Wasserstoff-Speicher-Ticker 2023

    Quelle: TotalEnergies

    2. Februar

    TotalEnergies und Air Liquide teilten mit, dass sie in diesem Jahr ein Joint Venture zu gleichen Teilen gründen wollen, um ein Netz von Wasserstofftankstellen aufzubauen. Das Netz sei auf schwere Nutzfahrzeuge auf den wichtigsten europäischen Straßenkorridoren ausgerichtet. Laut TotalEnergies geht es darum, dem Güterverkehr den Zugang zu Wasserstoff mittels Tankstellennetz zu ermöglichen und den Wasserstoffsektor weiter zu stärken. Nach der kürzlichen Unterzeichnung einer Partnerschaft für die Produktion von erneuerbarem und kohlenstoffarmem Wasserstoff auf unserer Grandpuits Zero Crude-Plattform freuen wir uns, erneut mit Air Liquide zusammenzuarbeiten und unsere gemeinsamen Bemühungen zur Dekarbonisierung der Mobilität fortzusetzen“, erklärte Thierry Pflimlin, Chef für Marketing & Services bei TotalEnergies.Matthieu Giard, Vizepräsident und Vorsatsndmitglied der Air Liquide Group, die die Wasserstoffaktivitäten überwacht, betonte: „Wasserstoff bietet klare Vorteile für die Schwerlastmobilität.“

    24. Januar

    Der Branchenverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft DVGW sieht dieses Jahr als entscheidend an, ob Deutschland Wasserstoff-Land wird und damit weltweit führend beim Zukunftsenergieträger. „In diesem Jahr kommt es entscheidend darauf an, Absichtserklärungen in konkrete Gesetze zu gießen. Wesentliche Weichen für die Zukunft werden 2023 gestellt. Der Markthochlauf für Wasserstoff muss endlich verbindlich manifestiert werden. Wirtschaft und Wissenschaft brauchen eine verbindliche Basis, um zu investieren und zu forschen“, unterstrich Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des DVGW bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz in Berlin.

    Die Idee einer sogenannten All-Electric-World gehört Linkes Ansicht nach ins Reich der Fantasie. Ebenso sei ein Rückbau der Gasinfrastruktur keine Lösung. „Vielmehr geht es darum, Leitungen und Anlagen durch Umstellung H2-ready zu machen. Annahmen, die nicht wissenschaftlich evaluiert sind, sondern auf ideologischen Vorstellungen basieren, helfen nicht weiter, um die Klimaschutzziele zu erreichen, so Linke. Besonders im Wärmemarkt empfiehlt sich laut DVGW der Einsatz von klimaneutralen Gasen und Wasserstoff wegen großer Potentiale Potenziale. Das Einsparpotenzial von klimaschädlichen Gasen sei nirgendwo so groß wie beim Heizen. Rund 40 Millionen Haushalte emittierten mehr als 200 Millionen Tonnen Kohlendioxid, das seien rund 20 Prozent aller CO2-Emissionen in Deutschland.

    Bayern stockt seine Fördermittel für Wasserstoff-Großprojekte und Batterietechnologie um rund 115 Mio. Euro. „Damit stehen rund 475 Mio. Euro für Großprojekte in den beiden Technologiefeldern bereit“, heißt es von der bayerischen Staatsregierung zum Beschluss in der Kabinettssitzung. Dies erfolge im Rahmen sogenannter „wichtiger Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse“ („Important Project of Common European Interest“, IPCEI). Investitionen in Wasserstoff- und Batterietechnologie seien der Schlüssel für eine leistungsfähige und klimafreundliche Wirtschaft. Mit der Aufstockung der Fördergelder will der Freistaat die eröffneten Spielräume von EU und Bund für die bayerische Wirtschaft optimal ausnutzen.

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