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Kasachstan erhöhte Ökostromerzeugung

Im Jahr 2015 erhöhte Kasachstan die Ökostromerzeugung gegenüber 2014 um 22 Prozent auf 0,7 Milliarden Kilowattstunden. Die Zahlen veröffentlichte das kasachische Energieministerium in seinem Jahresbericht 2015 zur Umsetzung seines Strategieplans 2014-2018 am 20. Februar 2016. Insgesamt lag die erzeugte Strommenge im letzten Jahr  bei 90,8 Milliarden Kilowattstunden und fiel im Vergleich zum Vorjahr 3,3 Prozent geringer aus. Genannt ist im Bericht auch die neu installierte Leistung zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2015. Demnach sind 14 Projekte in Betrieb gegangen, die eine Erzeugungsleistung von 119,9 Megawatt aufweisen, so dass sich die Ökostromleistung in Kasachstan zum Jahresbeginn 2016 auf rund 252 Megawatt nahezu verdoppelte. Geplant ist, bis 2030 den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung im Land auf 10 Prozent anzuheben.

Mehr Ökostromerzeugung durch Sonne und Wind

Untern den Anlagen, die im letzten Jahr ans Netz gingen, ist der Solarpark Burnoye 1 in der Region Shambyl in Südkasachstan. Durch ihn kamen allein 50 Megawatt Stromleistung hinzu. Gebaut habt ihn das Projektkonsortium Burnoye Solar-1, das die kasachische Investitionsgesellschaft Samruk Kazyna und der britische strategische Partner United Green Energy im April 2014 einen Monat vorm Baustart gründeten. Der Solarpark besteht aus 192.192 Solarpanels aus europäischer Produktion. Den Bau geleitet hat der deutsche Generalunternehmer ECAP Solutions. Vertragsleistungen übernahmen die beiden deutschen Solarunternehmen Solarpark und Solarword. Unterstützt wurde das Projekt mit Mittel der europäischen Bank für Rebstrukturierung und Entwicklung EBRD. Auf der Expo 2017 in der Hauptstadt Astana soll das Solarprojekt präsentiert werden.

Bildquelle: Samruk Energy
Bildquelle: Samruk Energy

Darüber hinaus nahm in Jereimentau nahe der Hauptstadt im April 2015 der erste große Windpark vom kasachischen Stromerzeuger Samruk Energy im Gebiet Akmola den Betrieb auf. Seine Erzeugungsleistung beträgt in der ersten Ausbauphase 45 Megawatt. Die 22 Turbinen lieferte die deutsche Firma FWT. In der Ukraine wurden die 100 Meter hohen Stahltürme gefertigt, und die Rotorblätter kamen von einem chinesischen Hersteller. Der Windpark soll 2017 die Expo in Astana mit Ökostrom versorgen. Die Kapazität des Windparks könnte auf bis zu 300 MW ausgebaut werden.