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Rosneft will Gas nach China exportieren

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Gazprom verlegt in Ostsibirien Kraft Sibiriens 1
Bildquelle: Gazprom

Der russische Ölmarktführer Rosneft will von ostsibirischen Vorkommen über die künftige Gasleitung Kraft Sibiriens Gas nach China exportieren. Dies geht aus einem Schreiben von Rosneft-Chef Igor Setschin im Juni 2016 an Vizepremier Arkadij Dworkowitsch hervor, über das russische Medien jüngst im Juli berichteten. Im Schreiben habe Setschin die Regierung gebeten, den Gasexport der unabhängigen Produzenten nach China zu unterstützen. Das Förderpotential seines Unternehmens im Irkutsker Gebiet, in Jakutien und Krasnoyarsk bezifferte er auf 16 Milliarden Kubikmeter Gas. Da es in der Nähe keine Großabnehmer gebe, sei es wirtschaftlicher, das Gas nach China über Kraft Sibiriens zu exportieren. Rosneft sei bereit, das Gas eigenständig oder mittels Agenturvertrag mit dem russischen Gaskonzerns Gazprom an China zu veräußern.

Gazprom will nur eigenes Gas nach China liefern

Setschins Worten nach, wandte sich sein Unternehmen an den Exportmonopolisten Gazprom, damit das Förderpotential von Rosneft bei der Projektierung von Kraft Sibiriens mit einkalkuliert werde, und schickte Bedingungen zum Leitungsanschluss. Doch lehnte Gazprom in seiner Antwort ab und erklärte, Gas nach China komplett aus eigenen Ressourcen liefern zu wollen. Daher warnte Setschin nun, wenn Rosneft kein Gas über Kraft Sibiriens nach China exportieren könne, dieses entweder abfackeln oder weniger Öl fördern müsse. Außerdem legte er der Regierung nahe, dass das Verhalten von Gazprom zu Verlusten beim Staatsbudget führen könne, wenn weniger russisches Gas nach China exportiert werde. Deswegen forderte Setschin Dworkowitsch auf, eine Arbeitsgruppe im Energieministerium zu bilden, die zum Zugang der unabhängigen Produzenten zu Exportgasleitungen eine Studie erstellen soll und ersuchte ihn zugleich, Rosnefts Vorschläge zum Gasexport nach China zu unterstützen. Vorstösse in dieser Richtung hat Gazprom in der Vergangenheit erfolgreich abgewehrt.

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