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Smart Meter für alle – Update

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Mit dem Market Transaction Manager (MTM) bietet Siemens Übertragungsnetzbetreibern (TSO) und Verteilnetzbetreibern (DSO) sowie Marktteilnehmern wie Energiehändler, Stromerzeuger und Prosumer eine zentrale Informationsdrehscheibe (Data Hub) für Zählermessdaten in deregulierten Energiemärkten an.
Grafikquelle: Siemens

Intelligente Stromzäher sollen wie beim Nachbarn Italien auch in Deutschland flächendeckend einziehen. Den dementsprechenden Gesetzesentwurf zur Digitalisierung der Energiewende hat die deutsche Bundesregierung auf ihrer Kabinettssitzung am 4. November 2015 zusammen mit dem Entwurf des Gesetzes zur Weiterentwicklung des Strommarktes und der Verordnung zur Kapazitätsreserve verabschiedet. „Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende setzt einen zusätzlichen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung des Strommarktes“, heißt es in der Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums. Es schaffe für den Strommarkt 2.0 mit Lastmanagement und sicherer Systemintegration dezentraler erneuerbarer Erzeugungsanlagen die technischen und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen. Smarte Technologien machten die Stromversorgung flexibler, sicherer und effizienter. „Wir buchstabieren Versorgungssicherheit europäisch und integrieren die erneuerbaren Energien optimal in den Markt. Flankierend schaffen wir durch das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende den nötigen innovativen Rahmen, damit der Stromsektor einer der ersten voll digitalisierten Sektoren unserer Volkswirtschaft wird. Das ist wichtig, denn erst mithilfe der Digitalisierung lassen sich Stromerzeugung, Gebäude und Verkehr intelligent miteinander verknüpfen und effizienter machen“, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zu den Beschlüssen im Kabinett.

Smart Meter sollen mehr Nutzen als Kosten haben

Damit der Nutzen für die Verbraucher größer ist als die Kosten, sollen per Gesetz „Smart Meter nur dort verpflichtend eingeführt werden, wo ein entsprechender Energieeffizienz-, System- oder Netznutzen entsteht. Daneben werden die Mehrkosten durch die Vorgabe strikter Preisobergrenzen begrenzt.“ Dazu regelt das Gesetz, wer welche Daten erheben und zu welchem Zweck verwenden darf, um den Anforderung von Datenschutz und Datensicherheit gerecht zur werden. Dafür müssen Smart Meter außerdem verbindliche Schutzprofile und Technische Richtlinien des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einhalten. War aus Branchenkreisen unlängst Kritik an einem massenhaften Rollout von intelligenten Messsystemen zu hören, ist dieser nun laut Gesetzesentwurf 2017 für größere Verbraucher ab 7 Kilowatt installierter Leistung und Erzeugungsanlagen vorgehen. Haushalte mit einem Jahresverbrauch von über 2000 Kilowattstunden sollen ab 2020 folgen. Dazu sind preisliche Obergrenzen festgelegt, die für den Messstellenbetrieb in Rechnung gestellt werden könnten, damit Smart Meter die Kosten für die Verbraucher nicht nach oben treiben.

Datendrehscheibe für Smart Meter

Um auf Herausforderungen aus der gesetzlich verordneten Marktliberalisierung, Einführung intelligenter Zähler und zunehmender dezentraler Stromerzeugung zu reagieren, bietet der deutsche Technologiekonzern Siemens eine zentrale Datendrehscheibe für Zählermessdaten in deregulierten Märkten an. Die Datendrehscheibe Market Transaction Manager MTM läuft als Applikation auf der Smart-Grid-Plattform EnergyIP von Siemens, die Übertragungsnetzbetreibern (TSO) und Verteilnetzbetreibern (DSO) sowie Marktteilnehmern wie Energiehändler, Stromerzeuger und Prosumer in liberalisierten Energiemärkten zentrale Informationen als Data Hub für Zählermessdaten zugänglich macht. Basierend auf einer Standard-Software-Produktlösung stellt der Market Transaction Manager Siemens zufolge die erste globale Referenzarchitektur für eine risikofreie Einführung von zentralen Data Hubs dar. Der MTM aggregiere die erfassten Zählermessdaten, verarbeite sie weiter und stelle sie den Marktteilnehmern im gesamten Markt für ihre Abrechnungsprozesse zur Verfügung. Somit könnten Betreiber der Informationsdrehscheibe über ein und dieselbe Schnittstelle Marktteilnehmern Zugriff auf Zählermessdaten und aggregierte Verbrauchsdaten gewähren, Wechselprozesse aufeinander abstimmen, Netzverlustdaten analysieren und Störfälle weiterverarbeiten.

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