Start Klima Der elektrische Zug Infinity soll selbst Strom erzeugen

Der elektrische Zug Infinity soll selbst Strom erzeugen

Quelle: Fortescue Metals Group

Die Fortescue Metals Group will künftig das abgebaute Eisenerz mit dem elektrischen Zug Infinity abtransportieren lassen. Anfang März 2022 informierte die australische Bergbaugesellschaft über den Abschluss der Übernahme des britischen Unternehmens Williams Advanced Engineering (WAE). WAE ist nun beauftragt, das Konzept für den elektrischen Zug, der sich selbst aufladen kann und dadurch über unendlich viel Energie verfügen soll, umzusetzen.

Bremsenergie nutzen

Die Bahnstrecke von den Erzmienen zum Herb Elliott Port an der Küste geht zumeist bergab. Um die schweren Waggons mit Eisenerz sicher zu transportieren, müssen sie abgebremst werden. Die Energie aus diesen Bremsprozessen soll Infinity nutzen können, um damit seine batterieelektrischen Systeme ohne zusätzliche Ladeanforderungen für die Rückfahrt zum Nachladen vollständig aufladen zu müssen. „Der Infinity Train wird nicht nur Fortescues Rennen beschleunigen, bis 2030 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, sondern auch unsere Betriebskosten senken, Wartungseffizienzen und Produktivitätsmöglichkeiten schaffen“, sagte Gründer und Vorsitzende von Fortescue, Dr. Andrew Forrest.

Dieselflotte durch Infinity ersetzen

Aktuell hat Fortescue 54 Diesellokomotiven im Einsatz, die 16 Zuggarnituren zusammen mit anderer mobiler Ausrüstung auf der Strecke ziehen können. Jeder Zug ist etwa 2,8 Kilometer lang und kann 34.404 Tonnen Eisenerz in 244 Erzwagen transportieren. Der Bahnbetrieb von Fortescue verbrauchte im letzten Jahr 82 Millionen Liter Diesel. Der Infinity Zug soll helfen, den Dieselverbrauch und die damit verbundenen Emissionen zu eliminieren. Bis 2030 will Fortescue dieselfrei sein.

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