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Erneuerbare-Energien-Gesetz im Zugzwang

Bildquelle: EE-Warnminute 2016 des BEE auf Flicker

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG ist in seiner Heimat Deutschland im Zugzwang. Galt es einst als unstrittiges Instrument, die Energiewende zum Erfolg zu führen, machte Furcht vor Kostenexplosion und galoppierenden Strompreisen die Runde, so dass Revisionsrunden Fördereinschnitte zur Folge hatten. Auch der Entwurf zum EEG 2016 macht hier keine Ausnahme. Die Branche der erneuerbaren Energien macht mobil und legte am 25. Mia 2016, am großen Aktionstag zur Rettung der Energiewende, eine Warnminute ein. Sie brachte laut Bundesverband Erneuerbare Energie BEE über 30.000 betroffene Mitarbeiter bundesweit auf die Straße. Darunter waren auch die Beschäftigten des Windanlagenbauers Enercon in Soest. Sie zeigen, worum es geht. Arbeitsplätze könnten verloren gehen, wenn das neue EEG 2016 nicht nachgebessert wird. Die Unternehmen und Bürger eine die Sorge, dass mit der Reform des EEG die Energiewende ausgebremst werde, so der BEE. Für den 2. Juni 2016 rufen der BEE als Dachverband zusammen mit dem Deutschen Bauernverband und der IG Metall zur Demonstration in Berlin auf.

Neues Erneuerbare-Energien-Gesetz soll Ausbau stärken

„Wir sind ernsthaft besorgt! Unsere gemeinsame Aktion mit IG Metall und Deutschem Bauernverband kämpft für den Erhalt der inzwischen 350.000 Arbeitsplätze in der Erneuerbaren Energiewirtschaft“ sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE und ergänzt: „Über 90 Prozent der Bundesbürger wünschen sich einen schnelleren oder mindestens gleichbleibenden Ausbau der Erneuerbaren Energien. Die Deckelung der Erneuerbaren und neue Steuern auf Eigenverbrauch setzen die falschen Signale an die Wähler.“ Als Dachverband von Wind, Sonne, Biogas, Wasserkraft, Geothermie und Umweltwärme fordert der BEE deswegen, „die Energiewende jetzt nicht an die Wand zu fahren, sondern den Ausbau zu stärken:

  • Ausbau von Windenergieanlagen an Land von 2.500 MW netto pro Jahr
  • Ausbau von Bioenergieanlagen von 100 MW netto pro Jahr
  • Ausschreibung von ebenerdig errichteten Solaranlagen von 1.000 MW pro Jahr
  • Solaranlagen auf Dächern und an Gebäuden nicht zusätzlich beschränken
  • Klare Ausschreibungsperspektiven für Offshore Windanlagen
  • Freiraum für unternehmerisches Handeln, statt Ausbaudeckel bei 45 Prozent in 2025
  • Bürgerbeteiligung und Bürgerenergiegesellschaften dauerhaft erhalten.“
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