Start Erneuerbare Energien Mehr Erdwärmeheizungen durch Förderung

Mehr Erdwärmeheizungen durch Förderung

Grafik: Bundesverband Geothermie e.V. / Daten: BAFA

Dank Marktanreizprogramm und angepasster Einspeiseregeln vervierfachte sich 2016 die Zahl der geförderten Erdwärmeheizungen bis 100 Kilowatt Leistung, informierte der Bundesverband Geothermie am 27. Januar 2017. Dies zeigten die aktuellen Förderzahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA. Zuständig für die Förderung  von Erdwärmeheizungen bis 100 Kilowatt, förderte das BAFA im letzten Jahr demnach 8.473 Anlagen. 2015 waren es im Vergleich dazu noch 1.894 Anlagen. Als Gründe hierfür nennt der Bundesverband Geothermie die Neuausrichtung in der Förderung des Marktanreizprogramms und die Anpassung der Energieeinsparverordnung. Bereits im April 2015 wurden hier die Mindestförderbeträge erhöht und darüber hinaus die Förderung von  Erdwärmeheizungen für neu errichtete Gebäude wieder eingeführt.

Mehr Erdwärmeheizungen puschen Wärmepumpen

„Die Antragszahlen hatten es im vergangenen Jahr schon vermuten lassen. Nun haben wir Klarheit. Die Erhöhung der Förderbeträge des Marktanreizprogramms hat den Markt belebt“, sagt Leonhard Thien, Vizepräsident und Sprecher für Oberflächennahe Geothermie beim Bundesverband Geothermie. „Besonders vor dem Hintergrund, dass in 2016 die Heizölpreise auf einem sehr niedrigen Niveau waren, gibt uns diese deutliche Steigerung die richtige Richtung vor. Die Erdwärme spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Wärmewende“, ergänzt Thien. Der Anstieg bei der Förderzahl von Erdwärmeheizungen wirkte sich zugleich auf den Einbau von Wärmepumpen, die in oberflächennahen Geothermieanlagen zum Einsatz kommen, aus. So zog deren Verkauf im letzten Jahr gegenüber 2015 um 21,8 Prozent auf 20.700 Wärmepumpen an. Dies zeigen Zahlen zum Wärmepumpenabsatz vom Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie und dem Bundesverband Wärmepumpe.

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