Start China Tempofrage für Kraft Sibiriens

Tempofrage für Kraft Sibiriens

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Bildquelle: Gazprom

Am 18. August teilte der russische Gaskonzern Gazprom mit, dass sich Konzernchef Alexej Miller in Moskau mit dem Vizepräsidenten von PetroChina Huang Weihe in einem Arbeitstreffen über die Aussicht der Pipeline-Anbindung westsibirischer Gasfelder mit China verständigt habe und die hier laufenden Verhandlungen eine positive Dynamik aufwiesen. Die Bauarbeiten von Kraft Sibiriens in Ostsibirien gehen aktuell langsam voran. Der Vertrag zur Lieferung von 38 Milliarden Kubikmeter Gas nach China vom Mai 2014 trat laut russischer Nachrichtenagentur Interfax in diesem Mai in Kraft.

Grafikquelle: Gazprom
Grafikquelle: Gazprom

Einen zweiten Vertrag mit Grundbedingungen zur jährlichen Lieferung von 30 Milliarden Kubikmeter Gas über die sogenannte Westroute, das Altai-Gebirge, schloss Gazprom mit Chinas Nationaler Ölgesellschaft CNPC ebenfalls in diesem Mai.

Sagt China in Sibirien ab?

Am 17. August berichtete der businessinsider, dass China im späten Juli die Gasleitung, die über das Altaigebirge 30 Milliarden Kubikmeter Gas in den chinesischen Nordwesten transportieren soll, ausgesetzt habe. Der deutsche Focus sieht darin eine Projektabsage der Chinesen: „In Peking schrillen offenbar schon die Alarmglocken, denn ein weiteres Megaprojekt mit Russland hat die Regierung vorerst eingestampft. Der Bau einer zweiten Pipeline, die jährlich 30 Milliarden Kubikmeter Gas aus den westlichen Gasfeldern Sibiriens nach China transportieren könnte, wurde von Peking Ende Juli angeblich abgesagt.“ Was wann wie wo schrillt, dürfte sich im weiteren Verlauf zeigen. Noch reden Chinesen und Russen offenbar miteinander, um Ziele abzustecken. Was der umfassende Aktionsplan zur Unterstützung auch von Kraft Sibiriens, mit dem der russische Präsident Wladimir Putin die Regierung kürzlich beauftragt hat, enthält, soll im kommenden September vorliegen. Dabei werden die beiden Pipeline-Großprojekte von Gazprom, die Schwarzmeergasleitung Turkish Stream und der Ausbau der Ostseegasleitung, das Tempo Russlands, seine Exportrouten nach China zu entwickeln, sicher mitbestimmen.

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