Start Erneuerbare Energien Siemens baut Rotorblattwerk in Marokko

Siemens baut Rotorblattwerk in Marokko

Siemens baut in Marokko Werk zur Rotorblattfertigung.
Quelle: Siemens

Im nordafrikanischen Staat Marokko baut Siemens in der Tanger Automotive City rund 35 Kilometer vom nächsten Seehafen Tanger Med Port entfernt auf 37.500 Quadratmetern eine Fabrik zur Fertigung von Rotorblättern für Onshore-Windturbinen. Dies entspricht einer Fläche von fünf Fußballfeldern. Wie der deutsche Technologiekonzern am 10. März 2016 mitteilte, hätten Siemens und die marokkanische Regierung hierzu eine wichtige Einigung erzielt. Mit bis zu 700 neuen Arbeitsplätzen verdreifache Siemens die Zahl seiner bisherigen Mitarbeiter in dem Land. Der Bau der Fabrik soll jetzt im Frühling 2016 starten, um hier im Frühjahr 2017 die Produktion aufzunehmen. Das Investitionsvolumen für die Fabrik belaufe sich auf über 100 Millionen Euro. “Wir investieren dort, wo wir gute Geschäftsbedingungen vorfinden”, sagte Markus Tacke, CEO der Siemens Wind Power and Renewables Division. Er sieht in einen hervorragenden Standort, um die wachsenden Onshore-Märkte in Afrika, dem Mittleren Osten und Europa zu bedienen. Wirtschaft und politisches Klima im Land seien stark. Außerdem verfüge Marokko “über junge, gut ausgebildete und motivierte Arbeitskräfte. Diese Faktoren tragen dazu bei, Tanger zu einem idealen Standort für unsere neue hochmoderne Fertigung zu machen.”

Strombedarf in Marokko steigt

Da der Strombedarf in Marokko steigt, spielt eine nachhaltige und erneuerbare Energieerzeugung eine immer wichtigere Rolle. Bis zum Jahr 2020 plant die marokkanische Regierung, rund 42 Prozent des Energiebedarfes durch Erneuerbare Energien zu decken. 20 Prozent davon soll durch Windkraft bereitgestellt werden. In Paris auf der UN-Klimakonferenz COP 21 erhöhte der marokkanische König Mohammed VI die Ausbauziele der Erneuerbaren Energien seines Landes bis 2030 sogar auf 52 Prozent. Siemens hat eigenen Angaben zufolge in Marokko schon mehrere Schlüsselprojekte zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen, darunter das 300 Megawatt Windprojekt Tarfaya, umgesetzt. Seit 1956 ist der Technologiekonzern mit seiner Regionalgesellschaft Siemens Maroc vor Ort tätig und lieferte im Jahr 1929 elektrische Installationen für ein Zementwerk in Casablanca.