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Zukunft der Mobilität in Deutschland

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Bundeskabinett beschließt Nationale Plattform Zukunft der Mobilität.
Quelle: Bundesverkehrsministerium

Das Kabinett stimmte dem Vorschlag von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zu, eine Nationale Plattform „Zukunft der Mobilität“ (NPM) einzusetzen, teilte sein Ministerium am 19. September mit. Unter der Federführung des Bundesverkehrsministeriums sollen sechs Arbeitsgruppen verkehrsträgerübergreifende Lösungsansätze für eine nachhaltige, bezahlbare und klimafreundliche Mobilität entwickeln. „Die Mobilität von morgen ist das zentrale Zukunftsthema für unser Land. Mit der neuen Plattform holen wir alle an einen Tisch, um gemeinsam kreative, neue Ideen zu entwickeln. Mehr Mobilität und bessere Luft in den Städten sind kein Widerspruch. Neue Antriebsformen, neue Mobilitätskonzepte für unsere Städte und die ländlichen Regionen, das ist unsere Zukunft“, erklärte Scheuer hierzu.

Elektromobilität unter neuem Dach

In die neue Struktur der NPM soll die bestehende Nationale Plattform Elektromobilität NPE überführt werden. Dem Lenkungskreis unter Leitung des bisherigen NPE-Vorsitzenden Prof. Dr. Henning Kagermann sollen sechs Arbeitsgruppen zuarbeiten:

  • AG 1: Klimaschutz im Verkehr; Vorsitz: Franz Loogen
  • AG 2: Nachhaltige Mobilität: alternative Antriebe und Kraftstoffe; Vorsitz: Prof. Dr. Barbara Lenz
  • AG 3: Digitalisierung, Automatisiertes Fahren und neue Mobilitätskonzepte; Vorsitz: Klaus Fröhlich
  • AG 4: Sicherung des Mobilitäts- und Produktionsstandortes, Batteriezellproduktion, Rohstoffe und Recycling, Bildung und Qualifizierung; Vorsitz: Jörg Hofmann
  • AG 5: Sektorkopplung (insbesondere Verknüpfung der Verkehrs- und Energienetze); Vorsitz: Stefan Kapferer
  • AG 6: Standardisierung, Normierung, Zertifizierung und Zulassung; Vorsitz: Roland Bent

Ist für die Arbeitsgruppen 1-3 das Bundesverkehrsministerium federführend zuständig (AG 1 gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium), obliegt die Verantwortung für die Arbeitsgruppen 4-6 dem Bundeswirtschaftsministerium. „Deutschland muss auch im nächsten Jahrzehnt die Zukunft der Mobilität mitgestalten, wenn nicht anführen. Batteriezellfertigung und autonomes Fahren sind hier zentral. Entscheidend wird sein, dass wir Innovationen in Deutschland nicht nur entwickeln. Wir müssen sie auch – im wahrsten Sinne des Wortes – auch hier auf die Straße bringen“, bekräftigte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Zielstrich mit Verspätung

Wie notwendig das ist, zeigt der Fortschrittsbericht Elektromobilität, den NPE zeitgleich in einer letzten Amtshandlung vor der Umstrukturierung Bundeskanzlerin Merkel vorlegte. „Die deutsche Automobilindustrie ist bei der Elektromobilität Innovationsführer. Weltweit stammt jedes dritte Patent in diesem Bereich aus Deutschland. In den nächsten drei bis vier Jahren investieren unsere Unternehmen rund 40 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung für alternative Antriebe, vor allem in den Elektroantrieb. Das Modellangebot wird sich bis 2020 verdreifachen“, betont Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Dennoch kann das Ziel, die Marke von einer Million Elektrofahrzeugen in Deutschland nach aktuellen Prognosen der NPE-Expertinnen und Experten erst im Jahr 2022, d.h. zwei Jahre später als anvisiert, erreicht werden.

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