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EEG-Umlage steigt weiter

Quelle: Tennet

Alle Jahre wieder steigt die Umlage aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz, kurz EEG-Umlage, die die Endverbrauchern für jede bezogene Kilowattstunde aufkommen müssen. Die EEG-Umlage erhöht sich  von 6,354 Cent pro Kilowattstunde im Vorjahr um 8,3 Prozent auf 6,880 Cent pro Kilowattstundeim Jahr 2017. Dies ermittelten die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW auf Basis von Prognosen unabhängiger Gutachter im Auftrag des Gesetzgebers und informierten darüber am 14. Oktober 2016. Für das Jahr 2017 wird ihren Angaben nach eine weiter ansteigende Ökostromerzeugung prognostiziert. Der Anstieg gehe vor allem auf das Konto des Windenergieausbaus an Land und auf See. Er soll von 176 Terawattstunden in diesem Jahr auf etwa 187 Terrawattstunden im nächsten Jahr steigen.

EEG-Umlage-Anteile

Abzüglich der prognostizierten Börsenerlöse, die sich im Wesentlichen aufgrund des sinkenden Börsenpreises im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent verminderten, ergebe sich für 2017 eine prognostizierte Deckungslücke von etwa 24,4 Milliarden Euro, was in der EEG-Umlage 2017 einem Anteil von etwa 7,0 Cent pro Kilowattstunde entspreche. Davon entfiellen etwa 2,6 Cent pro Kilowattstunde auf Photovoltaik, etwa 1,8 Cent pro Kilowattstunde auf Energie aus Biomasse, etwa 1,5 Cent pro Kilowattstunde auf Windenergie an Land und etwa 0,9 Cent pro Kilowattstunde auf Windenergie auf See. Für die finale Umlageberechnung seien zusätzlich noch der aktuelle EEG-Kontostand sowie die sogenannte Liquiditätsreserve zu berücksichtigen. “Das EEG-Konto ist zum 30. September 2016 mit 1,9 Milliarden Euro im Plus (30. September 2015: gut 2,5 Milliarden Euro im Plus). Die positive Deckung des EEG-Kontos 2016 senkt die EEG-Umlage 2017 rein rechnerisch um knapp 0,6 Cent pro Kilowattstunde”, heißt es bei den Ünertragungsnetzbetteibern.

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