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Regelbuch zum Messen und Berichten

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Bildquelle: BMUB / Sascha Hilgers

Zum Regelbuch, das vorschreibt, wie die 197 Vertragsparteien den Ausstoß von CO2 ermitteln sollen, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Wir haben in Bonn große Fortschritte gemacht, und zwar beim Verhandeln und beim Handeln. Damit hat die Konferenz die Erwartungen voll erfüllt. Uns ist ein wichtiger Zwischenschritt gelungen auf dem Weg zur Konferenz in Kattowitz in einem Jahr, wo die Umsetzungsregeln von Paris beschlossen werden sollen. Bonn war auch die erste Weltklimakonferenz nach dem angekündigten Rückzug der Trump-Regierung aus dem Pariser Klimaabkommen. Von Bonn geht das starke Signal aus, dass die Welt zusammensteht und sich beim Klimaschutz nicht aufhalten lässt.“ Einigkeit, wie die Vorschriften im Regelbuch anzuwenden sind, besteht indessen nicht. China besteht auf Nichteinmischung in innerstaatliche Angelegenheiten. Entwicklungsländer führen Geldmangel zu Pflichtberichten zum CO2-Ausstoß ins Feld.

Regelbuch mit grenzenlosem Dialog

„Ein wesentliches Ergebnis der Konferenz ist der sogenannte Talanoa-Dialog“, konstatiert das Bundesumweltminister am 18. November weiter. Talanoa sei ein fidschianischer Begriff und bedeute Austausch mit allen Beteiligten. „Da die aktuellen Klimaziele unter dem Pariser Abkommen in der Summe noch nicht ausreichen, um die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, wurde bereits in Paris vereinbart, dass die Staatengemeinschaft mit der Zeit immer ehrgeiziger werden muss. Der Probelauf für diesen Ambitionsmechanismus ist der Talanoa Dialog“, heißt es beim Ministerium weiter. Bis zur nächsten Konferenz in Kattowitz in einem Jahr ist eine eine Bestandsaufnahme geplant, die die Vertragsstaaten zu ehrgeizigerem Handeln motivieren soll, um die globale Klimaschutzlücke zu schließen. Unter Führung von Fidschi und Polen sollen hier Beiträge aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammengefasst werden. Das Regelbuch enthält die Ausführungsbestimmungen für das Pariser Abkommen. „Dabei geht es zum Beispiel um die Frage, wie die Staaten ihre Treibhausgasemissionen messen und darüber berichten. In Bonn wurden zu allen Fragen Texte entwickelt, die bis zur Weltklimakonferenz in Kattowitz 2018 schlussverhandelt werden können“, schickt das Ministerium voraus.

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