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Petersburger Beschlüsse

Bildquelle: Gazprom

Die beiden großen russischen Energiekonzerne Gazprom und Rosneft brachten auf dem diesjährigen Wirtschaftsforum in St. Petersburg im Juni wegweisende Beschlüsse auf den Weg. Hier holte Gazprom Österreichs OMV und das holländische Gasförderflaggschiff Shell an Bord, um die Gasleitung Nord Stream in der Ostsee um zwei neue Pipeline-Stränge zu ergänzen, so dass sich die jährliche Transportleistung auf 110 Milliarden Kubikmeter Gas verdoppelt und damit Westeuropa komplett versorgt werden kann. Der deutsche Aktionär E.on des Betreibers der bestehenden Nord-Stream-Gasleitung ist mit von der Partie und lobt zur Unterzeichnung der Absichtserklärung in St. Petersburg die guten Erfahrungen und vielversprechende Erweiterung der Zusammenarbeit mit Gazprom. OMV wolle zum größten Gashandelsplatz in Europa werden, sagte Gazprom-Cbef Alexej Miller in einem Reuters-Interview am 18. Juni. Mit der deutschen Energieholding Wintershall liefen noch Gespräche über eine Beteiligung.

Rosneft bekommt Schützenhilfe von BP

Rosneft brachte indes Geschäfte mit seinem britischen Anteilseigner BP auf den Weg und festigte seine Beziehungen nach China und Südamerika. So unterzeichneten BP und Rosneft am 19. Juni in St. Petersburg eine Reihe von Abkommen, die eine Neuordnung ihrer Aktivitäten in der Produktion, Exploration und Raffinerie betreffen. Dementsprechend soll BP sein Engagement bei Öl- und Gasvorkommen in Ostsibirien ausbauen, und Rosneft im Gegenzug seine Anteile im Raffinerie-Geschäft in Deutschland verstärken.