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Rekord für erneuerbare Energien

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Immer mehr erneuerbare Energien tragen zur Stromproduktion bei.
Quelle: REN21 Statusbericht 2016

Erneuerbare Energien legten im letzten Jahr weltweit kräftig zu und verzeichneten einen Rekord. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren im Renewables 2016 Global Status Report REN21, der jetzt herauskam. Demnach erreichte der Zubau erneuerbarer Energiekapazität für die Stromproduktion mit 147 Gigawatt den größten Anstieg seiner Geschichte. Auch die Nutzung moderner Erneuerbarer für Wärmeerzeugung und im Verkehrssektor erhöhte sich. Dezentrale erneuerbare Energien verbreiteten sich darüber hinaus rapide und würden somit helfen, die Lücke zwischen den Energiereichen und Energiearmen zu schließen. Christine Lins, Generalsekretärin von REN21, sagte: „Das wirklich beeindruckende an diesen Ergebnissen ist, dass sie in einer Zeit erreicht wurden, als die Preise für fossile Energien einen historischen Tiefpunkt erreicht hatten, und Erneuerbare Energien in Bezug auf staatliche Subventionen immer noch benachteiligt waren. Für jeden Dollar der in Subvention von Erneuerbaren floss, wurden fast vier Dollar ausgegeben, um unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu erhalten.“

Wettbewerbsfähigkeit puscht erneuerbare Energien

Besonders die Wettbewerbsfähigkeit begünstigte laut REN121 den Fortschritt im Ausbau erneuerbarer Energien, die heute in vielen Ländern mit den Preisen für fossile Energien mithalten könnten. Außerdem spielten die politischen Rahmenbedingungen, so vor allem für Wind- und Solarenergie im Stromsektor, eine entscheidende Rolle. Anfang 2016 habe es in 173 Länder Ausbauziele für erneuerbare Energien gegeben. 146 Länder hätten politische Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien eingeführt. Städte, Gemeinden und Unternehmen seien Vorreiter der schnell wachsenden Bewegung 100% Erneuerbare  und leisteten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der globalen Energiewende. Ebenso wirkten sich ein verbesserter Zugang zu Finanzierung, Überlegungen hinsichtlich Energiesicherheit und Umwelt sowie die steigende Nachfrage an modernen Energiedienstleistungen in Entwicklungs- und Schwellenländern auf das Wachstum von Neuinstallationen und Investitionen positiv aus. Aufgrund dieser Ergebnisse rast für Arthouros Zervos, Chair von REN21 „der erneuerbare Energie-Zug auf seinen Schienen dahin. Allerdings sind es Schienen aus dem 20. Jahrhundert – ein System basierend auf veraltetem Denken, in dem die konventionelle Grundlast durch fossile Energieträger und Kernkraft getragen wird. Um den Übergang zu einer gesünderen, sichereren und klimafreundlicheren Zukunft zu beschleunigen, müssen wir Infrastruktur äquivalent eines Hochgeschwindigkeitsschienennetzes bauen – ein intelligenteres und flexibleres System, welches die Nutzung variabler erneuerbarer Energien maximiert sowie dezentrale und lokale Stromerzeugung integriert“, mahnt Zervos zugleich.

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