Start Europa Winterpaket für die Ukraine im Gespräch

Winterpaket für die Ukraine im Gespräch

Sefcovic und Nowak diskutieren Winterpaket für die Ukraine und Gastransit.
Bildquelle: Russisches Energieministerium

Ein neues Winterpaket für die Ukraine mit Gaslieferungen aus Russland soll geschnürt werden. Die Gespräche hierzu könnten im kommenden Dezember stattfinden, erklärte der russische Energiemister Alexander Nowak laut Medien nach seinem Treffen mit dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Maros Sefcovic am 25. November 2016 in Moskau. Hier hätten sich beide Seiten auf neue dreiseitige Verhandlungen geeinigt, in denen es um russische Gaslieferungen für die Ukraine geht. „Die Rede ist von 1,5 bis 4 Milliarden Kubikmeter Gas“, zitierte das Energieministerium Nowaks Worte. Sie sollen nach Maßgabe des Vertrages und nach Vorkasse geliefert werden. Sefcovic seinerseits erklärte, dass die Weltbank der Ukraine zum Gaseinkauf einen Kredit in Höhe von 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen könne.

Ukraine bestätigt Aussicht auf Winterpaket

Die ukrainische Gasimporteur Naftogaz bestätigte in einer Pressemitteilung die Aussicht auf ein neues Winterpaket und die in Moskau vereinbarten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der Europäischer Kommission in Brüssel. Die Aufnahme von Gasimporten aus Russland unterliegt für Naftogaz indessen zwei Kriterien. Es müssten Marktpreis und Liefergarantie gelten. Eine inflexible Position des russischen Gaskonzerns Gazprom in diesen Punkten führe dazu, dass das Angebot der russischen Seite nicht wettbewerbsfähig sei, wie es im Verlauf des Jahres der Fall gewesen sei, teilte Naftogaz am 25. November 2016 mit. Seit einem Jahr bezieht die Ukraine kein russisches Gas, da beide Seiten sich auf keinen dementsprechenden Gaspreis einigen konnten. Ebenso strittig sind die Lieferbedingungen nach dem Take-or-Pay-Prinzip. Hierauf will Russland im nächsten Winterpaket nicht verzichten. Zugleich setzt sich Sefcovic dafür ein, dass der Gastransit über die Ukraine Ende 2019 mit dem gültigen Vertrag nicht ausläuft.

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