Start Erneuerbare Energien Energiewende nur ohne Kohle möglich

Energiewende nur ohne Kohle möglich

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Quelle: WWF und Lichtblick

„Deutschland kann sozialverträglich aus der Kohle aussteigen und so seine Klimabilanz und Wettbewerbsfähigkeit deutlich verbessern“, ist das Resümee von Lichtblick und WWF Deutschland aus ihrem Report „Sackgasse Kohle – Warum die Kohlenutzung keine Zukunft hat“. Laut Bericht hat der nötige Strukturwandel in den betroffenen Kohleregionen weitgehend bereits stattgefunden. Die Zahl der direkt in der Braunkohle Beschäftigten ging in den letzten dreißig Jahren bereits um über 80 Prozent auf unter 20.000 zurück. Den Report legten der WWF und LichtBlick im August 2018 anlässlich der Sitzung der Kohlekommission vor. Er analysiert umfassend die Rolle der Kohle im deutschen Energiesystem – vom Strukturwandel über den Klimaschutz bis hin zur Versorgungssicherheit.

Kohle blockiert Klimaschutz

„Ein schneller und kraftvoller erster Schritt beim Kohleausstieg ist ökologisch, ökonomisch und sozial sinnvoll. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, muss der Ausstieg aus dem Klimakiller Kohle jetzt höchste Priorität haben. Während immer mehr Industrieländer damit begonnen haben, herrschte hierzulande neun Jahre Stillstand. Kohle blockiert aber nicht nur den Klimaschutz, sondern auch Innovationen und Entwicklungschancen für die betroffenen Regionen“, sagt Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland. „Kohlestrom verstopft die Stromnetze und verlangsamt den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Alternativen sind längst da“, so Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei LichtBlick. Lokale Stromproduktion aus Wind und Sonne ließen sich intelligent vernetzen und bei Bedarf speichern. Das schaffe neue Jobs und sichere die Stromversorgung.

Risiko durch Kohle

Der Report beschäftigt sich unter anderem mit den tatsächlichen Kosten der Kohleverstromung. Hier schlagen mit 23.000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr in Europa zunächst die gewaltigen gesundheitlichen Auswirkungen zu Buche. Die Umweltkosten beziffert das Umweltbundesamt mit 120 Euro für jede in die Atmosphäre emittierte Tonne CO2, woraus sich 46 Milliarden Euro für 2016 ergeben. Die Kohleindustrie mit ihren Subventionen und Vergünstigungen wird im Vergleich zu den stetig billiger werdenden Erneuerbaren somit auch wirtschaftlich immer mehr zum Risiko. Autor des Reports ist der Journalist und Energieexperte Gerd Rosenkranz.

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