Start Russland Russland und OPEC senken Erdölförderung

Russland und OPEC senken Erdölförderung

Gazprom Neft will Erdölförderung steigern.
Bildquelle: Gazprom Neft

Erstmals in der Geschichte einigten sich Ende November 2016 Russland und die Erdölexportierenden Ländern OPEC die Erdölförderung einzuschränken. Russland begrüße das erzielte Abkommen mit der OPEC, das vorsieht, im ersten Halbjahr 2017 32,5 Millionen Barrel Erdöl am Tag und somit 1,2 Millionen Barrel am Tag weniger zu fördern, erklärte der russische Energieminister Alexander Nowak am 30. November 2016. Dies sei ein wichtiger Schritt für die weltweite Erdölindustrie und werde zu ein gesunden Bilanz von Angebot und Nachfrage führen. im ersten Halbjahr 2017 werde Russland die Förderung im fang von bis zu 300.000 Barrel am Tag zurückführen. Aktuell liegt Nowaks Worten nach laut Medien die Erdölförderung in Russland bei 11,2 Millionen Barrel am Tag. Proportional sollen ihm zufolge die betreffenden russischen Unternehmen die Förderung einschränken.

Gewinner und Verlierer bei weniger Erdölförderung

Im letzten Frühjahr hätten die sieben größten Ölproduzenten, darunter Rosneft mit Baschneft, Lukoil, Gazprom Neft und Tatneft, auf einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, sich einverstanden erklärt, mit der OPEC zusammen zu arbeiten, berichtete die russische Wirtschaftszeitung Kommersant Anfang Dezember 2016. Von Förderkürzungen sei indes nicht die Rede gewesen, sondern vom Einfrieren des Förderniveaus. Das Einschränken der Erdölförderung sei für die russische Erdölindustrie eine große Herausforderung. Die Parameter hierzu seien noch unklar. Als Gewinner gelten Unternehmen, bei denen sich die Förderung ohnehin verringere wie bei Lukoil der Fall. Unternehmen mit Wachstumserwartungen wie Gazprom Neft und Tatneft dürften dagegen zu den Verlierern zählen. Warteten zugleich die Unternehmen bis zum Frühjahr, ergebe sich über die Hälfte des geplanten Förderrückgangs aus saisonbedingten Reparaturen an den Bohrlöchern.

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