Start Erneuerbare Energien Neues vom Windpark Sandbank in der Nordsee

Neues vom Windpark Sandbank in der Nordsee

SWM und Vattenfall bauen Windpark Sandbank in der Nordsee.
Bildquelle: Vattenfall/Ulrich Wirrwa

Nach rund 16 Monaten Bauzeit geht jetzt das Offshore-Umspannwerk auf seine Seereise zum Windpark Sandbank 90 Kilometer westlich von der Nordseeinsel Sylt, teilten die Betreiber Vattenfall und Stadtwerke München Anfang Mai 2016 mit. Der Umspann-Gigant wiegt nach Angaben von Vattenfall 2700 Tonnen und misst etwa 20 Meter Höhe und 20 x 40 Meter in der Fläche. Begleitet wird das Umspannwerk von einer 51 Meter hohen und 1.700 Tonnen schweren so genannten Jacket-Unterkonstruktion aus Stahl. Sie dient dem Umspannwerk an seinem Bestimmungsort in der Nordsee als Fundament. Zusammen sind Umspannwerk und Jacket-Fundament mehr als 70 Meter hoch. Das Umspannwerk wurde in Aalborg in Dänemark gefertigt und von dort nach Esbjerg transportiert. „Mit dem Offshore-Umspannwerk errichten wir mitten in der Nordsee ein Bauwerk von der Dimension eines 15-stöckigen Bürogebäudes. Wenn die 2.400 Tonnen der Topside am Haken hängen, wird dies der schwerste Kranhub des gesamten Projekts. Die Vorbereitungen dazu haben vor geraumer Zeit begonnen und wurden bei einem speziellen Workshop mit allen relevanten Partnern simuliert um die Sicherheit der am Bau Beteiligten zu erhöhen“, sagt der zuständige Projektmanager von Vattenfall, Martin Zappa, zur Positionierung und Errichtung der größten technischen Einzelkomponente vom Windpark Sandbank in 28 Meter Wassertiefe.

Windpark Sandbank bis 2017 fertig

Das Offshore-Umspannwerk soll den Windstrom aller 72 Windenergieanlagen von Sandpark sammeln, diesen von einer Wechselspannung von 33 Kilovolt auf eine Spannungsebene von 155 kV transformieren und an eine so genannte Konverterstation weiterleiten. Von dort wird der Strom als Gleichstrom über eine Distanz von 165 Kilometer an Land zur so genannten Landungsstelle im schleswig-holsteinischen Büsum transportiert. Derzeit liefen die Arbeiten an der Innerparkverkabelung auf der Seebaustelle von Sandbank in vollem Gange, so Vattenfall. Demnächst beginne die Produktion der Maschinenhäuser, Naben und Rotorblätter für die Windenergieanlagen. Mitte Februar 2016 seien die Installation aller 72 Fundamente für die Windräder abgeschlossen worden. Das Investitionsvolumen für den Offshore-Windpark Sandbank liege bei rund 1,2 Milliarden Euro. An der Projektgesellschaft Sandbank Offshore Wind GmbH hat Vattenfall 51 Prozent inne, während die SWM 49 Prozent der Anteile halten. Installiert werden 72 Siemens-Windenergieanlagen der 4-Megawatt-Klasse mit einer gesamten installierten Leistung von 288 MW. Die Inbetriebnahme des Windparks Sandbank ist für 2017 vorgehen. Dann verfügen Vattenfall und die SWM gemeinsam über 576 MW installierte Windkraftleistung und zählen damit zu den größten Betreibern von Offshore-Windparks in Deutschland. Die SWM können zugleich ihre Ausbauoffensive Erneuerbare Energien kräftig aufstocken, bei der der kommunale Versorger bis 2025 so viel Ökostrom erzeugen will, wie ganz München verbraucht.

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