir Putin auf seiner großen Jahrespressekonferenz. Wenn die türkischen Partner Gazprom ein solches Schreiben aus Brüssel mitbrächten, könne es mit dem Projekt vorangehen. Aktuell ruhten die Gespräche, und es sei offen, wann sie wieder aufgenommen werden, so Putin. Zugleich protestiere eine Gruppe von EU-Ländern gegen den Bau der Gasleitung Nord Stream 2 in der Ostsee und wolle das Projekt wie seinerzeit South Stream torpedieren. Auch Nord Stream 1 sei unter Protest realisiert worden. Ob der Transit über die Ukraine beendet werden muss, ist für Putin noch nicht entschieden.

16. Dezember 

Quelle: ABB
Quelle: ABB

ABB hat einen Grossauftrag für die 1850 Kilometer lange transanatolische Gasleitung Tanap erhalten, teilte das Schweizer Unternehmen jetzt am 15. Dezember mit. Die Tanap soll Gas vom Vorkommen Shah Deniz im Kaspischen Meer in Aserbaidschan quer durch die Türkei von der Ostgrenze an die Westgrenze zur Transadria-TAP-Anschlussleitung transportieren. Der Auftrag sei im vierten Quartal gebucht worden. ABB werde demnach die Steuerungssysteme, Telekommunikationsanlagen, Pipeline-Monitoring- und Sicherheitssysteme inklusive Glasfaserkabeln zur Datenübertragung entlang der Pipeline liefern. Zum Einsatz komme hierbei das branchenführende Prozessleitsystem System 800xA von ABB, das die Pipeline steuere und automatisiere. Die Softwarelösungen sollen die Telekommunikations- und SCADA-Systeme integrieren, die den Gasstrom steuern sowie Leckagen und Störungen erkennen und Videofernüberwachung (CCTV) zu Sicherheitszwecken ermöglichen. Die Kosten für die Tanap lägen bei 11 Milliarden US-Dollar und für den Südlichen Gaskorridor von Aserbaidschan über Georgien und die Türkei bis nach Italien bei 45 Milliarden US-Dollar.

15. Dezember

The terminating point of the Nord Stream Pipeline is located at the energy hub Lubminer Heide near Greifswald, which covers an area of about 12 hectares, including the receiving terminal of the connecting pipelines OPAL and NEL. The onshore part of Nord Stream’s twin pipelines was built to include an omega-shaped expansion loop, capable of compensating for any possible pipeline expansion or contractions due to pressure and temperature variations. This is connected to huge valves, and the pipeline eventually ends in the PIG (Pipeline Inspection Gauges) trap. The arriving gas is fed into the receiving station of OPAL and NEL via a cross-connection. The gas is then prepared for further transport through the connecting pipelines.
Bildquelle: Nord Stream AG

Im Szenariorahmen zum Netzentwicklungsplan Gas 2016 der deutschen Fernleitungsnetzbetreiber FNB sind die Pläne zur Erweiterung der Gasleitung Nord Stream berücksichtigt. Den Szenariorahmen hat die Bundesnetzagentur jetzt bestätigt. „In vielen Konsultationsstellungnahmen wurde eine Berücksichtigung des Leitungsprojektes Nord Stream-Erweiterung gefordert. Die Fernleitungsnetzbetreiber haben sich dazu entschlossen, die Modellierungsvariante Q.2 zu modifizieren, um das Projekt Nord Stream-Erweiterung zu berücksichtigen. Das Kapitel 8.1 zur H-Gas-Quellenverteilung wurde entsprechend überarbeitet“, ist im Szenariorahmen nachzulesen. Auf dem Gipfel der Staats- und Regierungschef der Europäischen Union am 17. und 18. Dezember 2015 in Brüssel will dazu Italien laut Medien den Ausbau der Ostseegasleitung diskutieren, die ab 2019 insgesamt im Jahr 110 Milliarden Kubikmeter russisches Gas an die deutsche Ostseeküste transportieren können soll. Deutschland stelle hier seine wirtschaftlichen Interessen über die der EU, lautete die Kritik aus Italien. Ein italienisches Unternehmen ist nicht am Konsortium Nord Stream 2 beteiligt.

13. Dezember 

In Turkmenistan fand Medienberichten zufolge der feierliche Baustart der Gasleitung TAPI statt. Der Turkmenische Präsident Gurbanguly Berdimuhamedow, sein afghanischer Amtskollege Aschraf Thani, Pakistans Premier Nawaz Sharif und der indische Vizepräsident Mohammad Hamid Ansar nahmen hieran teil. Die 1815 Kilometer lange Gasleitung soll von Turkmenistan über Afghanistan und Pakistan an die indische Grenze führen. Die Transportkapazität ist auf 33 Milliarden Kubikmeter im Jahr veranschlagt. Die geschätzten Baukosten liegen bei 10 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Bauzeit betrage 3 Jahre.

11. Dezember 

Die Privatisierung des griechischen Gastransporteurs Desfa soll 2016 abgeschlossen werden, erklärte Stergiou Pitsiorlas, Präsident des griechischen Verwaltungsfonds des Staatsvermögens HRADF in einem Interview am 9. Dezember 2015. Ende Dezember 2013 gewann Aserbaischans Nationale Ölgesellschaft Socar die Ausschreibung zum Erwerb von 66 Prozent an Desfa zu einem Wert von 400 Millionen Euro. 17 Prozent davon sollen jetzt europäische Unternehmen übernehmen, um der europäischen Rechtssprechung zu entsprechen. Im Gespräch sind hierfür die italienische Snam und eine Allianz aus dem belgischen Gastransporteur Fluxys und spanischen Fernleitungsnetzbetreiber für Erdgas Enagas. Darüber hinaus unterzeichneten Bulgarien und Griechenland laut Medien ein finales Investitionsabkommen zum Bau der Verbindungsgasleitung ihrer Länder IGB am 10. Dezember 2015. Der erwartete Baustart der 180 Kilometer langen Gasleitung sei Oktober 2016. Die Transportkapazität ist zunächst auf 3 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr veranschlagt. Diese Gasleitung soll auch Gas aus Aserbaidschan nach Bulgarien transportieren, um die Lieferabhängigkeit von Russland zu reduzieren.

10. Dezember 

Das russische Bundeskartellamt kritisierte das Ausschreibungsverfahren, das Gazprom zum Bau von 822 Kilometer Pipeline an der Trasse Kraft Sibiriens Ende November 2015 eröffnet hat. Nach Ansicht von Beamten der Behörde verletzten die Bedingungen der Ausschreibung alle Gesetze, die man sich vorstellen könne, berichtete die russische Tageszeitung Kommersant. Die Ausschreibung gelte für drei Pipeline-Abschnitte zu einem Startpreis von 156 Milliarden Rubel. Bis 2022 plant Gazprom, Kraft Sibiriens in Betrieb zu nehmen, weil dann die Gaslieferungen nach Ostchina starten sollen. Den ersten Abschnitt baue bereits das Unternehmen Strojtransgaz, das bei der laufenden Ausschreibung zum Zug kommen möchte. Bis 18. Dezember 2015 könnten nach Verlängerung noch Gebote abgegeben werden.

8. Dezember 

Gazprom und Chinas nationale Ölgesellschaft CNPC beabsichtigten, demnächst ein Abkommen zum Bau des Grenzabschnittes der Gasleitungstrasse Kraft Sibiriens zu unterzeichnen, informierte der russische Gaskonzern über den Besuch einer Gazprom-Delegation in China. Darin eingeschlossen sei auch der Leitungsabschnitt, der auf dem Flussgrund des Amur gelegt soll. Das bestätigten Vorstandschef Alexej Miller und der Unternehmensvorsitzende von CNPC Wang Lilien. Im Gespräch Millers mit Chinas stellvertretenden Ministerpräsidenten Zhang Gaoli sei es um beide Gasleitungsprojekte für Gastransporte nach West- und Ostchina gegangen. Eben so thematisierten sie Perspektiven der Zusammenarbeit bei der Gasspeicherung und Stromerzeugung.

7. Dezember

Bildquelle: Europäische union
Bildquelle: Europäische union

Erneut wandte sich der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk in Brüssel an die europäischen Partner, das Gasleitungsprojekt Nord Stream 2 in der Ostsee zu blockieren, weil dieses Projekt seiner Ansicht nach weder den Interessen der Europäischen Union noch der Ukraine entspricht. „Nord Stream 2 entzieht nicht nur der Ukraine, der Slowakei und Polen Milliarden von Dollar an Einnahmen, sondern beraubt die Europäische Union eines echten Wettbewerbs auf dem Energiemarkt und baut das Monopol von Russlands Gazprom aus, unterstrich Jazenjuk auf dem gemeinsamen Pressebriefing mit Federica Mogherini, der Hohen Repräsentantin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik nach der Tagung des Assoziierungsrates EU-Ukraine. Anfang Dezember 2015 hatten Polen, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und die drei baltischen Staaten ein Schreiben an die Europäische Kommission gerichtet, in dem sie sich für den Stopp von Nord Stream 2 aussprachen. Tschechen und Griechenland gehörten nicht den Unterzeichnern des Schreibens, informierten Medien am 2. Dezember 2015.

3. Dezember 

Die Türkei und Aserbaidschan wollen den Bau der transanatolischen Gasleitung Tanap jetzt beschleunigen. Auf dem Treffen mit Aserbaidschans Präsidenten Ilham Alijew hätten sie sich geeinigt, die Tanap noch vor dem geplanten Jahr 2018 fertigzustellen, erklärte der türkische Premier Ahmet Davutoglu laut Medienberichten. Auch Alijew sprach von einer möglichen Fertigstellung der Gasleitung vor 2018. Dann könne Aserbaidschan Gas in die Türkei exportieren und später mehr nach Europa, so Alijew. Die nachgewiesenen Gasvorkommen seines Landes bezifferte er auf 2600 Milliarden Kubikmeter Gas.

Grafikquelle: Gazprom
Grafikquelle: Gazprom

Das Projekt zum Bau der Gasleitung Turkish Stream wurde nun doch gestoppt. „Die Gespräche  sind eingestellt“, zitierten russische Agenturen Russlands Energiemister Alexander Nowak. Die Entscheidung sei in Verbringung mit dem Regierungsbeschluss, der einen Stopp der Arbeit der russisch-türkischen Regierungskommission zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit verhängt, erfolgt. Deswegen sei die Arbeit zu einem Turkish-Stream-Abkommen beendet worden. Zuvor machte Gazprom-Chef Alexej Miller deutlich, dass sich die Türkei an Russland wenden solle, wenn Turkish Stream für sie interessant ist. Doch liege hier kein Vorschlag vor. Im Gespräch waren zuletzt 32 Milliarden Kubikmeter Gas, die über zwei Leitungsstränge von der russischen Schwarzmeerküste an den westlichen Bosporus der Türkei transportiert im Jahr werden sollten.

2. Dezember

Nach Auskunft des russischen Ministers für Wirtschaftsentwicklung Alexej Uljukajew steht das Gasleitungsprojekt Turkish Stream nicht auf der Regierungsliste der Sanktionen gegen die Türkei. Doch sind die Gerüchte, dass Turkish Stream nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets SU 24 durch zwei türkische Militärflieger eingestellt werden könnte, nicht ganz vom Tisch. Eine zeitweilige Projektaussetzung, bis die Beziehungen der Länder sich wieder verbessert haben, und der Baubeginn des ersten Leitungsstranges erst 2018 ständen im Raum, heißt es in einem Bericht der russischen Tageszeitung Kommersant. Russlands Gaskonzern Gazprom könne Turkish Stream nicht nicht ganz aufgeben. Denn ohne die Gasleitung, die von der russischen Schwarzmeerküste an den westlichen Bosporus der Türkei gelegt werden soll, ließe sich der Transit über die Ukraine bis 2020 nicht minimieren. Im Gespräch sind maximal zwei Leitungsstränge mit einer Transportleistung von 32 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr.

1. Dezember 

Quelle: Nord Stream 2
Quelle: Nord Stream 2

Eine Sprecherin der Europäischen Kommission bestätigte den Erhalt eines Briefes von europäischen Ländern zum geplanten Bau des dritten und vierten Pipeline-Stranges in der Ostsee. Der Brief sei bei der Kommission eingegangen. Die Länder erhielten eine Antwort, erklärte sie auf einem Pressebriefing in Brüssel. Zum Inhalt des Briefs und den betreffenden Ländern machte sie keine Angaben. Neun europäische Länder hätten im Brief gefordert, die Frage zur Umsetzung des Projektes Nord Stream 2 auf die Tagesordnung des bevorstehenden EU-Gipfels nun im Dezember zu setzen, berichtete die Wirtschaftszeitung Financial Times Ende November 2015. Osteuropäische Staaten, darunter Polen und die Slowakei, drückten im Schreiben die Befürchtung aus, dass das Projekt Nord Stream 2 die Abhängigkeit Europas von russischen Gaslieferungen erhöhe und der Energiepolitik der Europäischen Union entgegen stehe. Nach Worten der Sprecherin prüft die Kommission, ob das Projekt der europäischen Gesetzgebung entspricht. Im November 2015 hatte der Vizepräsident der Europäischen Kommission Maros Sefcovic Medien zufolge erklärt, dass er Kenntnis vom Projekt nehme, jedoch Nord Stream 2 Europa keinen neuen Lieferanten bringe. Durch sie steige die Transportkapazität von Nord Stream, die derzeit nur zu 50 Prozent genutzt werde. Die Konsortiumsmitglieder Gazprom, OMV, Engie, Wintershall, E.on und Shell planen die Transportleistung in der Ostsee bis 2018 auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas zu verdoppeln.

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