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Putin verspricht Ungarn sichere Gaslieferungen

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Quelle: Russischer Kreml

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte für Ungarn sichere Gaslieferungen über die neuen Gasleitungen Nord Stream 2 und Turkish Stream im Reisegepäck. Dafür gebe es technische Möglichkeiten, machte Putin auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban in Budapest am 2. Februar 2017 deutlich. So könnten Gaslieferungen von Nord Stream 2 über die Slowakei und Österreich weiter nach Ungarn durchgeleitet werden. Ebenso könne russisches Gas über Turkish Stream geliefert werden, aber auch andere Varianten seien möglich, konkretisierte Putin. „Wir verfügen über Kapazitäten im Norden, die wir zur Zeit nicht nutzen. Aber wenn es sein muss, und die nationalen wirtschaftlichen Interessen dies erfordern, werden wir Gas aus Russland über den Norden beziehen“, äußerte sich hierzu Orban. Zugleich drückte er Interesse an einem Einstieg in das Projekt Turkish Stream aus, sofern sich eine Gelegenheit hierfür bietet.

Sichere Gaslieferungen auch über die Ukraine

Russische Gasbezüge seien in jedem Fall wichtig, so Orban. Putin habe ihm sein Wort gegeben, dafür Sorge zu tragen. Im letzten Jahr importierte Ungarn aus Russland 6 Milliarden Kubikmeter Gas, die über die Ukraine transportiert wurden. Deswegen war es für Orban ein wichtiges Anliegen, zu besprechen, wie es mit dem Transit über die Ukraine weiter geht. Putin schloss seinerseits nicht aus, den Gastransit über die Ukraine fortzusetzen, wenn dies wirtschaftlich zweckmäßig sei. „Wir gehen alle Möglichkeiten durch“, bekräftige er. Zu 100 Prozent werde russisches Gas für den ungarisches Markt geliefert. Außerdem brachte Präsident Putin für den Ausbau des Kernkraftwerkes Paks über 100 Kilometer südlich der Hauptstadt die Finanzierung nach Budapest mit und stellte hier sogar eine 100-prozentige Kreditleistung in Aussicht.

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