Start Erneuerbare Energien Solarmodule für sauberen Salzsee in Bolivien

Solarmodule für sauberen Salzsee in Bolivien

Weltgrößter Salzsee soll sauber bleiben.
Bildquelle: Solar Frontier

Solar Frontier liefere Dünnschicht-Solarmodule aus Kupfer-Indium-Selen (CIS) für eine Solarenergieanlage an das Projecto YOSI, informierte der japanische Hersteller im Juli 2016. Die Organisation Projecto YOSI setze sich dafür ein, den weltgrößten Salzsee in Bolivien, den Salar de Uyuni, sauber zu halten und dort nachhaltigen Tourismus zu fördern. Die aus 40 CIS-Modulen bestehende Solaranlage will die Organisation für die Stromversorgung einer Anlage zur Umwandlung von Kunststoffabfällen in Öl nutzen und auf diesem Weg die lokale Gemeinde unterstützen, dem wachsenden Müllproblem in der Region entgegen zu treten. Yoshihiro Ishikawa, Leiter der Global Business Planning Division bei Solar Frontier, sagte hierzu: „Wir glauben, dass solche Projekte unsere Kunden zum Nachdenken darüber anregt, was Solarenergie tatsächlich alles leisten kann. Wir sind dankbar dafür, dass es Projekte wie dieses gibt: eine mit sauberer Solarenergie betriebene Anlage, die Abfall in Öl umwandelt und dazu beiträgt, das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu schärfen.“

Erste Solarenergie am Salzsee

Den Salzsee von Uyuni besuchen nach Angaben von Solar Frontier jedes Jahr über 1,2 Millionen Touristen. Da es nur sehr wenige Einrichtungen zur Abfallverwertung gebe, sammele sich auch der Müll im Salzsee an. Das wirke sich wiederum negativ auf den Lebensstandard der örtlichen Gemeinden, die Qualität des abgebauten Salzes in der Salzwüste und das landschaftliche Erscheinungsbild aus. Um diesem Problem entgegen zu wirken, rief der japanische Fremdenführer Yoshihito Homa das Projecto YOSI ins Leben und bemühte sich um die Unterstützung der örtlichen Regierung und akademischer Einrichtungen. Die letzten sieben Jahre führte er Reisegruppen durch Südamerika und entschied, die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken, nachdem er selbst die zunehmenden Mengen an Abfall mit ansehen musste, die die Region verschmutzen. Als ersten demonstrativen Schritt stellte er eine kleine Anlage auf, die Kunststoffabfälle in Öl aufspalten kann und die mit Solarenergie betrieben wird.

Mehr Interesse für sauberen Salzsee

„Ich träume davon, dass die Salzwüste von Uyuni eines Tages ein anerkanntes Modell für nachhaltigen Tourismus und Umweltschutz sein wird. Meiner Ansicht nach müssen wir in einem ersten Schritt Aktivitäten anstoßen, die dem Schutz der Umwelt dienen. Hierfür ist es wichtig, dass wir ein Recyclingsystem einrichten können, das unter lokaler Verwaltung steht, und daher habe ich eine Anlage aufgestellt, die Kunststoffabfälle in Öl umwandelt – unter Verwendung von Solarenergie“, sagte Yoshihito Honma. „Die von uns ausgewählten Solarmodule von Solar Frontier gehören zu den umweltfreundlichsten, die es gibt. Zudem haben sie bewiesen, dass sie selbst unter rauen Umgebungsbedingungen eine stabile Stromerzeugung gewährleisten können.“ Die Einheimischen interessierten sich anfänglich wenig für die Bemühungen von Yoshihito Honda. Doch mit der Zeit beteiligten sie sich zunehmend und bringen jetzt sogar Kunststoffabfälle von zu Hause mit. Projecto YOSI stößt in Bolivien inzwischen auf breitere Anerkennung, so etwa beim Umweltministerium, den Stadtverwaltungen, Universitäten und anderen Organisationen.

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