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Russische Sonnenenergie für jeden

Bildquelle: Meyer Burger

„Wir machen Sonnenenergie jedem zugänglichen“, verspricht der russische Solarmodulhersteller Hevel. Im eigenen Werk in Nowotscheboksarsk in der Teilrepublik Tschuwaschien produziert das grösste integrierte Solarunternehmen Russlands am südlichen Wolgaufer den kompletten Zyklus vom Wafer bis zum Solarmodul und verfügt über eine Produktionsleistung von 97,5 Megawatt im Jahr. Diese soll nun ausgebaut und mit modernster Produktionstechnologie ausgestattet werden. Dementsprechend teilte das Schweizer Solarequipmenthersteller Meyer Burger am 6. Juni 2016 mit, dass Hevel Meyer Burger mit der Lieferung von High-End Systemen für die Qualifizierung von kristallinen Solar-Wafer, die Beschichtung und Leistungsmessung von Heterojunction–HJT-Zellen sowie die Zellverbindungstechnologie SmartWire Connection Technology beauftragt SWCT habe. Mit diesen Systemen werde Hevel seine bestehende Technologie in eine integrierte Zell- und Modullinie zur Produktion von hocheffizienten HJT- und SWCT-Solarmodulen ausbauen. Den Vertragswert bezifferte Meyer Burger auf rund 22 Millionen Schweizer Franken. Die  Lieferung und Inbetriebnahme der Systeme seien für die erste Jahreshälfte 2017 vorgesehen.

Sonnenenergie mit 20 Prozent Wirkungsgrad

Erst kürzlich im Mai verabschiedete die russische Regierung Korrekturen zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Diese sehen bis zum Jahr 2024 eine Neuinstallation von insgesamt 1520 Megawatt Solarstromleistung vor. Hevel selbst hat in seiner Projektpipeline eigenen Angaben nach 350 Megawatt in Arbeit und plant, im nächsten Jahr die Produktion von 300 Watt Solarmodulen mit HJT-Zellen und 20 Prozent Wirkungsgrad aufzunehmen. Die Bestellung des russischen Solarunternehmens mit Sitz in Moskau schliesst Meyer Burger zufolge Equipment und Technologien für die gesamte PV-Wertschöpfungskette, von kristallinen Solar-Wafer- über die Zell- bis hin zur Modul-Produktion, ein. Der Auftrag umfasse die Lieferung von Systemen zur Qualitätsinspektion von hochwertigen kristallinen Solar-Wafer und zur Leistungsmessung und Sortierung von hocheffizienten HJT-Zellen. Außerdem gehöre zum Auftrag die Lieferung von Systemen zur innovativen Zellbeschichtung mit der HJT-Technologie sowie der SWCT-Verbindungstechnologie für hochleistungsfähige Solarmodule. Die geplante Produktionskapazität soll nach der Umrüstung der Modulfabrik rund 160 MW betragen. Hevel werde künftig den heimischen russischen Markt, den Mittleren Osten sowie Indien mit bifacialen Hochleistungsmodulen beliefern.

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