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30. November

Für den Bau von vier Abschnitten an der rund 4000 Kilometer langen Pipelinetrasse Kraft Sibiriens sucht der russische Gaskonzern Gazprom einen Generalunternehmer und schrieb dafür ein Auftragsvolumen von 155,9 Milliarden Rubel (rund 2,2 Milliarden Euro) aus, hieß es bei der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti. Insgesamt gehe es um eine Pipeline-Strecke von 822,1 Kilometer Länge, die vier Kompressorstationen passieren soll. Verpflichtende Bedingung sei, Subunternehmer aus kleinen und mittleren Unternehmen unter Vertrag zu nehmen. Über Kraft Sibiriens soll Gas von ostsibirischen Vorkommen nach Ostchina exportiert werden. Im Vertrag aus dem Frühjahr 2014 sind 38 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr als Exportvolumen geplant. Losgehen soll es 2018 zunächst mit 5 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich. Anträge für die Ausschreibung könnten bis 8. Dezember 2015 eingereicht werden. Am 11. Dezember sollen Ergebnisse vorliegen.

28. November 

Gazprom plant mit Partnern Nord Stream 2
Bildquelle: Gazprom

Der slowakische Wirtschaftsminister Vazil Hudak nannte laut Medien die geplante Ostseegasleitung Nord Stream 2 eine Bedrohung für die Europäische Union. Stellten die Westeuropäer die russischen Gasbezüge über die Ukraine und Slowakei ein, machten sie sich von einer Gasquelle abhängig, erläuterte Hudak. Zusammen mit neun EU-Mitgliedsstaaten richtete die Slowakei einen Brief an die Europäische Kommission mit der Bitte, den Bau von Nord Stream 2 zu blockieren. Polen, Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Estland, Litauen, Lettland, Griechenland,Tschechien und die Slowakei gehen im Brief davon aus, dass diese Gasleitung die Situation in der Ukraine erneut destabilisieren könnte. Der Erhalt der Gastransite über die Ukraine sei  für die Energiesicherheit wichtig und stabilere dazu die osteuropäische Region.

26. November 

Als Antwort auf den Abschuss des russisches Kampfjets SU 24 durch zwei türkische F-16-Kampfflugzeuge stoppe Russland Projekte zu Investitions- und Handelsabkommen mit der Türkei, erklärte laut russischer Nachrichtenagentur Interfax der Minister für Wirtschaftsentwicklung Alexej Uljukajew. Davon könnte per Gesetz auch das Pipeline-Projekt Turkish Stream im Schwarzen Meer betroffenen sein. Russlands Premier Dmitri Medwedew hatte die Regierung auf ihrer heutigen Sitzung beauftragt, gegen die Türkei Wirtschaftssanktionen zu beschließen. Innerhalb von zwei Tagen soll die Regierung jetzt eine abschließende Liste mit Restriktionen vorbereiten.

23. November

Gazprom schätzte die Investitionen für die Gasleitung Uchta-Torschok 2 entsprechend dem Preisniveau von Anfang 2010 auf 217 Milliarden Rubel. Das gehe aus offiziellen Kostenschätzungen des russischen Gaskonzerns hervor, berichtete die russische Wirtschaftszeitung Kommersant. Beim Schweißen des ersten Pipeline-Stückes jüngst im Oktober sei indes die Rede von 140 bis 180 Milliarden Rubel. Die 970 Kilometer lange Gasleitung ist als Zubringer für die beiden neuen Pipeline-Stränge in der Ostsee vorgesehen und auf eine Transportkapazität von 45 Kubikmeter im Jahr veranschlagt. An der Strecke sollen 8 Verdichterstationen mit einer Gesamtleistung von 689 Megawatt errichtet werden. Die Inbetriebnahme von Uchta-Torschok 2 soll im Oktober 2019 erfolgen. Bis Ende 2019 ist geplant, die zwei Leistungsstränge von Nord Stream 2 fertigzustellen. Durch sie verdoppelt sich die Transportleistung in der Ostsee dann auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas. Nord Stream 2 gilt als die Alternative für abgesagte und stockende Pipeline-Projekte von Gazprom im Süden Europas. Auch bei der Gasleitung Kraft Sibiriens geht es schleppender voran. Hier wurden die Inventionen für 2015 stark reduziert, auch wenn die Projektkosten für künftige Lieferungen von ostsibirischen Gasfeldern nach China in Summe gleich geblieben sind.

20. November

Der russische Gaskonzern Gazprom hat die Investitionen in den Bau der Gasleitung Kraft Sibiriens stark zurück gefahren. Wie russische Medien berichteten, senkte Gazprom den Investitionsumfang für Kraft Sibiriens von ursprünglich 31 Milliarden auf 19,3 Milliarden Rubel. Für das gesamte Projekt im Osten des Landes seien weiterhin 799 Milliarden Rubel zum Preisstand vom 1. Januar 2011 veranschlagt. Laut Gazprom verlaufe alles nach Plan. Die Korrektur des Investitionsumfangs für 2015 sei mit der Optimierung der Lieferfristen für Ausrüstung verbunden, deren Montage Ende 2016 Anfang 2017 beginnen soll.

18. November

Die Europäische Kommission veröffentlichte die aktualisierte Liste mit den Projekten Gemeinsamen Interesses, die für die schrittweise Schaffung der Energieunion auf dem Weg der Integration der Energiemärkte in Europa zentral sind. Genannt ist dort unter 77 Projekten der Gasinfrastruktur der Südliche Gaskorridor vom Kaspischen Meer in Aserbaidschan bis nach Italien. Der Südliche Gaskorridor setzt sich aus der erweiterten Südkaukasus-Gasleitung, der Transanatolischen Pipeline Tanap und der Transadria-Gasleitung TAP zusammen. In der Liste stehen auch die Transkaspische Gasleitung durch das Kaspische Meer von Turkmenistan nach Aserbaidschan und die Verbindungsgasleitung zwischen Griechenland und Bulgarien IGB. Neu dabei sind dagegen die Tesla-Pipeline, die von der Türkei über Griechenland, Mazedonien, Serbien und Ungarn bis zum Gashub Baumgarten in Österreich führen soll und der Ostring von Bulgarien über Rumänien und Ungarn in die Slowakei.

17. November

Der türkische Energieminister Ali Riza Alaboyun wies laut Medien darauf hin, dass Russland keine Garantie hat, dass die europäischen Länder dem Bau der Schwarzmeergasleitung Turkish Stream zustimmen. Die Türkei sei zum Projekt prinzipiell positiv eingestellt, aber Russland solle sich mit der Umsetzung nicht beeilen. Nach den Parlamentswahlen habe Moskau Ankara nicht informiert, das es bereit sei, die Gespräche fortzusetzen. „Wir haben davon aus der Presse erfahren“, so Alaboyun.

16. November 

Das russisch-türkische Regierungsabkommen zu Turkish Stream werde schwerlich noch im Dezember diesen Jahres geschlossen, machte Agenturberichten zufolge Russlands Energieminister Alexander Nowak in Antalya im Rahmen des G 20 Gipfel in der Türkei deutlich, auch wenn seinen Worten nach, die Abstimmung des Wortlauts im Abkommen nicht mehr so viel Zeit in Anspruch nehmen sollte.

13. November

Bildquelle: Gazprom
Bildquelle: Gazprom

Der russische Präsident Wladirmir Putin rechnet damit, dass die neue Regierung der Türkei die wichtigsten Aspekte des beiderseitigen Regierungsabkommen zum Gasleitungsprojekt Turkish Stream in kurzer Frist bearbeiten kann. Dies erklärte er in einem Interview mit russischen und türkischen Medien. Das Abkommen bilde die rechtliche Grundlage für die Umsetzung des Projektes und habe die türkische Seite im Juli des laufenden Jahres erhalten. Die Wahlen in der Türkei hätten sich auf den Verhandlungsprozess ausgewirkt. Dafür zeigte Putin Verständnis und will den Gang der Ereignisse nicht erzwingen. Für ihn verliert das Projekt dadurch nicht an Dynamik. Zwei Pipeline-Stränge plant Gazprom, von der russischen Schwarzmeerküste an den westlichen Bosporus der Türkei zu verlegen. Sie sollen zusammen 32 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr transportieren können. Ende Oktober 2015 sprachen Alexej Miller, Gazprom-Vorstandsvorsitzender und Stefano Cao, Generaldirektor der Eni-Tochter Saipem über Perspektiven der Zusammenarbeit. Zwei Pipeline-Verlege-Schiffe von Saipem sollten ursprünglich für Gazprom Pipeline-Stränge im Schwarzen Meer verlegen. Doch kündigte Gazprom die Verträge. Außerdem berieten russische Behörden darüber Schiffe, die sich an Pipeline-Verlegearbeiten von Turkish Stream beteiligen, von Zöllen und Steuern zu befreien, damit diese Kosten senken können, hieß es laut Ria Novosti von Russlands Ministerium für Wirtschaftsentwicklung.

12. November

Quelle: Nord Stream
Quelle: Nord Stream

Frankreichs Engie (ehemals GDF Suez) erhöht seine Anteile an der Projektgesellschaft Nord Stream 2 von zuvor vereinbarten 9 auf 10 Prozent. Dadurch verzichtet der russische Gaslieferant Gazprom auf die Mehrheit und reduziert seinen Anteil um 1 Prozent auf 50 Prozent. Hierzu unterzeichneten auf der Feier zum ersten Vertrag zur Lieferung von russischem Gas nach Frankreich vor vierzig Jahren die Unternehmensspitzen von Gazprom und Engie einen Vertrag, teilte Russlands Gasmarktführer mit. Nach Abschluss des Einstiegs der fünf europäischen Partner in die Nord Stream 2 AG, hält Gazprom am Konsortium 50 Prozent. Auf BASF, E.ON, ENGIE, OMV und Shell entfallen je 10 Prozent. Das Konsortium ist für den Bau der zweiten Nord-Stream-Gasleitung in der Ostsee verantwortlich, die bis 2019 fertig sein soll und wie die erste Ostseegasleitung auf eine jährliche Transportleistung von 55 Milliarden Kubikmeter Gas veranschlagt ist.

11. November

50 Kilometer der Transanatolischen Gasleitung Tanap in der Türkei sollen bis zum Jahresende fertig geschweißt sein. Darüber sprach der Präsident von Aserbaidschans Ölgesellschaft Socar Rovnag Abullayev laut Medien in Baku. Seinen Worten nach sind die Ausschreibungen zum Bau der Pipeline über eine Länge von 1337 Kilometer abgeschlossen. Die Bauarbeiten hätten bereits begonnen. „Im ersten Halbjahr 2018 wird die Pipeline für erste Gaslieferungen bereit stehen, sagte Abullayev. Am Bau der Pipeline von der georgischen Grenze bis zur Stadt Eskişehir im Westen der Türkei beteiligen sich die drei Unternehmen Fernas Insaat A.S., Sicim-Yuksel-AKKORD Adi Ortakligi и TEKFEN Insaat ve Tesisat A.S. Insgesamt ist die Tanap auf 1850 Kilometer Länge veranschlagt, um ab 2020 aserbaidschansiches Gas auch an die türkische Westgrenze zum Weitertransport nach Italien durchleiten zu können. Zunächst sind 6 Milliarden Kubikmeter Gas für die Türkei und 10 Milliarden Kubikmeter für Europa vorgesehen. Am Tanap-Konsortum hält Socar 58 Prozent und die türkische Botas 30 Prozent. Die restliche 12 Prozent hat die britische BP inne.

10. November

Der feierliche Baubeginn der Gasleitung Turkmenistan-Afganistan-Pakistan-Indien TAPI ist Medienberichten zufolge für den 13. Dezember 2015 geplant. Jetzt im November unterzeichnete der turkmenische Präsident Gurbanguly Berdimuhamedow zum Bau des 200 Kilometer langen Abschnittes in Turkmenistan einen Erlass. Dieser sieht, dass die beiden Staatskonzerne Turkmengaz und Turkmennebitgazgurlushyk die Konstruktion und den Bau der TAPI-Gaspipeline auf dem Gebiet von Turkmenistan durchführen. Die jährliche Transportkapazität ist auf 33 Milliarden Kubikmeter und die Gesamtlänge bis Fazilka an der indischen Grenze auf 1735 Kilometer veranschlagt. Auf 735 Kilometer soll sich Tapi in Afghanistan und 800 Kilometer in Pakistan erstrecken. Die Baukosten werden auf bis zu 10 Milliarden US-Dolllar geschätzt. Das Pipeline-Projekt ist schon über zehn Jahre im Gespräch. Das Gas soll vom Gasfeld Galkynysh in Turkmenistan kommen. Im November letzten Jahres gründeten Turkmengaz, die Afghanische Gaskorporation, Pakistans Inter State Gas Systems (Private) Limited und die indische GAIL das Konsortium TAPI Ltd, das für den Bau und Betrieb zuständig ist. Angeführt wird das Konsortium von Turkmengaz.

7. November

Die Europäische Kommission werde das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 genau prüfen, erklärte laut Agenturberichten der Vizepräsident der Europäischen Kommission für Euro und Sozialen Dialog, Valdis Dombrovskis, auf einer Konferenz in der lettischen Hauptstadt Riga am 6. November 2015. Seinen Worten nach will der zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, prüfen, ob der vom russischen Energiekonzern Gazprom mit westeuropäischen Firmen vereinbarte Ausbau in der Ostsee mit den Zielen der Energiepolitik und dem Wettbewerbsrecht der Europäischen Union vereinbar sei. Ab 2019 sollen vier Stränge von Nord Stream im Jahr insgesamt 110 Milliarden Kubikmeter Gas transportieren können. Die Ukraine könnte dadurch 2 Milliarden US-Dollar Gewinn verlieren. Polen büsse 0,8 Milliarden US-Dollar und die Slowakei 0,4 Milliarden US-Dollar. Vor allem verliere Europa seine Unabhängigkeit, warnte der ukrainische Premier Arsen Jaznjuk. Für ihn ist das Projekt Nord Stream 2 daher antiukrainisch und antieuropäisch. Kritik kam auch schon aus Polen, der Slowakei und den drei baltischen Staaten. Der US-Botschafter bei der EU, Anthony Gardner, sieht für Nord Stream 2 „keine wirtschaftliche Rechtfertigung“.

6. November

Anfang 2016 soll über die Umsetzung des Projektes der russischen Gasleitung Turkish Stream gesprochen werden, war aus der türkischen Präsidentenadministration laut aserbaidschanischer Nachrichtenagentur Trend zu hören. Dies bedeute aber keine Abkehr Ankaras von diesem Projekt. Zwei Pipeline-Stränge mit einer Transportleistung von insgesamt 32 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr plant Gazprom, von der russischen Schwarzmeerküste an den westlichen Bosporus zu verlegen.

5. November

Der türkische Stahlrohrhersteller Borusan Mannesmann hat vom Konsortium der Transanatolischen Gasleitung Tanap einen zusätzlichen Auftrag im Umfang von 80 Millionen US-Dollar erhalten, hieß es in aserbaidschanischen und türkischen Medien. Damit erreiche der Gesamtauftragswert des Unternehmens 500 Millionen US-Dollar. Neben Borusan Mannesmann sind die türkischen Unternehmen Noksel Çelik Boru и Erciyas Çelik Bor beauftragt, Rohre für die 1850 Kilometer lange Gasleitung quer durch die Türkei zu liefern. Die Tanap gehört zum Südlichen Gaskorridor, auf dem Gas aus der Kaspisee in Aserbaidschan in die Türkei und nach Europa geliefert werden soll. Die ersten Lieferungen in die Türkei könnten hier im Juni 2018 und nach Europa Anfang 2020 starten, erläuterte Tanap-Generaldirektor Saltuk Düzyol auf einer Konferenz in Aserbaidschans Hauptstadt Baku. Die Kosten für das Tanap-Projekt liegen seinen Angaben zufolge bei 9,5 Milliarden US-Dollar.

3. November 

Bildquelle: Petronas
Bildquelle: Petronas

Das malaiische Energieunternehmen Petronas ist am Einstieg in die Projekte der Transanatolischen Gasleitung Tanap und der Transadria-Pipeline Tap interessiert. Dies machte im Rahmen einer Technikkonferenz in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku Zainal Abidin Zainudin, Unternehmensdirektor von Petronas in Aserbaidschan, deutlich. „Wir prüfen die Fragen zum Anschluss an diese Projekte, aber noch gibt es keine Vereinbarungen“, zitierten aserbaidschanische Medien Zainudin.

2. November

Nach dem Sieg der konservativen AKP in der Türkei sollen Megaprojekte beschleunigt werden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Dazu gehört im Energiebereich die Transanatolische Gasleitung Tanap quer durch die Türkei, die in der ersten Ausbaustufe 16 Milliarden Kubik Gas im Jahr aus dem Kaspischen Meer in Aserbaidschan transportieren soll. Davon sind 6 Milliarden Kubikmeter ab 2018 für die Türkei und 10 Milliarden Kubikmeter Gas für Europa ab 2020 vorgesehen. Die geschätzten Baukosten liegen bei 10 Milliarden US-Dollar.

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