Start Gas Energie- und Wasserverbrauch im Haushalt gestiegen

Energie- und Wasserverbrauch im Haushalt gestiegen

148
Versorger für Corona-Krise bereit
Quelle: VBEW

Entgegen den Erwartungen ist der Energie- und Wasserverbrauch in privaten Haushalten im letzten Jahr gestiegen. Das scheint im Widerspruch zu Meldungen zu stehen, dass dieser in Deutschland unter anderem aufgrund der Corona-Pandemie 2020 in Summe niedriger war als in den Vorjahren. Mit Verwunderung dürften Bürger und Bürgerinnen auf ihrer Jahresendabrechnung einen erhöhten Verbrauch feststellen, hieß es hierzu beim Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft VBEW im Januar 2021.

Das Mehr an Kilowattstunden und Kubikmetern lässt sich laut Branchenverband mit dem veränderten Verbrauchsverhalten aber leicht erklären. Aufgrund der Corona-Pandemie habe sich der Energie- und Wasserverbrauch in den privaten Haushalten im letzten Jahr zum Teil stark geändert. „Homeoffice, Homeschooling und für die meisten das Allerschlimmste „Urlaub zu Hause“ – all das führte bei vielen zu einem höheren Verbrauch von Strom, Gas und Wasser. Ein Mehrverbrauch von 5 bis zu 15 Prozent ist daher durchaus normal und macht sich leider auch auf der Rechnung der Versorger mit einem entsprechend höheren Betrag bemerkbar“, sagt VBEW-Geschäftsführer Detlef Fischer.

Weniger Energie- und Wasserverbrauch in Gewerbe und Industrie

Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW ist der Stromverbrauch in Deutschland in Summe über das gesamte Jahr 2020 hinweg gegenüber dem Vorjahr um etwa 4 Prozent gesunken. Auch der Erdgasverbrauch ist insgesamt im Vergleich zu 2019 um rund 3,4 Prozent zurückgegangen. Das liege Corona-bedingt größtenteils an reduzierten Verbräuchen in Industrie- und Gewerbebetrieben. „In geschlossenen Restaurants, Hotels, Kinos und Fitnessstudios blieben die Küchen im vergangenen Jahr wochenlang kalt und die Lichter aus. Dafür wurde umso mehr zu Hause der Herd eingeschaltet, die Heizung aufgedreht und das ein oder andere Vollbad zur Entspannung mehr genommen“, so Detlef Fischer. Diese Verbrauchstrends setzten sich in Anbetracht des aktuellen Lockdowns in diesem Winter mit weiteren Einschränkungen im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben auch im Jahr 2021 bis auf Weiteres fort.