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Powder-Up produziert Kathodenmaterialien für Batterien in Ulm

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Quelle: ZSW / Martin Duckek

Am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) fand die Einweihung der Pilotanlage Powder-Up zur Produktion innovativer Materialien für Batterien statt. Sie soll die Produktion von innovativen Batteriematerialien und deren Vorprodukten im Maßstab von bis zu 100 Kilogramm außerhalb der Industrie ermöglichen, teilte das ZSW Anfang Mai 2024 mit.

Batterien für Elektrofahrzeuge und Speicher

Damit sei Deutschland an der Herstellung neuartiger Hochleistungsbatterien für Elektrofahrzeuge und stationäre Speicher einen wichtigen Schritt vorangekommen. An der Einweihung nahmen die Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und Ministerialdirektor Michael Kleiner vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus teil.

Beide Ministerien unterstützten das Leuchtturmprojekt finanziell. So finanzierte das Land Baden-Württemberg das Powder-Up-Gebäude mit 10 Millionen Euro. Zur Pilotanlage mit allen Anlagenteilen, der Gebäude- und Sicherheitstechnik sowie die notwendige Analytik steuerte das Bundesministerium für Bildung und Forschung 24 Millionen Euro bei. Der Baubeginn der Anlage war im Dezember 2022.

Batterietechnologien Made in Europe

„Die neue Produktionsstätte Powder-Up! für die Herstellung von hochenergetischen und umweltfreundlichen Batteriematerialien ist ein zentraler Baustein für den Aufbau einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Batteriewertschöpfungskette in Deutschland und Europa. Damit treiben wir die technologische Souveränität in dem Bereich weiter voran. Die deutsche Batterieforschung ist spitze, jetzt müssen wir den Transfer in die Anwendung verbessern und neue, innovative Infrastrukturen hierfür schaffen“, betonte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger.

Mit Powder-Up! am ZSW in Ulm und der Forschungsfertigung Batteriezelle in Münster entstehe in Deutschland ein zusammenhängendes Forschungsökosystem für die Entwicklung innovativer Batterietechnologien Made in Europe. Dies stärke die Position Deutschlands als führender Standort für die Produktion von Batterien. „Nun liegt es an der Industrie, dieses Angebot für einen schnellen Markthochlauf zu nutzen“, so die Bundesforschungsministerin.

Kathodenmaterialien für Batterien in Serie

„Die Performance von Lithium-Ionen-Batterien hängt hauptsächlich von den verbauten Materialien ab. Mit der Pilotanlage Powder-Up können nun erstmalig außerhalb der Industrie solche Kathodenmaterialien in einer seriennahen Umgebung hergestellt werden“, erklärte Prof. Dr. Markus Hölzle, Leiter des ZSW in Ulm. Diese herstellerunabhängige Entwicklungsplattform sei ein Angebot für Partnern aus Industrie und Wissenschaft. „In dem viergeschossigen Powder-Up-Neubau kommen ausschließlich industrieerprobte Maschinen zum Einsatz, um eine erfolgreiche Produktherstellung unter seriennahen Bedingungen zu garantieren.“

Neue Materialien sollen zunächst in kleinen Batterieprototypen getestet werden. Bei erfolgreichen Ergebnissen seien schnell deutlich größere Materialmengen notwendig. Diese konnten bisher nur große industrielle Herstellern liefern, die jedoch meist nicht in Europa produzieren und nur selten bereit sind, ihre besten Produkte an Universitäten oder andere Forschungseinrichtungen abzugeben. Powder-Up kann diese Lücke nun schließen.

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