Start Allgemein 10000 Häuser für weniger Netzstrom

10000 Häuser für weniger Netzstrom

Bayern soll smart werden.
Bildquelle: Bayerisches Wirtschaftsministerium

Diese Woche hat die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner auf der Kabinettssitzung in München das 10000-Häuser-Programm informiert. Das Programm besteht aus den beiden Teilen “EnergieSystemHaus” und “Heizungstausch”. Entscheiden sich in Bayern Eigentümer von selbstbewohnten Ein- und Zweifamilienhäusern (inklusive Reihenhäusern) für einen Teil dieser Programmteile, können sie den “EnergieBonusBayern” erhalten. Der Bonus wird als Zuschuss in Höhe von 1.000 bis zu 18.000 Euro gewährt. Ab 15. September können Interessenten ihre Anträge auf der Online-Plattform einreichen. Genaue Förderbedingungen und technische Anforderungen hierzu sind ab Mitte Juli 2015 erhältlich. Insgesamt ist die Fördersumme des Programms mit vierjähriger Laufzeit auf 90 Millionen Euro veranschlagt.

Bayern wird smart
Quelle: Energie-Atlas Bayern

Im Programmteil “EnergieSystemHaus”,  in dem es um die energetische Sanierung oder den Bau eines energieeffizienten Gebäudes geht, kann zusätzlich ein “TechnikBonus” gewährt werden. Voraussetzung dafür ist, dass ein innovatives Heiz-/Speicher-Systems mit Energiemanagementsystem installiert wird, um die Energiespeicherung und den Bezug von Energie zu flexibilisieren, sprich den Eigenverbrauch zu erhöhen und mehr Umabhängigkeit zu schaffen. Dadurch kann vor allem der Energiebezug aus den öffentlichen Stromnetzen reduziert werden.

„Das neue Programm ist effizient, intelligent und innovativ. Wir geben den Bürgern Anreize, ihre Häuser energetisch zu modernisieren. Das bedeutet weniger Energieverbrauch, weniger CO2-Ausstoß, weniger Heizkosten, aber mehr Unabhängigkeit und mehr Komfort. Das Programm leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration der erneuerbaren Energien ins Stromsystem der Zukunft und verhilft neuen Technologien wie Smart-Grid zum Durchbruch“, erklärte Aigner. Ob sie damit auch weniger Stromnetzausbau meint, ließ sie offen. Dazu geht heute in Bayern nach 33 Jahren das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld vom Netz.