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Lukoil für Beendigung des Krieges in der Ukraine

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Quelle: Bildschirmfoto Top Energy News

Wie ein Licht in dunkler Nacht mag die Presseerklärung von Lukoil scheinen, in der der zweitgrößte Ölförderer in Russland äußerte, über die „tragischen Ereignisse in der Ukraine“ besorgt zu sein und die Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts unterstütze. Darüber berichteten weltweit Agenturen. Auch die russische Nachrichtenagentur Prime zitierte Sätze aus der betreffenden Pressemitteilung auf der Webseite des Unternehmens. Diese Seite  ist seit gestern indes nicht mehr erreichbar. Sie ist geblockt.

Lukoil sei über die Ereignisse in der Ukraine besorgt und unternehme alle Anstrengungen, um den stabilen Betrieb in allen Ländern und Regionen seiner Präsenz fortzusetzen, informierte  Prime am 3. März 2022. „Der Vorstand von PJSC Lukoil drückt seine Besorgnis über die anhaltenden tragischen Ereignisse in der Ukraine und sein tiefstes Mitgefühl für alle aus, die von dieser Tragödie betroffen sind“, zitierte die Nachrichtenagentur den O-Ton des Ölförderers. „Das Unternehmen unternimmt alle Anstrengungen, um den stabilen Betrieb in allen Ländern und Regionen seiner Präsenz fortzusetzen und die Hauptmission zu erfüllen – Verbraucher auf der ganzen Welt zuverlässig mit Energie zu versorgen“, so Lukoil weiter.

Ex-Bundeskanzler Schüssel zieht Konsequenzen

Österreichischen Medien zufolge sitzt im Aufsichtsrat des Unternehmens, der mehrheitlich seinen russischen Managern gehört, auch der ehemalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP). Wiederholte Aufforderungen zum Rückzug habe er zurückgewiesen, weil Lukoil ein in London börsennotiertes Unternehmen und keine Staatsfirma sei. Der russische Ölkonzern wolle seine internationalen Aktivitäten künftig in Wien bündeln und errichte hier aktuell eine neue Firmenzentrale auf dem Schwarzenbergplatz, hieß es beim ORF am 3. März 2022.

Wie Die Presse jetzt berichtet, werde laut einer Stellungnahme Ex-Bundeskanzler Schüssel seine „zweijährige Arbeit als Aufsichtsrat abschließen und aus dem Board of Directors ausscheiden“. Zuvor habe er Lukoil noch auf eine Erklärung zum Ukraine-Krieg gedrängt. „Seit der Invasion Russlands in der Ukraine habe ich mich mit anderen internationalen unabhängigen Mitgliedern des Board of Directors von Lukoil um eine gemeinsame Erklärung gegen den Krieg bemüht“, so Schüssel in der Stellungnahme. Die Webseite von Lukoil ist seit gestern stundenlang nicht erreichbar. Nun endlich ist das Pressestatement des Aufsichtsrats wieder online.

Am Abend sieht das Bild bei Lukoil leider wieder so aus: