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Energieunion soll Europas Abhängigkeit mindern

Die Energieunion soll die Mitgliedsstaaten stärken.
Bildquelle: EU

14 Projekte von gemeinsamem Interesses PCI stehen im Entwurf einer EU-Verordnung zur sogenannten Energieunion, die EU-Energiekommissar Miguel Arias Cañete demnächst vorstellen will, berichtete das deutsche Nachrichtenportal Spiegel Online am 9. Februar 2016. Dazu gehörten u.a. die Fertigstellung eines Flüssiggasterminals in Kroatien zusammen mit einer Pipeline Richtung Ungarnmehrere Pipelines, die Finnland und das Baltikum stärker an das Gasnetz der restlichen EU anbinden und der Ausbau des Pipeline-Netzes in Rumänien, Bulgarien und Griechenland. Diese Projekte sollen europäischen Mitgliedstaaten den Zugang zu neuen Gaslieferquellen ermöglichen und ihre Abhängigkeit von russischen Gasimporten minimieren.

Abhängigkeit von Energieimporten in der EU

Die Abhängigkeit der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union von Energieimporten lag im letzten Jahr durchschnittlich bei 53,4 Prozent und ist somit nach dem Höchststand von 54,5 Prozent im Jahr 2008 in den Folgejahren um knapp einen Prozent zurück gegangen. Darüber informierte Anfang Februar 2016 das europäische Statistikamt eurostat. Seit 2004 müssen die EU-Länder nach Zahlen von eurostat über die Hälfte der Energien, die sie verbrauchen, importieren. Die höchsten Raten Energieabhängigkeit weist die Insel Malta mit 97,7 Prozent, Luxembourg mit 96.6 Prozent, Zypern mit 93,4 Prozent aufweisen. Deutschland liegt im Vergleich dazu bei 61,4 Prozent. Estland, Dänemark und Rumänien verfügen mit Raten zwischen 9 und 17 Prozent über die niedrigste Abhängigkeit von Energieimporten.